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Godesberger Hof

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Datei:Godesberger Hof, Rüngsdorf, 11.2011 - panoramio.jpg
Godesberger Hof, Rheinseite (2011)
Datei:Bad Godesberg Godesberger Hof 1914.jpg
Godesberger Hof, Rheinseite (1914)

Der Godesberger Hof ist ein als Hotel entstandenes Gebäude in Rüngsdorf, einem Ortsteil des Bonner Stadtbezirks Bad Godesberg. Es liegt am Rheinufer (Von-Sandt-Ufer) südlich des Panoramaparks.

Geschichte

Das Hotel wurde 1895 im Stil der Gründerzeit erbaut und zunächst unter dem Namen „Kaiserkrone“ geführt.<ref name="Wenzel" /> Der Godesberger Hof galt neben dem Rheinhotel Dreesen und dem Hotel Königshof als bestgelegener und renommiertester Hotelbetrieb am Godesberger Rheinufer. Im September 1938 beherbergte der Godesberger Hof während der im Rheinhotel Dreesen stattfindenden Verhandlungen Adolf Hitlers mit Neville Chamberlain zur Sudetenkrise Journalisten aus aller Welt.<ref>Godesberger Hof. In: Godesberger Heimatblätter. Jahresheft des Vereins für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg. Heft 33, 1995, ISSN 0436-1024, S. 131–133.</ref> Nach Gründung der Alliierten Hohen Kommission 1949 wurde der Godesberger Hof beschlagnahmt und bis Juli 1950 nach Entwürfen von Eugen Blanck und Walter Kratz<ref>Werner Keyl: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hotel "Godesberger Hof", Bonn-Bad Godesberg (Memento des Vorlage:IconExternal vom 21. Mai 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nrw-architekturdatenbank.tu-dortmund.de, In: Bauen und Wohnen, 6. Jg., Heft 2, Otto-Maier-Verlag Ravensburg, 1951, 73–80.</ref> zum Gästehaus und Transithotel (inkl. hauseigenem Kino) für Angehörige der amerikanischen Hochkommission umgebaut, wobei das Gebäude seinen ursprünglichen Charakter verlor.

Nach der Wiederfreigabe 1954 war der Godesberger Hof – nunmehr im Eigentum des Bundes<ref>Dietrich von Leszczynski: Bad Godesberg: eine wirtschafts- und sozialgeographische Studie unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg, Köln 1966, S. 133</ref> – Dienstsitz des Bundesministeriums für Atomfragen, Vorläufer des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Als Überbleibsel des Hotelbetriebs verfügten die Dienstzimmer des Ministeriums weiterhin über ein Bad.<ref>Apolis bei Rhöndorf, Der Spiegel, 13. September 1961</ref> Anschließend war hier zeitweise das Bundesschatzministerium<ref>Wo Schafe weiden, Der Spiegel, 12. August 1968</ref> ansässig, danach bis zur Verlegung des Parlaments- und Regierungssitzes nach Berlin 1999 der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestags.<ref>Helmut Vogt: Wächter der Bonner Republik: Die Alliierten Hohen Kommissare 1949–1955, Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2004, ISBN 3-506-70139-8, S. 65, 103, 224.</ref><ref name="Wenzel" />

Von 2008 bis 2010 wurde das ein Hektar umfassende Grundstück in eine gehobene Wohnsiedlung umgewandelt. Dabei entstanden neun zusätzliche Einfamilienhäuser und Wohngebäude, der Godesberger Hof wurde zum Mehrfamilienhaus mit acht Wohneinheiten umgebaut. An den Standort des einstigen Hotelbetriebs erinnert eine von der Basteistraße ausgehende Stichstraße mit dem Namen Godesberger Hof.<ref name="Wenzel">Michael Wenzel: Kleine Geschichte(n) Bad Godesberger Botschaften, 2. Auflage 2011, S. 28.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 50° 41′ 18,8″ N, 7° 10′ 19,6″ O

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