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Daniel Wise

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Daniel Wise

Daniel T. „Dani“ Wise (* 1971) ist ein US-amerikanischer Mathematiker, der sich mit Geometrie (3-Mannigfaltigkeiten) und Gruppentheorie befasst.

Wise wuchs in New York City auf, studierte ab 1989 an der Yeshiva University Mathematik mit dem Bachelor-Abschluss 1991 und wurde 1996 an der Princeton University bei Martin Bridson promoviert (Non-Positively Curved Squared Complexes, Aperiodic Tilings and Non-Residually Finite Groups).<ref>Mathematics Genealogy Project</ref> Als Post-Doktorand war er 1996/97 an der University of California, Berkeley. 1997 wurde er Assistant Professor an der Cornell University, war 2000/01 Visiting Assistant Professor an der Brandeis University und ab 2001 Assistant Professor, 2004 Associate Professor und 2009 Professor an der McGill University. 2008/09 war er Gastprofessor an der Hebrew University.

Er forscht über unendliche Gruppen mit Anwendungen in Geometrie und Topologie, speziell geometrische Gruppentheorie, metrische Räume mit nicht-positiver Krümmung, 3-dimensionale Mannigfaltigkeiten, residuell endliche Gruppen<ref>Der Schnitt der Untergruppen von endlichem Index ist die triviale Untergruppe</ref>, Untergruppen-Separabilität<ref>Jede endlich erzeugte Untergruppe ist der Schnitt der Untergruppen von endlichem Index</ref> und kohärente Gruppen<ref>Jede endlich erzeugte Untergruppe ist endlich präsentierbar</ref>.

Seine Arbeiten über kubische Komplexe sind ein wesentlicher Baustein in den Beweisen verschiedener Vermutungen aus der 3-dimensionalen Topologie, insbesondere der Virtuell-Haken-Vermutung (Ian Agol 2012),<ref>Aus dem Abstrakt zu Agols Beweis der Virtuell-Haken-Vermutung (PDF-Datei; 814 kB): “{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)”</ref> aber auch einer der letzten offenen Vermutungen von William Thurston von 1982, dass jede hyperbolische 3-Mannigfaltigkeit virtuell gefasert ist.<ref>Stefan Friedl, Thurston's Vision and the Virtual Fibering Theorem for 3-Manifolds, Jahresbericht DMV, 2014, Heft 4, pdf</ref>

2013 erhielt er mit Ian Agol den Oswald-Veblen-Preis. Er erhielt den Veblen-Preis „für seine tiefliegenden Arbeiten, die für eine große Klasse von Gruppen Untergruppen-Separabilität nachwiesen und für die Einführung und Entwicklung der Theorie spezieller Kuben-Komplexe mit Frédéric Haglund, die von grundlegender Bedeutung für die Topologie von 3-Mannigfaltigkeiten sind“.<ref>“{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)Laudatio Veblen-Preis</ref> 2014 wurde er zum Mitglied der Royal Society of Canada gewählt.<ref>RSC Class of 2014. (PDF) Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. Juli 2015; abgerufen am 13. September 2016.</ref> Für 2016 wurden ihm der Jeffery-Williams-Preis und der CRM-Fields-PIMS Prize zugesprochen, für 2019 die Lobatschewski-Medaille.

2014 war er Eingeladener Sprecher auf dem ICM in Seoul (The cubical route to understanding groups). 2018 wurde Wise in die Royal Society gewählt.

Werke

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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