Zum Inhalt springen

Die Konferenz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 1. Juni 2025 um 01:36 Uhr durch 2003:d2:573b:446f:41c2:26dc:d3f8:6d9b (Diskussion).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Vorlage:Medienbox/Kopf
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2004
Länge 90 Minuten
Stab
Regie Niki Stein
Drehbuch Bodo Kirchhoff
Produktion Inge Fleckenstein,
Liane Jessen,
Andreas Schreitmüller
Musik Jacki Engelken,
Ulrik Spies
Kamera Arthur W. Ahrweiler
Schnitt Elke Herbener
Besetzung

Die Konferenz ist ein deutscher Fernsehfilm aus dem Jahr 2004. Seine Premiere hatte das Kammerspiel am 1. Juli 2004 auf dem Filmfest München. Seine Fernseherstausstrahlung war am 4. Februar 2005 auf ARTE.

Handlung

In der Bibliothek des fiktiven Frankfurter Friedrich-Hölderlin-Gymnasiums versammeln sich an einem kalten Winterabend neun Lehrer. Obwohl die Heizungen ausgefallen sind, müssen sie über das Schicksal eines ihrer Schüler entscheiden: Der erst seit Kurzem volljährige Viktor Leysen wird von der Mutter seiner Mitschülerin Tizia beschuldigt, das 17-jährige Mädchen nach den gemeinsamen Theaterproben zu William Shakespeares Ein Sommernachtstraum vergewaltigt zu haben. Nun sollen die Lehrer darüber beraten, ob sie ihn der Schule verweisen oder nicht. Die Diskussion wird schnell und hitzig geführt. Während einige in ihm einen Querulanten sehen, halten ihn andere für äußerst begabt. Unabhängig von diesen Meinungsunterschieden präsentiert sich das Kollegium auch aufgrund eigener, nie aufgearbeiteter Konflikte, zurückliegender Verletzungen und lang unterdrückten Grolls mehr und mehr tief zerstritten. Schon bald geht es nicht mehr nur um Viktor, sondern auch um die Differenzen zwischen den Lehrern.

Auszeichnungen

Kritiken

„Ein eindrückliches Kammerspiel über die menschliche Seite des Lehrerberufs mit hervorragenden Darstellern.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Lexikon des internationalen Films<ref>Die Konferenz. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.</ref>

„Nach dem Buch von Bodo Kirchhoff inszenierte ‚Tatort‘-Regisseur Niki Stein ein dichtes Ensemble-Kammerspiel, das an den Klassiker ‚Die zwölf Geschworenen‘ erinnert. […] Nachdenkliches zum "Tatort Schule"“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />TV Spielfilm<ref>Vorlage:TV Spielfilm</ref>

„Ein stark inszeniertes Kammerspiel von Nikolaus Stein von Kamienski […] mit hervorragender Besetzung. Für das gelungene Drehbuch zeichnete übrigens der Schriftsteller und Drehbuchautor Bodo Kirchhoff verantwortlich […].“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />prisma<ref>Die Konferenz. In: prisma. Abgerufen am 4. September 2017.</ref>

„Viel zu selten erlaubt sich das Fernsehen Filme, die von solch gesellschaftspolitischer Brisanz sind und dabei so unterhaltsam: Das Arte-Drama ‚Die Konferenz‘ ist ein Höhepunkt des Jahres.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />FAZ<ref>Die neun Geschworenen, faz.net</ref>

Von wissenschaftlicher Seite wurde dem Film jüngst eine „hervorragende Konzeptionalisierung“ des „sehr vielschichtigen“ Themas und ein „hohe(s) ästhetische(s) Niveau“ attestiert. Zusammen mit Filmen wie Guten Morgen, Herr Grothe und Zappelphilipp leiste der Film „einen wichtigen, aufklärerischen Beitrag zu einem gesellschaftlichen Diskurs von hoher Relevanz.“ Wie diese, gehöre auch er „als 'Pflichtlektüre' in die (…) Einführungsveranstaltung all derjenigen, die ein Lehramtsstudium bestreiten.“<ref>Günter Helmes: „Ich hab' echt gedacht, der Beruf passt zu mir. Aber weißt Du was: ich kann Kinder nicht ausstehen!“ Überlegungen zu neueren und neuesten deutschsprachigen Fernseh- und Spielfilmen zu den Themen „Lehrersein“ und „Schule“. In: Gescheit, gescheiter, gescheitert? Das zeitgenössische Bild von Schule und Lehren in Literatur und Medien, hrsg. von Günter Helmes und Günter Rinke. Hamburg, Igel-Verlag 2016, S. 157–204, insbesondere S. 160–172, Zitat S. 203. ISBN 978-3-86815-713-0.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />