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Sari-Hautkrebs

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Sari-Hautkrebs (englisch: saree cancer) ist eine Form von Hautkrebs, die entlang der Taillen von Frauen, welche einen Sari tragen, auftreten kann. Der Sari-Krebs wird durch die ständige Hautreizung verursacht, die auch zu Schuppenbildung oder Hypopigmentierung führen kann. Es handelt sich um eine seltene Krebserkrankung, die im Allgemeinen auf dem Indischen Subkontinent auftritt, wo der Sari als Alltagstracht der Frauen weit verbreitet ist.<ref name="TOI sari cancer">Kamini Mathai: Sari cancer poses threat to women: Doctors. In: Times of India. 30. Januar 2012, abgerufen am 18. November 2012 (englisch).</ref> Der Sari-Hautkrebs ähnelt in seiner Ätiologie dem Marjolin-Ulcus, indem er zu chronischen Entzündungen führt.

Ätiologie

Datei:பெண்.jpg
Ein um die Hüften geschlungener Sari. Im Hintergrund ein Mann mit Dhoti.

Der Sari ist eine verbreitete Tracht der Frauen auf dem Indischen Subkontinent. Es handelt sich dabei um einen ungefähr 5,5 m langen Streifen Tuch aus verschiedenen Materialien wie Baumwolle, Seide, Nylon oder sonstige Kunstfasern. Er wird mit einem Unterrock getragen, der mit einer dicken Baumwollkordel um die Taille gegürtet ist. Diese Kleidung wird meistens ein Leben lang getragen. Der Sari liegt dabei in einem feucht-heißen Klima tagsüber ständig eng an der Haut der Taille an, wobei die Haut oft mit Staub und Schweißrückständen verunreinigt und ungenügend gereinigt wird. Zusätzlich hautbelastend sind die bunten Farben, die in der Regel stark schwermetallhaltig sind. Dies führt zu einer Pigmentierung und milden Hautschuppungen an der Taille. Dies wiederum erzeugt eine chronische Reizung und graduelle Malignität der Taillenlinie.<ref name="JCDR article">S. Lal, Jayanta Bain, A. K.Singh, P. K. Shukla: Saree Cancer: The Malignant Changes in Chronic Irritation. In: Journal of Clinical and Diagnostic Research. Band 6, Nr. 4 (PDF).</ref><ref name="pmid22666941">G. D. Bakhshi, A. Borisa, M. B. Tayade: Waist cancer: report of two cases. In: Journal of the Indian Medical Association. Band 109, Nr. 11, 2011, S. 829, 831, PMID 22666941.</ref>

Symptomatik

Die häufigsten Symptome des Sari-Hautkrebses sind die ständige Hautreizung mit Schuppenbildung und Pigmentstörungen an der Taillenlinie; diese Symptome verfestigen sich und werden mit der Zeit chronisch. Es können offene, nicht heilende Ulcera, hypopigmentierte Hautflächen oder auch tumorartige Läsionen auftreten. Diese Läsionen können mit Absonderung von übelriechendem Sekret einhergehen.<ref name="JCDR article" />

Diagnose, Behandlung und Prävention

Zur Bestätigung der Diagnose ist eine Biopsie erforderlich. In vielen Fällen wird eine chirurgische Entfernung des Tumors mit anschließender Hauttransplantation als Mittel der Wahl angesehen.<ref name="JCDR article" /><ref name="TOI sari cancer" />

Eine veränderte Trageweise des Unterrocks kann dabei den Sari-Trägerinnen helfen, ein Auftreten der Krebserkrankung zu verhindern. Solche Maßnahmen können sein:

  • Lockern des Unterrocks,
  • Austausch des üblichen seilartigen Gürtels durch einen breiteren Gurt, der den Druck besser auf die Haut verteilt,
  • ständiges Anpassen der Straffung des Gürtels.<ref name="TOI sari cancer" />

Medizingeschichte

Datei:Five tamil women with Azhiyar dam in background.jpg
Der Sari ist eine Tracht, die von vielen Frauen ein Leben lang getragen wird.

1945 berichteten Khanolkar und Suryabai über eine neue Art von Hautkrebs mit hypopigmentierten, verdickten Narben, die ein verstärktes Potential für maligne Läsionen hatten. Sie nannten dies dhoti cancer, Dhoti-Krebs, was dem Sari-Hautkrebs nahekommt. Der Dhoti ist das traditionelle Beinkleid der indischen Männer, welches ebenfalls um die Taille geschlungen wird. Der Begriff saree cancer wurde zuerst von einer Gruppe Mediziner um A. S. Ptil vom Bombay Hospital in einer Publikation des Bombay Hospital Journals verwendet. Dermatologische Probleme der Taillenregion bei indischen Frauen, die den Sari tragen, waren bereits zuvor von anderen Forschern beschrieben worden. Dieser Typ Hautkrebs wird heute als Entsprechung der bösartigen Degeneration einer chronischen Wunde angesehen, wie sie 1828 von Jean-Nicolas Marjolin beschrieben wurde.<ref name="JCDR article" />

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />

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