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Die Heimkehr (2012)

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Vorlage:Medienbox/Kopf
Produktionsland Deutschland, Österreich
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2012
Länge 89 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Jo Baier
Drehbuch Jo Baier
Produktion Manfred Hattendorf
Anna Oeller
Michael Schmidl
Musik Jörg Lemberg
Udo Lindenberg <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Filmseite (Memento des Vorlage:IconExternal vom 28. Dezember 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.swr.de von SWR</ref>
Kamera Wedigo von Schultzendorff
Schnitt Claus Wehlisch
Besetzung

Die Heimkehr ist ein deutsch-österreichischer Fernsehfilm aus dem Jahr 2012. Die Literaturverfilmung basiert auf der gleichnamigen Erzählung von Hermann Hesse.

Handlung

Nach drei Jahrzehnten als Unternehmer in Amerika und Russland kehrt der wohlhabende August Staudenmeyer in seine Heimatstadt Gerbersau zurück. Mit offenen Armen wird er empfangen. Als er sich allerdings für die im Ort geächtete Witwe Katharina Entriß einsetzt, gerät er selbst ins Abseits. Er spürt, dass sich das Verhalten der Gerbersauer seit seiner ersten Abreise nicht wirklich verändert hat. Nach langem Hin und Her, zusätzlichen Erfahrungen und einer neuen Liebe beschließt er seine Heimat ein zweites Mal zu verlassen.

Hintergrund

Der Film wurde im August und September 2011 in Schwäbisch Gmünd, Wackershofen, Maselheim, Neudenau und Schwäbisch Hall gedreht.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.swr.dePresseheft (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot der ARD, PDF-Datei, 21 S.</ref> Die deutsche Erstausstrahlung war am 2. Mai 2012 in der ARD. Dabei wurde er von 4,63 Mio. Zuschauern gesehen, was einem Marktanteil von 15,4 Prozent entsprach.<ref>Medien: TV-Quotensieg für „Die Heimkehr“. In: Focus.de</ref>

Da Hesse nichts von Literaturverfilmungen hielt, ließ er seine Erben testamentarisch dazu verpflichten, dass niemals einer seiner Romane verfilmt werden würde. Der Film ist die erste deutsche Fernsehverfilmung eines seiner Stoffe.<ref name=sued/>

Kritiken

„Feinfühlige (Fernseh-)Verfilmung der gleichnamigen Erzählung von Hermann Hesse über zwei Außenseiter, die aus ihrer Situation entschlossen die Konsequenz ziehen.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Lexikon des internationalen Films<ref>Die Heimkehr. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.</ref>

„In stimmigem historischen Ambiente, mit gelungenen Bildern und hervorragender Besetzung inszenierte Baier ein gesellschaftskritisches Drama gegen Engstirnigkeit, ein Thema, das stets aktuell bleibt.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Prisma<ref>Die Heimkehr. In: prisma. Abgerufen am 22. Juli 2021.</ref>

„Doch "Die Heimkehr" ist keine gelungene Inszenierung, sondern eine massentaugliche Huldigung mit Publikumslieblingen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. […] Wenn man den Film so anschaut, dann kann man Hesses Zweifel an der Filmkunst verstehen. Die Heimkehr ist genau so, wie Kritiker seine Bücher schimpfen: betulich, eichendorffbrav, plump. […] Nur Heike Makatsch als angefeindete und heiß begehrte Witwe ist erstaunlicherweise eine Freude in all dem Volkstheater. Das Dorf ist ein Freilichtmuseum, die Kinder laufen barfuß umher, der ganze Pietismus, der Ordnungseifer, die finstre Enge – alles wird gefilmt aber nicht aus seiner Tradition heraus begründet. Der arme Hesse. Erst wurde er verachtet – und jetzt wird er so geehrt.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Süddeutsche Zeitung<ref name=sued>Barbara Gärtner: ARD verfilmt Hesse-Erzählung „Die Heimkehr“. Peinliches Schwärmen. In: sueddeutsche.de, 15. Mai 2012.</ref>

„Nicht eben wenig an diesem Fernseh-Festspiel ist fabelhaft. Wie Baier und sein Kameramann Wedigo von Schultzendorff eine kleinstädtische Szenerie zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts nachstellen und einfangen, wie sie mit Licht und Schatten, mit Wasser und Wolken spielen, wie sie die niedrigen Stuben und damit bürgerliche Enge inszenieren: es hat Glanz und Format. Und die Details bestechen. […] Dies ist eine Verfilmung ‚nach Hermann Hesse‘. Im Fall von Baiers ‚Heimkehr‘ heißt das, dass letztlich doch gegen den Autor, gegen den Geist wie die Atmosphäre seiner Geschichte inszeniert wird. So tritt genau das ein, was Hesse einst befürchtete: Er wird ‚von einer anderen Kunst mit deren Mitteln ausgebeutet‘.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Jochen Hieber, FAZ, 2. Mai 2012<ref>Jochen Hieber: „Die Heimkehr“ im Ersten. Der Weltfahrer und die Witwe. In: FAZ, 2. Mai 2012</ref>

Buchausgabe

Hesses Erzählung wurde erstmals 1909 in der Neuen Rundschau gedruckt, dann 1912 im Erzählband Umwege und später in zahlreichen Einzel- und Sammelausgaben veröffentlicht. Zum Film erschien folgende Sonderausgabe als Taschenbuch:

  • Die Heimkehr. Suhrkamp, Berlin 2012, ISBN 978-3-518-46334-5.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />