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Ceftazidim

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Strukturformel
Strukturformel von Ceftazidim
Allgemeines
Freiname Ceftazidim
Andere Namen

(6R,7R,Z)-7-(2-(2-Aminothiazol-4-yl)-2-(2-carboxypropan-2-yloxyimino)acetamido)-8-oxo-3-(pyridinium-1-ylmethyl)-5-thia-1-aza-bicyclo[4.2.0]oct-2-en-2-carboxylat

Summenformel C22H22N6O7S2
Kurzbeschreibung

weißes Pulver<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 276-715-9
ECHA-InfoCard 100.069.720
PubChem 5481173
ChemSpider 4587145
DrugBank DB00438
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Arzneistoffangaben
ATC-Code

J01DD02

Eigenschaften
Molare Masse 546,58 g·mol−1
Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="tci">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check bei TCI EuropeVorlage:Abrufdatum</ref>
Datei:GHS-pictogram-silhouete.svg

Gefahr

H- und P-Sätze H: 334​‐​317
P: 261​‐​272​‐​285​‐​280​‐​304+341​‐​302+352​‐​333+313​‐​363​‐​342+311​‐​501<ref name="tci" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Ceftazidim ist ein zu den Cephalosporinen der dritten Generation gehörendes Antibiotikum. Es hat eine hohe Aktivität gegen die meisten gramnegativen Bakterien einschließlich Pseudomonas aeruginosa.

Wirkspektrum

Ceftazidim weist ähnlich wie Cefotaxim ein breites Wirkungsspektrum gegen gramnegative Bakterien auf, im Unterschied zu diesem auch gegen Pseudomonas aeruginosa und den Erreger der seltenen Tropenkrankheit Melioidose, Burkholderia pseudomallei.<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Im grampositiven Bereich wirkt Ceftazidim schwächer als Cefotaxim, beispielsweise nur mäßig auf Streptokokken und schwach auf Staphylokokken. Unwirksam ist es bei MRSA und ESBL.<ref name="Ackermann"></ref>

Die Kombination mit dem β-Lactamase-Inhibitor Avibactam kann das Spektrum auf resistente Keime erweitern, indem es die von diesen Bakterien gebildete β-Lactamase blockiert.

Indikationen

Ceftazidim sollte vorwiegend zur Behandlung vermuteter oder nachgewiesener Infektionen durch Pseudomonas aeruginosa eingesetzt werden.<ref name="Ackermann" /> Eine Zulassung besteht für folgende Infektionen, wenn diese schwer und durch Ceftazidim-empfindliche Erreger verursacht sind: Atemwegsinfektionen, Harnwegsinfektionen, Haut- und Weichgewebsinfektionen, Infektionen der Geschlechtsorgane, des Bauchraums, der Knochen und Gelenke und als Folge von Hämo- oder Peritonealdialyse.<ref name="Fachinfo"></ref>

Applikation

Ceftazidim wird in der Regel als intravenöse Infusion parenteral verabreicht. Daneben ist es für die intramuskuläre und intravenöse Injektion zugelassen.<ref name="Fachinfo" />

Pharmakokinetik

Ceftazidim wird nach oraler Gabe praktisch nicht resorbiert. Es hat nach parenteraler Verabreichung eine biologische Halbwertszeit von etwa 2 Stunden.<ref>Mutschler, Arzneimittelwirkungen, 9. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 2008, ISBN 978-3-8047-1952-1.</ref> Im Serum liegt es zu etwa 10 Prozent an Eiweiß gebunden vor, in den meisten Geweben erreicht es Konzentrationen, die über den typischen minimalen Hemmkonzentrationen empfindlicher Erreger liegen. Die Ausscheidung erfolgt fast vollständig durch glomeruläre Filtration über die Nieren, die Dosis muss daher bei Niereninsuffizienz angepasst werden. Eine Metabolisierung in der Leber erfolgt nicht.<ref name="Fachinfo" />

Nebenwirkungen

Allergische Reaktionen sind viel seltener als bei Penicillinen. Ebenfalls eher selten treten Blutbildveränderungen wie Thrombozytopenie, Leukopenie oder Eosinophilie auf.<ref name="Ackermann" /> Weitere Nebenwirkungen sind unter anderem durch die Schädigung der physiologischen Bakterienflora bedingt, z. B. Candida-Infektionen im Bereich der Vagina und des Mundes sowie Durchfall.<ref name="Fachinfo" />

Handelsnamen

  • Fortum (D), Fortam (CH), mehrere Generika.

Einzelnachweise

<references />

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