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Jean-Baptiste Carnoy

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Jean-Baptiste Carnoy

Jean-Baptiste Carnoy (* 11. Januar<ref>New Advent: Catholic Encyclopedia – Jean-Baptiste Carnoy. In: newadvent.org. Abgerufen am 15. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> oder 22. Januar<ref name="CE">The Catholic Encyclopedia: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Jean-Baptiste Carnoy (Memento vom 29. September 2015 im Internet Archive) (englisch)</ref><ref>Gilson, G (1900): Éloge funèbre de J. B. Carnoy. La Cellule, Recueil de Cytologie et d'Histologie 17: I–XXIV. Digitalisat</ref> 1836 in Rumillies bei Tournai (Belgien); † 6. September 1899 in Schuls (Schweiz)) war ein belgischer römisch-katholischer Priester und Zellbiologe.

Nach dem Studium der Naturwissenschaften und einer Dissertation auf diesem Gebiet ging Carnoy nach Bonn, Leipzig, Berlin und Wien.<ref name="CE" /> In Bonn arbeitete er mit Johannes von Hanstein zusammen.<ref name="CE" /> Danach wurde er nach Rom geschickt, um dort die Diözese von Tournai zu vertreten. Dort arbeitete er unter anderem mit Francesco Castracane degli Antelminelli (1817–1899) auf naturwissenschaftlichem Gebiet zusammen.<ref name="CE" /> Nach seiner Zurückberufung nach Belgien im Jahre 1868 sollte er an der Universität Löwen einen Kurs in Allgemeiner Biologie begründen. Finanzielle Schwierigkeiten an der Universität hinderten Carnoy jedoch zunächst daran, diesen Plan in die Tat umzusetzen.<ref name="CE" /> Er wurde stattdessen Vikar in Celles bei Tournai. 1876 wurde Carnoy erneut an die Universität Löwen berufen, wo er zunächst praktische Mikroskopie unterrichtete und 1879 sein „Manuel de microscopie“ veröffentlichte.<ref name="CE" /> Später gründete Carnoy eine Schule für Zellbiologie an der Universität Löwen, die erste ihrer Art weltweit.<ref name="CE" /> Seit 1884 gab er die Zeitschrift „La Cellule“ heraus.

Carnoy beschäftigte sich unter anderem mit der wahren Natur von Membranen aus damals so genannten „albuminoiden Substanzen“ (Proteinen).<ref name="CE" /> Das heute noch häufig verwendete Fixiergemisch nach Carnoy wurde von ihm entwickelt.<ref>Carnoy, JB (1886): Les globules polaires de l'Ascaris clavata. La Cellule, Recueil de Cytologie et d'Histologie 3: 247–324. Digitalisat</ref> Es besteht aus Ethanol, Chloroform und Essigsäure im Volumenverhältnis von 6:3:1.<ref>Nicole Wuscher: Carnoy <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />(französisch) (Memento des Vorlage:IconExternal vom 11. Juni 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.md.ucl.ac.be</ref>

Zu Carnoys Schülern gehört der von ihm vor allem auf dem Gebiet der Zellbiologie beeinflusste belgische Anatom, Neurologe und Neuropathologe Arthur van Gehuchten (1861–1914).<ref>Reinhard Hildebrand: Gehuchten, Arthur van. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 466.</ref>

Wichtige Werke

  • Manuel de microscopie à l'usage des élèves qui fréquentent l'Institut micrographique, Louvain, Peeters, 1879, 218 p.
  • La biologie cellulaire, Lierre, Van In, 1884, 306 p.

Einzelnachweise

<references />

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