Zum Inhalt springen

Blyxa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 15. Mai 2023 um 08:12 Uhr durch imported>O.Koslowski.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Blyxa
Datei:Blyxa echinosperma et al.JPG

Blyxa echinosperma

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Froschlöffelartige (Alismatales)
Familie: Froschbissgewächse (Hydrocharitaceae)
Unterfamilie: Anacharidoideae
Gattung: Blyxa
Wissenschaftlicher Name
Blyxa
Noronha ex Thouars

Blyxa (Fadenkraut) ist eine Pflanzengattung in der Familie der Froschbissgewächse (Hydrocharitaceae). Die elf bis zwölf Arten gedeihen submers im Süßwasser in den Tropen bis Subtropen Asiens, Afrikas und Australiens.

Merkmale

Datei:Die Pflanzenwelt Afrikas, insbesondere seiner tropischen Gebiete - Grundzge der Pflanzenverbreitung im Afrika und die Charakterpflanzen Afrikas (1910) (20940211225).jpg
Illustration von Blyxa octandra
Datei:Blyxa echinosperma community.JPG
Bestand von Blyxa echinosperma
Datei:Blyxa echinosperma flower.JPG
Blyxa echinosperma mit Blüte

Vegetative Merkmale

Blyxa-Arten sind ausdauernde, krautige Pflanzen. Sie leben submers im Süßwasser. Der Stängel ist kurz oder verlängert und aufrecht oder Ausläufer treibend.

Die grundständigen oder wirtelig um den Stängel angeordneten Laubblätter sind sitzend oder gestielt. Die Blattspreiten sind lanzettlich bis linealisch. Die Mittelrippe und einige der seitlichen Blattadern sind erhaben.

Generative Merkmale

Die Spatha ist röhrenförmig, sitzend oder gestielt, an der Spitze zweigeteilt und mit längs verlaufenden Adern. Die Blütenstände enthälen meist eine, manchmal auch mehrere Blüten.

Die Blüten sind eingeschlechtig oder zwittrig. Die Blüten sind radiärsymmetrisch und dreizählig. Die drei Kelchblätter sind grün, bleibend und linealisch bis lanzettlich. Die drei Kronblätter sind weiß und länger als die Kelchblätter. Es sind drei bis neun Staubblätter vorhanden. Die Staubfäden sind schlank. Stempel sind drei vorhanden. Der Fruchtknoten ist linealisch und verjüngt sich in einen dünnen Schnabel. Es sind zahlreiche Samenanlagen vorhanden. Griffel gibt es drei.

Die Frucht ist linealisch bis zylindrisch, lang und dünn. Die zahlreichen Samen sind länglich-spindelförmig, glatt oder mit Dornen besetzt und hin und wieder mit einem fadenförmigen Fortsatz an beiden Enden.

Systematik und Verbreitung

Die Gattung Blyxa (von griechisch blyzein, ‚fließen‘, nach dem Standort einiger Gattungsvertreter) wurde 1806 von Francisco Noroña bei Louis Marie Aubert Du Petit-Thouars in dessen Werk Genera Nova Madagascariensia 4, 1806 aufgestellt. Synonyme für Blyxa <templatestyles src="Person/styles.css" />Noronha ex Thouars sind: Diplosiphon <templatestyles src="Person/styles.css" />Decne., Hydrotrophus <templatestyles src="Person/styles.css" />C.B.Clarke, Enhydrias <templatestyles src="Person/styles.css" />Ridl., Blyxopsis <templatestyles src="Person/styles.css" />Kuntze.<ref name="WCSP" />

Blyxa-Arten gedeihen in den Tropen und Subtropen Asiens, Afrikas, Madagaskars und Australiens.

Es gibt elf bis zwölf Arten:<ref name="WCSP" />

  • Blyxa aubertii <templatestyles src="Person/styles.css" />Rich.: Sie ist von Tansania bis Mosambik, Madagaskar, Asien und auf Pazifischen Inseln verbreitet.<ref name="WCSP" />
  • Blyxa echinosperma <templatestyles src="Person/styles.css" />(C.B.Clarke) Hook. f.: Sie ist vom tropischen und subtropischen Asien bis ins nördliche Australien verbreitet.<ref name="WCSP" />
  • Blyxa hexandra <templatestyles src="Person/styles.css" />C.D.K.Cook & Luond: Sie kommt von Tansania bis Angola vor.<ref name="WCSP" />
  • Blyxa japonica <templatestyles src="Person/styles.css" />(Miq.) Maxim. ex Asch. & Gürke: Sie ist in zwei Varietäten im tropischen und subtropischen Asien verbreitet.<ref name="WCSP" />
  • Blyxa javanica <templatestyles src="Person/styles.css" />Hassk.: Sie kommt nur in Java vor.<ref name="WCSP" />
  • Blyxa kasaragodensis <templatestyles src="Person/styles.css" />P.Biju, Josekutty & Augustine: Die 2016 erstbeschriebene Art kommt im indischen Bundesstaat Kerala vor.<ref name="WCSP" />
  • Blyxa leiosperma <templatestyles src="Person/styles.css" />Koidz.: Sie ist im südlichen Japan und in den chinesischen Provinzen Anhui, Fujian, Guangdong, Hainan, Jiangxi sowie Zhejiang verbreitet.<ref name="WCSP" />
  • Blyxa novoguineensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Hartog: Sie kommt in Papua-Neuguinea und vielleicht auch auf den Philippinen vor.<ref name="WCSP" />
  • Blyxa octandra <templatestyles src="Person/styles.css" />(Roxb.) Planch. ex Thwaites: Sie ist von Indien bis Südchina (Guangdong, Guangxi, Sichuan, Yunnan) und Nordaustralien verbreitet.<ref name="WCSP" />
  • Blyxa quadricostata <templatestyles src="Person/styles.css" />Hartog: Sie kommt in Myanmar sowie Thailand vor.<ref name="WCSP" />
  • Blyxa radicans <templatestyles src="Person/styles.css" />Ridl.: Sie ist in Zentralafrika bis Angola und Tansania verbreitet.<ref name="WCSP" />
  • Blyxa senegalensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Dandy: Sie kommt von Senegal bis Guinea vor.<ref name="WCSP" />
  • Blyxa vietii <templatestyles src="Person/styles.css" />C.D.K.Cook & Luond: Sie kommt nur im südöstlichen Vietnam vor.<ref name="WCSP" />

Literatur

  • Qingfeng Wang, Youhao Guo, Robert R. Haynes, C. Barre Hellquist: Hydrocharitaceae.: Blyxa, S. 91 und 98-99 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven & Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Acoraceae-Cyperaceae. Volume 23, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2010, ISBN 978-1-930723-99-3.
  • Christel Kasselmann: Aquarienpflanzen. Ulmer Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3-8001-7454-5, S. 151 und 446.

Belege

<references> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> </references>

Weblinks

Commons: Blyxa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien