Zum Inhalt springen

Thermokauter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 25. August 2024 um 14:35 Uhr durch imported>Invisigoth67 (typo).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
<templatestyles src="Bilderwunsch/styles.css" />
Die Wikipedia wünscht sich an dieser Stelle ein Bild.

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.

Ein Thermokauter ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) „warm“ und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)brennen“) ist ein in der Medizin verwendetes chirurgisches Instrument zur gezielten Zerstörung von Gewebe.

Die als Kauterisation bezeichnete gezielte Zerstörung von Gewebe dient einer schnellen Blutstillung. Sie findet daher u. a. Anwendung bei Operationen am männlichen Glied, etwa bei der Beschneidung. Historisch erfolgte die Erhitzung des metallischen Operationsinstruments zunächst im Feuer. Eine historisch häufige Bauform stellt der 1876 von Claude André Paquelin (1836–1905) eingeführte<ref>Paul Diepgen, Heinz Goerke: Aschoff/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin. 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 43.</ref> gasbetriebene Paquelin-Brenner (oder Paquelinscher Thermokauter) dar, der eine mit fein verteiltem Platin gefüllte hohle Platinspitze zum Glühen bringt. Elektrisch erhitzte Kauter bezeichnet man auch als Galvanokauter oder moderner als Elektrokauter.

Elektrokauter kommen bei ophthalmochirurgischen Eingriffen zum Einsatz, bspw. bei Schieloperationen. Hier sorgen sie für einen schnellen Wundverschluss in stark durchbluteten Gebieten, wie zum Beispiel den Muskelinsertionen der vertikalen Obliqui, denen die Vortexvenen direkt benachbart sind. Zudem werden sie in bestimmten Fällen beim Durchtrennen von Muskelgewebe und Sehnen verwendet. Auch beim sogenannten Limbusschnitt lassen sich mit einer vorsichtigen Kauterisierung die Gefäße schonend verschließen.<ref>Margret Liehn, Lutz Steinmüller, J.R. Döhler: Op-Handbuch: Grundlagen, Instrumentarium, OP-Ablauf. ISBN 978-3-642-16845-1</ref><ref>Wolf Dieter Schäfer: Schieloperationen. Springer Verlag 1976, doi:10.1007/978-3-642-66413-7_28, ISBN 978-3-540-07782-4</ref>

Einen weiteren ophthalmologischen Einsatzbereich für den Elektrokauter stellt die Entfernung kleiner Lid- und Bindehauttumoren dar sowie der Verschluss des Tränenpünktchens bei pathologisch „trockenem Auge“.<ref>Franz Grehn: Augenheilkunde. 30. Auflage. Springer Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-540-75264-6, S. 123</ref>

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

<references />