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Otto von Hentig

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 5. Januar 2026 um 18:37 Uhr durch imported>Adelshaus (1901).
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Datei:VonHentig.jpg
Otto von Hentig 1918

Philipp Hermann Otto Hentig, seit 1901 von Hentig (* 15. August 1852 in Luckenwalde; † 24. Januar 1934 in Berlin-Charlottenburg) war ein deutscher Jurist und Politiker.

Herkunft

Seine Eltern waren der evangelische Postmeister Eduard Gottfried Hentig (1803–1872) und dessen Ehefrau Eleonore Voigt (1820–1887).

Leben

Nach dem Abitur am Joachimsthalschen Gymnasium in Berlin nahm Otto Hentig 1870 als Einjährig-Freiwilliger am Krieg gegen Frankreich bei der Ersten Mobilen Ersatzkompanie des Kaiser Franz Gardegrenadier-Regiments Nr. 2 teil. Er studierte Jura in Berlin, Heidelberg und Jena. 1879 legte er das große Juristische Staatsexamen als Kammergerichtsreferendar ab. Im selben Jahr trat Hentig als Assessor in die Kanzlei von Bismarcks Anwalt Carl-Friedrich Drews ein und übernahm sie nach dessen Tode. Die Vermögensverwaltung von Fürstenhäusern und die juristische Vertretung von Erfindern (Edison, Siemens, Linde, Brüder Mannesmann) machte ihn zu einem führenden Anwalt der 1880er und 1890er Jahre. 1893 bis 1898 verwaltete Hentig das fürstlich Fürstenbergische Vermögen der Donaueschinger Linie.

Datei:Hentig Otto von (2a).jpg
Grab auf dem Wilmersdorfer Waldfriedhof Stahnsdorf

Aufgrund seiner Beziehungen zu Ernst II. zu Hohenlohe-Langenburg wurde er 1900 zum Staatsminister im Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha ernannt. Sein Amtssitz war das Winterpalais in Gotha. Er leitete die für den Gothaer Teil des Herzogtums zuständige Ministerialabteilung und war verantwortlich für die Wirtschafts-, Justiz- und Gewerbepolitik sowie die Durchführung der Reichsgesetze. Belegt ist auch die Einweihung der Synagoge in Gotha 1904 in seinem Amt als Staatsminister<ref>Jan-Philipp Pomplun: Mitteilungen aus dem Verein zur Abwehr des Antisemitismus. Abgerufen am 10. Juni 2024.</ref>. 1905 trat er von diesem Amt zurück.

Hentig betätigte sich seitdem wirtschaftlich und sozialpolitisch in Industrie- und Bankkonzernen, so unter anderem bei Siemens, der Schantung-Eisenbahn und der Schantung-Bergbaugesellschaft, an deren Gründung er maßgeblich beteiligt gewesen war, sowie der Zentralstelle für Jugendfürsorge und dem Verein für das Deutschtum im Ausland.

1901 wurde Hentig durch Verleihung des Großkreuzes des Sachsen-Ernestinischen Hausordens in den erblichen Adelsstand erhoben.<ref>Anerkennung für Preußen 1910, vgl. A. Freiherr von Houwald: Brandenburg-Preußische Standeserhebungen und Gnadenakte für die Zeit 1873-1918. Görlitz 1939, S. 180.</ref> Hentig war 1891 Mitbegründer und danach Vorstandsmitglied der „Bauvereinigung Eigenhaus“ und damit einer der Gründerväter der Kolonie Karlshorst. Die Hentigstraße in Berlin-Karlshorst ist deshalb nach ihm benannt.<ref>Hentigstraße. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins (beim Kaupert)</ref>

Sein Grab befindet sich auf dem Wilmersdorfer Waldfriedhof Stahnsdorf.

Familie

Er heiratete 1885 in Berlin Maria Dankberg (1866–1943), eine Tochter des Töpfermeisters und Fabrikbesitzers Gustav Dankberg (1831–1866). Das Paar hatte drei Söhne und drei Töchter:

Literatur

Einzelnachweise

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Anton von Carlowitz | Dietrich von Stein | Georg Ferdinand von Lepel | Dietrich Carl August von Stein | Camillo von Seebach | Gisbert von Bonin | Otto von Hentig | Ernst von Richter | Hans Barthold von Bassewitz Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

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