Zum Inhalt springen

Kauber Zug

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 27. Februar 2026 um 09:55 Uhr durch imported>Sokrates 399 (Typografie.).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Geologische Strukturen des Rheinischen Schiefergebirges.jpg
Geologische Karte des Rheinischen Schiefergebirges

Der Kauber Zug ist ein Schieferzug innerhalb des Rheinischen Schiefergebirges, in dem die Schieferlagen horizontbildend in bauwürdiger Qualität auftreten.

Entstehung

Die ursprünglich waagerecht verlaufenden Schichten des Kauber Zuges sind innerhalb der Grauwackenschiefer- und Quarzablagerungen des Devons entstanden. Durch Faltungen und Überschiebungen sind Schichten mit einem Einfallen von 70° und mehr in südöstlicher Richtung entstanden.

Lage

Beginnend im Idarwald auf der linken Rheinseite kreuzt der Kauber Zug zwischen Bacharach und Oberwesel den Rhein, um sich auf der rechten Rheinseite in nordöstlicher Richtung über Kaub und Weisel bis nach Usingen fortzusetzen. Bei Kaub haben die Lagerstätten ihre größte Ausdehnung und stellen in ihrer Verwendbarkeit eine Spitzenstufe dar. Aus diesem Grund wurden sie namensgebend für den ganzen Zug.

Bergwerke

Auswahl an Bergwerken, die die Lager des Kauber Zuges abbauten:

Name Lage Betriebszeiten Betreibergesellschaft Bemerkung Bild

Kaub

Wilhelm-Erbstollen name=Wilhelm-Erbstollen|region=DE-RP|type=landmark}} 1837–1972 Gebr. Puricelli’sche Betriebsgesellschaft
Vereinigte Schieferwerke Schilling & Co.
Zusammenschluss von über 20 Gruben Datei:20120108 KaubPortalWilhelmErbstollen.JPG
Ernestine name=Ernestine|region=DE-RP|type=landmark}} seit 1899 zu Wilhelm-Erbstollen Datei:Kaub Grube Ernestine Schacht-01.JPG
Rennseiter name=Rennseiter|region=DE-RP|type=landmark}} 1883–1887
1920–1930
1935–?
zu Wilhelm-Erbstollen Datei:Kaub Rennseiterstollen (02).jpg
Viktoria name=Viktoria|region=DE-RP|type=landmark}} 1867 bis Ende 1950er Jahre Gewerkschaft Viktoriastollen
Gebr. Puricelli’sche Betriebsgesellschaft
Zusammenschluss von 9 Gruben Datei:Kaub Schieferbergwerk Viktoriastollen Gebaeude.JPG

Weisel

Kreuzberg-Wilhelmsberg name=Kreuzberg|region=DE-RP|type=landmark}} 1868–1980 Gewerkschaft Blücher konsolidiert mit Wilhelmsberg bei Wollmerschied.
Letzte Dachschiefergrube am Mittelrhein
Datei:Grube Kreuzberg Wilhelmsberg Weisel 001.jpg
Glückauf name=Glückauf|region=DE-RP|type=landmark}} um 1873–?
1950–1959
Vereinigte Schieferwerke Schilling & Co. konsolidiert mit Vogelsang. Vormals Eckert. Datei:2012 Weisel Grube Eckert Grube Glückauf Schiefer.JPG

Sauerthal

Heppenberg name=Heppenberg|region=DE-RP|type=landmark}} 1843–1866
? bis 1975
Rheinische Schieferbergwerke R.H. Wolff
Rheinisches Mineralmahlwerk R.H.Wolff
Gustav Grolman, Düsseldorf
ab 1952 nur noch Materialgewinnung für das 1929–30 gebaute Mahlwerk (Foto) abgerissen ca. 2007 Datei:Sauerthal Schiefermahlwerk Grube Heppenberg .JPG
Nordstern & Marcellus name=Nordstern|region=DE-RP|type=landmark}} 1861–1866
1920–1953
Datei:Sauerthal Dachschieferbergwerk Nordstern Marcellus.JPG
Wilhelmine name=Wilhelmine|region=DE-RP|type=landmark}} 1830–1866
1922–1954
Gewerkschaft Schiefergrube Wilhelmine Datei:Sauerthal Schiefergrube Wilhelmine.JPG
Hundsberg name=Hundsberg|region=DE-RP|type=landmark}} 1847–1865
1925–1929
Rheinische Schieferbergwerke R.H. Wolff Datei:Grube Hundsberg Sauerthal Schiefer.jpg

Nauroth

Rosit name=Rosit|region=DE-HE|type=landmark}} 1741–1964 heute Naturschutzgebiet
Meiers Hoffnung name=Meyers Hoffnung|region=DE-HE|type=landmark}}

Bacharach

Rhein name=Rhein|region=DE-RP|type=landmark}} seit 1889 Schieferwerk Bacharach GmbH Abbau von Dachschiefer bis 1965.
Seitdem Herstellung von Schiefermehl und Vertrieb von ausländischen Produkten
Datei:Grube Rhein Bacharach Schiefer 2013.jpg

Literatur

  • Fritz Isert Beschreibungen rheinland-pfälzischer Bergamtsbezirke Band 2: Beschreibung des Bergamtsbezirks Diez, Verlag Glückauf, Essen 1968, S. 177 ff.
  • Frank und Ralf Staudt Schieferbergbau um Kaub in: Bergbau im Rhein-Lahn-Kreis, Herausgeber: Kreisverwaltung Rhein-Lahn, 1994, S. 65 ff.

Siehe auch

Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten