Zum Inhalt springen

Hermann von Beisler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 2. Dezember 2025 um 20:59 Uhr durch imported>Mhandschug (Grabstätte: Lint-Fehler behoben (Doppelte IDs = Standort doppelt)).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Litho - Portrait des Hermann von Beisler - Schertle - 1848.jpg
Hermann von Beisler

Hermann Ritter von Beisler (* 21. März 1790 in Bensheim (damals Kurmainz); † 15. Oktober 1859 in München) war ein deutscher Verwaltungsjurist im Königreich Bayern. Als liberaler und antiklerikaler Rheinländer hatte er bei den konservativen Altbayern einen schweren Stand.<ref name="ADB"/>

Leben

Beisler trat 1807 in die Bayerische Armee ein. In Frankfurt am Main war er Verbindungsmann zwischen der bayerischen Gesandtschaft und dem Militärausschuss des Bundestages (Deutscher Bund). Für den bayerischen Gesandten Adam von Aretin erstellte er ein Gutachten zur Lage Bayerns nach den Karlsbader Beschlüssen.<ref>Betrachtungen über Staatsverfassung und Kriegswesen (1822)</ref> Er wechselte 1821 aus dem Militärdienst in die innere Verwaltung des Königreichs und kam ab 1823 als Regierungsrat nach Ansbach, Passau, Augsburg und Regensburg. 1833 wurde er Regierungspräsident in Niederbayern.<ref name="ADB"/>

Indem er sich für die verfassungsmäßigen Rechte der Protestanten einsetzte, geriet er in Auseinandersetzungen mit Heinrich von Hofstätter. Der Innenminister Karl von Abel stand zum Bischof von Passau und stellte Beisler durch Ernennung zum Präsidenten des Kgl. Bayerischen Obersten Rechnungshofes ins Abseits. Wegen seines liberalen Rufes wurde v. Beisler 1847 im Ministerium Wallerstein Verweser des Justizministeriums. Nach der Thronbesteigung von Maximilian II. Joseph war er kurzzeitig Kultusminister.

Für den 3. Wahlkreis Oberbayern in Erding kam v. Beisler am 29. Mai 1848 als Abgeordneter in die Frankfurter Nationalversammlung (Fraktion: Café Milani).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Abgeordnete nach Fraktionen (Memento vom 27. März 2016 im Internet Archive) im Bundesarchiv.</ref> Dort vertrat er den Föderalismus und die großdeutsche Richtung. Noch 1848 zum bayerischen Innenminister ernannt, sperrte er sich gegen die Einführung der Paulskirchenverfassung. Dadurch in Konflikt mit der Kammer der Abgeordneten (Bayern) geraten, zog er sich aus der bayerischen Politik zurück.<ref name="ADB">Karl Otmar Frhr. v. Aretin (ADB)</ref> Aus der Nationalversammlung schied er am 7. Mai 1849 aus.

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Familie

Beislers Vater war der Kurmainzische Vogt in Bensheim Jakob Anton Beisler. Die Mutter war Catharina Franziska Beisler (geb. Schaidel), die der Vater am 16.10.1783 in Bensheim geehelicht hatte. Hermann Beisler selbst heiratete am 22.4.1822 Theresia Canisius (* 1.8.1794 in Nordenbeck; † 15.6.1849 in München). Nachkommen sind:

Hermann Beisler starb 1859 im Alter von 69 Jahren in München.

Grabstätte

Datei:Grab-Hermann-Beisler-Alter-Suedl-Friedhof-Muenchen-ML-88-89-GF-3.jpg
Grab von Hermann Beisler auf dem Alten Südlichen Friedhof in München

Die Grabstätte von Hermann Beisler befindet sich auf dem Alten Südlichen Friedhof in München (Mauer Links Platz 88/89 bei Gräberfeld 3, Standort

 {{#coordinates:48,129866666667|11,566580555556|
   |dim=
   |globe=
   |name=Grab von Hermann Beisler
   |region=DE-BY
   |type=landmark
  }}).<ref>Schiermeier/Scheungraber, Alter Südlicher Friedhof in München, Übersichtsplan, 2008, ISBN  978-3-9811425-6-3 Titel auf Verlagsseite</ref>

In dem Grab liegen auch seine Frau Franziska Beisler, sowie seine Kinder Marie, Anna, Hermann sowie einige weitere direkte und angeheiratete Nachkommen<ref>Reiner Kaltenegger, Gräber des Alten Südfriedhofs München - Inschriften · Biographien , 1. Auflage 2019, PDF-Ausgabe, S. 159.</ref>.

Isaria

Als Präsident des Rechnungshofes trug v. Beisler dazu bei, dass das Corps Isaria II – seit 8. August 1844 wie Isaria I als Sezession aus der Bavaria bestehend – nach mindestens sechs vergeblichen Gesuchen am 2. Mai 1847 königlich sanktioniert wurde. Wie in den Kösener Corpslisten unter 1847 korrekt eingetragen, wurde er dafür Isarias Ehrenphilister und Bandträger.<ref name="HvB">Hermann v. Beisler sen. – KCL 1960, 109, 310</ref><ref>Der Ehrenphilister war nach bayerischem Brauch kein Ehrenmitglied, sondern ein ehrenhalber aufgenommener Nichtkorporierter.</ref> Beislers gleichnamiger (nicht geadelter) Sohn war vor ihm aktiv geworden.<ref>Hermann Beisler jun. – KCL 1960, 109, 301</ref>

Auf ihren Antrag vom 21. Mai 1871 genehmigte der SC zu München der Isaria die Rückdatierung auf das Stiftungsdatum ihrer Vorgängerin. So konnte Isaria am 13. Juli 1871 statt des 27. das 50. Stiftungsfest feiern.

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Ehrungen

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein