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Wissower Klinken

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Datei:Wissower Klinken April 2004.jpg
Wissower Klinken im April 2004
Datei:Wissower Klinken August 2005.jpg
Wissower Klinken nach dem Abbruch, August 2005
Datei:Caspar David Friedrich's Chalk Cliffs on Rügen.jpg
Kreidefelsen der Stubbenkammer im Gemälde C. D. Friedrichs, 1818
Datei:Die Wissower Klinken.jpg
Im Rahmen der 30 Geotope-Initiative erzeugte Drohnenaufnahme der Wissower Klinken im Jahr 2021

Die Wissower Klinken waren eine Kreideformation im Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen und lange Zeit einer der attraktivsten touristischen Punkte der Insel.

Erosion

Am 24. Februar 2005 rutschten die beiden erodierten bis zu 20 Meter hohen Hauptzinnen ins Meer. Dabei wurden etwa 50.000 Kubikmeter Kreide in die Ostsee gerissen und ließen von der ursprünglichen Formation nur noch wenig übrig. Ursache war neben der Meeresbrandung, die ständig die Küstenlinien formt, der Druck von eiszeitlichen Ablagerungen aus dem Landesinneren. Gefrorenes Niederschlagswasser sprengte dann nach Einsetzen von Tauwetter die Felsmassen ab. Der Abbruch war erwartet worden, nachdem ein Jahr zuvor sechs Risse entdeckt worden waren. Einer dieser Risse hatte sich einige Zeit vorher verbreitert und etwa 1000 Kubikmeter Kreide stürzten bereits eine Woche vor dem großen Abbruch ins Meer.<ref>Ostsee-Zeitung, Ausgabe vom 25. Februar 2005, Lokalseite für Jasmund und Sassnitz.</ref> Am Abend des 27. Juli 2010 kam es erneut zu einem heftigen Kreideabbruch, bei dem etwa 150 Tonnen Erdreich auf den Strand stürzten.<ref>Kreideabbruch auf Rügen: Bisher keine Vermissten. Ostsee-Zeitung, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 11. Februar 2013; abgerufen am 29. Juli 2012.</ref>

Der Ort ist für Wanderer am besten auf den Hochuferweg Jasmund durch die Buchenwälder von Jasmund, seit 2011 UNESCO-Welterbe, zu erreichen (etwa 2 km vom östlichen Stadtrand von Sassnitz).<ref>Rolf Goetz: Rügen mit Hiddensee und Fischland-Darß-Zingst. Bergverlag Rother, München 2024, S. 134, ISBN 978-3-7633-4678-3</ref>

Sonstiges

Häufig wurde fälschlicherweise angenommen, die Wissower Klinken seien Vorlage des Gemäldes Kreidefelsen auf Rügen von Caspar David Friedrich gewesen. Sie existierten zum Zeitpunkt der Entstehung des Gemäldes aber noch nicht, sondern entstanden erst später erosionsbedingt.

Der Name Klinken stammt vom slawischen klinŭ für ‚Winkel‘ oder ‚Keil‘ ab und bezieht sich auf das Aussehen der Gebilde.<ref>Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 46, 1881, ISSN 0259-7772, S. 3–168, hier S. 70, online.</ref>

Die Wissower Klinken sind das dritte im Rahmen der 30 Geotope³-Initiative der DGGV präsentierte 3D-Modell.<ref>Rügen, Kreideküste (Mecklenburg-Vorpommern). 15. April 2021, abgerufen am 16. April 2021.</ref>

In der Nähe

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Wissower Klinken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 54° 32′ 8″ N, 13° 40′ 42″ O

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