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The Temptations

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The Temptations
Datei:The Temptations, 1991 by Zoran Veselinovic.jpg
The Temptations (1991)

The Temptations (1991)

Allgemeine Informationen
Herkunft Detroit, USA
Genre(s) Soul
Aktive Jahre ab 1960
Auflösung
Website www.temptationsofficial.com
Gründungsmitglieder
Tenor
Paul Williams
Tenor
Otis Williams
Tenor
Elbridge „Al“ Bryant
Leadtenor/Falsett
Eddie Kendricks
Bass
Melvin Franklin
Aktuelle Besetzung
Tenor
Otis Williams (ab 1960)
Lead Tenor/Falsett
Ron Tyson (ab 1983)
Tenor
Terry Weeks (ab 1997)
Bass
Jawan M.Jackson (ab 2022)
Tenor
Anthony Grant (ab 2021)
Ehemalige Mitglieder
Tenor
Elbridge „Al“ Bryant(1960–1963)
Bass
Melvin Franklin(1960–1994)
Leadtenor/Falsett
Eddie Kendricks(1960–1971, 1982)
Tenor
Paul Williams(1960–1971)
David Ruffin(1964–1968, 1982)
Leadsänger
Dennis Edwards(1968–1977, 1980–1984, 1987–1989)
Ricky Owens † (1971)
Richard Street † (1971–1992)
Damon Harris † (1971–1975)
Glenn Leonard (1975–1983)
Louis Price (1977–1980)
Ali-Ollie Woodson(1984–1987, 1989–1997, 2002)
Theo Peoples (1992–1998)
Ray Davis † (1994–1995)
Harry McGilberry † (1995–2003)
Barrington „Bo“ Henderson (1998–2003)
G. C. Cameron (2003–2007)
Joe Herndon (2003–2015)
Willi Green (2016–2022)
Bruce Williamson † (2007–2015)

The Temptations ist eine 1960 in Detroit gegründete, mehrfach mit dem Grammy ausgezeichnete afroamerikanische Gesangsband, deren Mitglieder zu den erfolgreichsten und stilbildendsten Soul-Künstlern gehören.<ref>Ergebnisse. Abgerufen am 24. August 2024.</ref> Sie prägten die Erfolgsgeschichte des legendären Plattenlabels Motown und waren deren erste Künstler, die einen Grammy gewinnen konnten.<ref>tagesschau.de: Internationale Nachrichten aus aller Welt. Abgerufen am 24. August 2024.</ref> Mit den Liedern My Girl (1965), I Can’t Get Next to You (1969), Just My Imagination (Running Away with Me) (1971) und Papa Was a Rollin’ Stone (1972) gelangen ihnen vier Nummer-eins-Hits in den USA. Zahllose Male wurden die Temptations ausgezeichnet und geehrt, so 1989 mit der Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame und 2013 für das Lebenswerk bei den Grammys.<ref>Breaking Music News & Events | GRAMMY.com. Abgerufen am 24. August 2024.</ref>

Auch mehr als 60 Jahre nach ihrer Gründung ist die Gruppe mit einem Originalmitglied, Otis Williams, noch aktiv. Am 30. Oktober 2022 traten The Temptations, mit Otis Williams an seinem 81. Geburtstag, im Berliner Admiralspalast auf.

Geschichte

Datei:The Temptations Bern 2000.jpeg
The Temptations am Gurtenfestival 2000 (Bern/Schweiz)

Gegründet wurden die Temptations 1960 in Detroit (Michigan) als Vokalquintett.

Zu den Gründungsmitgliedern gehörten:

  • Paul Williams (Tenor), (* 2. Juli 1939, † 17. August 1973) (1960–1971)
  • Otis Williams (eigentl. Otis Miles) (Tenor), (* 30. Oktober 1941) (1960 bis heute)
  • Elbridge „Al“ Bryant (Tenor), (* 28. September 1939, † 26. Oktober 1975) (1960–1963)
  • Eddie Kendricks (Leadtenor/Falsett), (* 17. Dezember 1939, † 5. Oktober 1992) (1960–1971 und 1982)
  • Melvin Franklin (eigentlich David English) (Bass), (* 12. Oktober 1942, † 23. Februar 1995) (1960–1994)

Ende 1963 wurde Elbridge Bryant aus der Gruppe „geworfen“ und durch David Ruffin ersetzt. Mit Hilfe des Produzenten und Songschreibers Smokey Robinson, selbst ein Motown-Star, gelang den Temptations eine Serie von Hits wie The Way You Do the Things You Do (1964), My Girl (1964/65), Ain’t Too Proud to Beg, Beauty Is Only Skin Deep, (I Know) I’m Losing You (1966), You’re My Everything (1967) und I Wish It Would Rain (1968).<ref>Joel Whitburn: Top R&B Singles 1942–1995, 1996, Seiten 437–8, ISBN 0-89820-115-2</ref>

