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Microcitrus australasica

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Microcitrus australasica
Datei:Citrus australasica - Australian finger lime.jpg

Frucht von Microcitrus australasica mit den Kaviar ähnlichen Vesikeln.

Systematik
Ordnung: Seifenbaumartige (Sapindales)
Familie: Rautengewächse (Rutaceae)
Unterfamilie: Aurantioideae
Tribus: Citreae
Gattung: Microcitrus
Art: Microcitrus australasica
Wissenschaftlicher Name
Microcitrus australasica
(F.Muell.) Swingle

Microcitrus australasica, auch Australische Fingerlimette oder Fingerförmige Australische Limette,<ref name="zitrusgarten" /> Finger Lime, Fingerling,<ref>Finger Lime. Abgerufen am 1. Juli 2023.</ref> Limetten-Kaviar, Lime Caviar, Limepearls<ref name="FoodLexx" /> genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Microcitrus in der Familie der Rautengewächse (Rutaceae).

Beschreibung

Erscheinungsbild, Blatt und Bedornung

Microcitrus australasica wächst als Strauch oder Baum mit Wuchshöhen von bis zu 6 Metern.<ref name="FoNSW" /> Die jungen Pflanzen besitzen mehr oder weniger horizontal angeordnete, kantige Zweige mit sehr kurzen Internodien.<ref name="Swingle1915" />

Bei der Keimung verbleiben die Keimblätter (Kotyledonen) im Boden und die ersten Blätter sind zu Cataphyllen reduziert.<ref name="Swingle1915" /> Die Blätter sind wechselständig angeordnet.<ref name="Swingle1915" /> Es liegt Heterophyllie vor und die Blattspreiten sind immer einfach.<ref name="Swingle1915" /> Der Blattstiel ist 1 bis 3 mm lang.<ref name="FoNSW" /> An jungen Pflanzen sind die eiförmigen Laubblätter kürzer als die steifen, aufrechten Dornen.<ref name="Swingle1915" /> Der einzelne Dorn sitzt seitlich an der Knospe und ist bis zu 25 mm lang.<ref name="FoNSW" /> An älteren Pflanzen sind die relativ kleinen, relativ dicken Laubblätter bei einer Länge von 1,5 bis 4 cm und einer Breite von 1,2 bis 2,5 cm eiförmig, keilförmig oder fast rhombisch mit sehr stumpfem oder ausgerandetem oberem Ende.<ref name="Swingle1915" /> In der Flora of New South Wales Online werden die Blattspreiten bei einer Länge von 1 bis 5 cm und einer Breite von 3 bis 25 mm als verkehrt-eiförmig bis mehr oder weniger rhombisch mit gekerbtem oberem Ende und keilförmiger Basis sowie bis zu den Enden gewelltem Rand beschrieben. Die kahlen Blattflächen besitzen viele Öldrüsen und deshalb riechen die Laubblätter aromatisch, wenn sie zerdrückt werden.<ref name="FoNSW" />

Blüte

Die Blüten stehen einzeln an bei einer Länge von 1 bis 3 mm<ref name="FoNSW" /> und relativ kurzen Blütenstielen.<ref name="Swingle1915" /> Die relativ kleinen, radiärsymmetrischen, zwittrigen Blüten sind meist fünfzählig, aber manchmal drei- oder vierzählig.<ref name="Swingle1915" /> Die Kelchblätter sind etwa 1,5 mm lang. Die weißen Kronblätter sind bei einer Länge von 6 bis 9 mm<ref name="FoNSW" /> aufrecht, konkav und breit gerundet.<ref name="Swingle1915" /> Es sind 20 bis 25 Staubblätter vorhanden.<ref name="FoNSW" /> Der Stempel ist sehr kurz und dick.<ref name="Swingle1915" /> Der Fruchtknoten ist fünf- bis siebenkammerig mit vielen (8 bis 16 oder sogar 20) Samenanlagen in jeder Kammer.

Datei:Citrus australasica brown fruit1.JPG
Frucht an der Pflanze

Frucht und Samen

Datei:Microcitrus australasica - fruits.jpg
Früchte der Australische Fingerlimette – Microcitrus australasica

Die Frucht ist bei einer Länge von meist 4 bis 8 cm (Swingle), beziehungsweise 6,5 bis 10 cm (Flora of New South Wales Online) und einem Durchmesser von 1,5 bis 2,5 cm, lang, schlank und zylindrisch-spindelförmig und oft leicht gekrümmt, wobei oft an der Basis und am oberen Ende eine stumpfe Anschwellung vorhanden ist.<ref name="Swingle1915" /><ref name="FoNSW" /> Die relativ dünne Fruchtschale ist grün oder gelb bis rosafarben-rot.<ref name="FoNSW" /> Die Früchte besitzen nur fünf bis sieben Segmente.<ref name="Swingle1915" /> Die Fruchtpülpe ist grün bis rosafarben-rot.<ref name="FoNSW" /> Die Pulpe wird aus lose zusammenhängenden, fast kugeligen Saftsträngen gebildet, die sauren, penetrant schmeckenden Saft enthalten.<ref name="Swingle1915" /> Die Früchte reifen in Australien zwischen Mai und Juni.<ref name="FoNSW" />

Die Samen sind bei einer Länge von 5 bis 6<ref name="FoNSW" /> oder bis zu 7<ref name="Swingle1915" /> mm eiförmig sowie meist auf einer Seite abgeflacht und besitzen oft kleine Einmuldungen auf der anderen Seite.<ref name="Swingle1915" />

Chromosomenzahl

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.<ref name="IPCN" />

Vorkommen

Das Ursprungsgebiet von Microcitrus australasica umfasst die Regenwälder der australischen Bundesstaaten New South Wales und Queensland im östlichen Teil Australiens.<ref name="FoodLexx" />

Sorten

Von der Australian Cultivar Registration Authority (ACRA) wurden bereits 7 Sorten von Microcitrus australasica registriert:

Zwei Sorten, welche noch nicht registriert sind:

Taxonomie

Die Erstbeschreibung erfolgte 1858 durch Ferdinand von Müller unter dem Namen (Basionym) Citrus australasica in Fragmenta Phytographiæ Australiæ, 1, S. 26.<ref name="F.Muell." /> Citrus australasica <templatestyles src="Person/styles.css" />F.Muell. wurde 1915 durch Walter Tennyson Swingle in Journal of the Washington Academy of Sciences, Volume 5, S. 572<ref name="Swingle1915" /> in die Gattung Microcitrus gestellt.<ref name="GRIN" /><ref name="tropicos" /> Weitere Synonyme sind Citrus australasica var. sanguinea <templatestyles src="Person/styles.css" />F.M.Bailey und Microcitrus australasica var. sanguinea <templatestyles src="Person/styles.css" />(F.M.Bailey) Swingle.<ref name="APNI" />

Nutzung

Microcitrus australasica wird mit mehreren Sorten angebaut.<ref name="FoNSW" />

Die Frucht wird roh gegessen oder zu Marmelade verarbeitet. In den USA wurde Microcitrus australasica versuchsweise zur Züchtung und als Unterlage für andere Citrus-Sorten verwendet.<ref name="mansfeld" />

Die frischen Vesikel, die im Mund aufplatzen, erinnern vom Effekt her an Kaviar. Daher auch der Name Limetten-Kaviar.

Einzelnachweise

<references> <ref name="FoNSW"> PlantNET - FloraOnline. Abgerufen am 1. Juli 2023.</ref> <ref name="zitrusgarten"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Zitrusgarten: Bäume & Früchte - Gattung Microcitrus (Memento vom 17. Dezember 2015 im Internet Archive)</ref> <ref name="FoodLexx"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />FoodLexx - Finger Lime: Finger lime (lat. citrus australasica) ist eine bisher kaum bekannte... (Memento vom 13. November 2012 im Internet Archive)</ref> <ref name="GRIN">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.</ref> <ref name="tropicos">Microcitrus australasica bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="IPCN">Microcitrus australasica bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="Swingle1915"> Ferdinand von Mueller: Fragmenta phytographiæ Australiæ. Band 1. Auctoritate Gubern. Coloniæ Victoriæ, Ex Officina Joannis Ferres, Melbourne 1858 (biodiversitylibrary.org [abgerufen am 1. Juli 2023]).</ref> <ref name="F.Muell."> Washington Academy of Sciences (Washington, D.C.), D. C. ) Washington Academy of Sciences (Washington, D. C. ) Washington Academy of Sciences (Washington, D. C. ) Washington Academy of Sciences (Washington: Journal of the Washington Academy of Sciences. Band 5. Washington Academy of Sciences], Washington [etc 1915 (biodiversitylibrary.org [abgerufen am 1. Juli 2023]).</ref> <ref name="APNI"> Citrus australasica F.Muell. Abgerufen am 1. Juli 2023.</ref> <ref name="mansfeld"> Datenvollafp. Abgerufen am 1. Juli 2023.</ref> </references>

Weblinks

Commons: Microcitrus australasica – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien