Eld
| Eld | ||||
|---|---|---|---|---|
| Studioalbum von Enslaved | ||||
|
Veröffent- |
1997 | |||
|
Aufnahme |
Winter 1996/1997 | |||
|
Osmose Productions, Morbid Noizz Productions | ||||
|
Format(e) |
CD, Doppel-LP, MC | |||
|
Titel (Anzahl) |
7 | |||
|
58:41 | ||||
|
Besetzung |
| |||
|
Enslaved, Pytten | ||||
|
Studio(s) |
||||
| ||||
Eld ist das dritte Studioalbum der norwegischen Viking-Metal-Band Enslaved. Es erschien 1997 bei Osmose Productions auf CD und Doppel-LP und bei Morbid Noizz Productions auf Kassette. Neben mehreren Wiederveröffentlichungen erschien es 2009 als Teil einer von Viva Hate Records veröffentlichten Holzbox zusammen mit der Demoaufnahme Yggdrasill und den Alben Frost, Blodhemn, Mardraum: Beyond the Within, Monumension und Below the Lights<ref>News. Enslaved, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 16. Januar 2010; abgerufen am 20. April 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Enslaved: Enslaved Wooden Box unleashed! Myspace, 27. Januar 2010, abgerufen am 20. April 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>.
Entstehung
Die Lieder entstanden im Zeitraum von 1993 bis 1996. Eld wurde im Winter 1996/1997 im Grieghallen-Studio aufgenommen. Toningenieure waren J. Traeen und Pytten, letzterer produzierte das Album zusammen mit Enslaved. Bearbeitet und mit Samples versehen wurde es bei Traeen Turbo Sound.
Titelliste
- 793 (slaget om Lindisfarne) – 16:10 (Text: Kjellson; Musik: Bjørnson)
- Hordalendingen – 05:19 (Text: Kjellson; Musik: Bjørnson)
- Alfablot – 06:33 (Text: Kjellson; Musik: Bjørnson)
- Kvasirs blod – 07:51 (Text: Kjellson; Musik: Kjellson, Bjørnson)
- For lenge siden – 08:08 (Text: Kjellson; Musik: Bjørnson)
- Glemt – 08:04 (Text und Musik: Bjørnson)
- Eld – 06:36 (Text: Kjellson; Musik: Kjellson, Bjørnson)
Musikstil und Texte
Eld war laut Ivar Bjørnson „[m]usikalisch […] ein großer Schritt hin zu einem eigenen Stil“.<ref>Björn Thorsten Jaschinski: Enslaved. In: Legacy. Nr. 8 (web.archive.org [abgerufen am 24. August 2021]).</ref> Um diese Zeit begannen er und andere Mitglieder der Band, sich mit Musik der 1970er-Jahre zu beschäftigen.<ref>Enslaved, 15. Januar 2007, abgerufen am 12. April 2013.</ref> Das Album enthält laut Eduardo Rivadavia von Allmusic „alle klassischen Enslaved-Markenzeichen: Wikingerthemen, rasiermesserscharfe Gitarren, Blastbeat-Schlagzeug, und ein Ohr für Orchestrierung, das in komplexen Strukturen, freigiebigen Harmonien und Taktwechseln resultiert“.<ref name="allmusic">Eduardo Rivadavia: Eld – Enslaved. Allmusic, abgerufen am 25. März 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Band verbindet „harsches Riffing mit einem feinen Gefühl für zugrunde liegende Melodie, und treibende, oft wütende Rhythmen werden organischer und mit etwas mehr Komplexität als früher arrangiert“, und sie setzt klaren Gesang ein.<ref name="coc">Steve Hoeltzel: Enslaved – Eld. Chronicles of Chaos, 13. Mai 1997, abgerufen am 25. März 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Nachdem Hordanes Land laut Bjørnson „reine Fantasy“ war und die Band sich danach damit beschäftigte, Geschichte nachzuerzählen, begann sie mit Eld, „diese Motive nach innen zu kehren, auf uns, auf unser heutiges Leben zu beziehen“.<ref>Robert Müller: Enslaved. Traumkrieger. In: Metal Hammer, Oktober 2008, S. 97.</ref> Die Texte sind im Beiheft auf Norwegisch und in englischer Übersetzung abgedruckt.
Rezeption
Robert Müller vom Metal Hammer zufolge brauchte Eld höflich ausgedrückt „etwas länger, um zu gefallen – vor allem, weil die Songs etwas länger waren, als die Black Metal cum Wikingerchöre-Strukturen ästhetisch hergaben“.<ref>Robert Müller: Enslaved. Blodhemn. In: Metal Hammer, Dezember 1998, S. 74.</ref> Bjørnson bezeichnete es als „unser vielleicht mysteriösestes Album: Wie das wahrgenommen wurde und heute wahrgenommen wird, spricht Bände darüber, wie viel man auf erste Reaktionen geben sollte“.<ref>Robert Müller: Enslaved. Traumkrieger. In: Metal Hammer, Oktober 2008, S. 96.</ref>
Rivadavia bezeichnete Enslaved als die von allen Bands, die von Bathorys Viking Metal inspiriert wurden, der Botschaft treueste. 793 (slaget om Lindisfarne) sei eine grandiose Eröffnungssuite, auf die Quorthon von Bathory stolz gewesen wäre; die übrigen Stücke seien jedoch nur in einzelnen Momenten großartig, und das Album ein würdiger Teil der Sammlung ernsthafter Enslaved-Anhänger, für gelegentliche Hörer aber nicht unverzichtbar.<ref name="allmusic" /> Laut Hoeltzel von Chronicles of Chaos setzte die Band „wirklich mitreißenden ‚klaren‘ Gesang mit hoher Effektivität“ ein, womit sie einem bereits leidenschaftlichen Klang viel mehr die Gefühle ansprechende Textur hinzufüge. Wenn Grutle lerne, diese Passage mit derselben Kraft wie seinen harschen Gesang zu intonieren, würden einige dieser ohnehin großartigen Passagen „wirklich majestätisch“ klingen. Eld sei eine großartige Scheibe einer Band mit eigenem Klang.<ref name="coc" /> Der Seite Norsk Svart Metall – A History of Norwegian Black Metal zufolge kam die wahre Essenz von Enslaved mit Eld zum Vorschein.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />A History Of Norwegian Black Metal ( vom 4. Juli 2012 im Internet Archive), abgerufen am 12. April 2013.</ref>
Einzelnachweise
<references />