Zwischen 1965 und 1969 standen die Temptations mit zehn Alben in Folge auf Platz eins der US-amerikanischen R&B-Charts. Insgesamt erreichten sie dort 17 Mal die Spitze. Bis weit in die 1990er Jahre wurden die Temptations als erfolgreichste R&B-Künstler weltweit geführt.<ref>Joel Whitburn: Top R&B Albums 1965–1998, 1999, Seiten 202–3, ISBN 0-89820-115-2</ref>

Berry Gordy, der Gründer von Motown Records, ließ einige seiner größten Stars ihre Hits in verschiedenen Sprachen für den europäischen Markt aufnehmen. So gibt es Lieder auf Deutsch, Spanisch, Französisch und Italienisch. Von den Temptations kam 1965 die Single Mein Girl (My Girl) mit der Rückseite Blue Bird auf Deutsch heraus, auf Italienisch hieß My Girl Solamente Lei.<ref>Doppel-CD: Motown around the world: the classic singles</ref><ref>3 CD-Box The Temptations 50th Anniversary: The Singles Collection 1961–1971 (Motown 2011)</ref>

Ende der 1960er Jahre bis Anfang der 1970er Jahre machte die Band, deren Stil an den der Gruppe The Drifters erinnerte, einige personelle wie auch stilistische Änderungen durch. 1968 kam für Ruffin Dennis Edwards, und der Produzent Norman Whitfield veränderte zeitgemäß den Sound vom eingängigen Soul-Pop zur Mischung aus psychedelisch Funkelementen, Soul-Rock und sozialkritisch inspirierten Texten. Mit I Can’t Get Next To You (1970), Just My Imagination (Running Away with Me) (1971) und Papa Was a Rollin’ Stone (1972) landeten die Temptations weitere große Hits.

1971 verließen mit Paul Williams, der sich 1973 das Leben nahm, und Eddie Kendricks zwei der wichtigsten und bekanntesten Mitglieder die Temptations. Während Williams’ Solo-Pläne sich vor seinem Tod nicht mehr konkretisierten, gelangen Kendricks einige Erfolge. Die Temptations wiederum setzen ihren Weg bis 1975 und ihrem letzten Nummer-eins-Album A Song for You konsequent fort. Danach riss die Erfolgsserie ab und im Zuge neuer populärer Stile wie dem Phillysound oder der Disco-Welle konnten die Temptations nur noch mit mittleren bis kleineren Hits aufwarten. Nach 1975 gelang den Temptations nie wieder der Sprung unter die Top 40 der US-Charts, dafür hatten sie weiter Erfolg in den R&B-Charts. Mit Power (1980), Treat Her Like a Lady (1984) und Lady Soul (1986) gelangen hier auch in späteren Jahren noch Hits.

Das Gründungsmitglied Otis Williams hat zusammen mit Patricia Romanowski im Jahre 1988 die Geschichte der Temptations verfasst und als Buch herausgegeben. Dieses Buch war zehn Jahre später auch die Basis für einen zweiteiligen Film im US-amerikanischen Fernsehen.<ref>Charles Malik Whitfield, D. B. Woodside, Terron Brooks: The Temptations. De Passe Entertainment, Hallmark Entertainment, 1. November 1998, abgerufen am 24. August 2024.</ref> Im September 2017 feierte außerdem das Musical Aint Too Proud: The Life and Times of the Temptations, basierend auf den Memoiren von Otis Williams, im kalifornischen Berkeley Repertory Theater Premiere.<ref>Alan Henry: Review Roundup: AIN'T TOO PROUD - The Temptations Musical - at Berkeley Repertory Theatre. Abgerufen am 24. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

1999 wurden die Temptations in die Vocal Group Hall of Fame aufgenommen, und im Jahr 2002 bezeichnete Prince Just My Imagination (Running Away with Me) als einen von 55 Songs, die ihn musikalisch inspiriert haben. Der Rolling Stone listete The Temptations auf Rang 68 der 100 größten Musiker aller Zeiten.<ref>100 Greatest Artists of All Time. Rolling Stone, 2. Dezember 2010, abgerufen am 3. Februar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Unter der Leitung von Otis Williams, mit Ron Tyson, Terry Weeks, Tony Grant und Jawan M. Jackson war die Gruppe im Oktober 2022 zusammen mit den Four Tops auf Deutschlandtournee.

Diskografie

Vorlage:Eingebundene Diskografie

Literatur

  • Otis Williams, Patricia Romanowski, Patricia Romanowski Bashe: Temptations. ISBN 0-399-13313-5.
  • Jay Warner: The Billboard Book Of American Singing Groups. A History 1940–1990. Billboard Books, New York City 1992, S. 461–465.
  • Siegfried Schmidt-Joos, Barry Graves: Rock-Lexikon. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1973, 2. Auflage 1975, Neudruck 1978, ISBN 3-499-16177-X, S. 348–350.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein