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Matthias Brassanus

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Matthias Brassanus, auch Brassenius, latinisiert aus Braaß (* Kempen; † 17. Januar<ref>1552 16 Kal. Febr., so Seelen (Lit.)</ref> 1552 in Lübeck) war ein deutscher reformatorischer Pädagoge des 16. Jahrhunderts.

Leben

Die Herkunft von Brassanus ergibt sich aus seinen Angaben in den Universitätsmatrikeln. Bartholomäus Sastrow berichtet in seiner Autobiografie, dass Brassanus vor der Reformation als Zisterziensermönch im Kloster Neuenkamp im vorpommerschen Franzburg lebte und bei dessen Säkularisation vom pommerschen Herzog Philipp I. zum Studium an die Universität Wittenberg geschickt wurde. Hier ist er durch seine Immatrikulation am 20. Mai 1531 nachgewiesen; sein Abgangszeugnis vom 10. August 1542 belegt, dass er in Wittenberg den Grad eines Magisters erlangte. Ostern 1543 wurde er „fuit honoratus“ (ehrenhalber, ohne Gebühr) als Magister an der Universität Rostock immatrikuliert.<ref>Siehe dazu den Eintrag der Immatrikulation von Matthias Brassanus im Rostocker Matrikelportal; siehe auch <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Matthias Brassanus (Memento des Vorlage:IconExternal vom 3. März 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rag-online.org im Repertorium Academicum Germanicum (Abgerufen: 2. März 2017)</ref>

Er wirkte zunächst, wie auch Hermann Bonnus, als Lehrer in Stralsund und war scholemeister der Schule an St. Nikolai, einer der drei an den Kirchen bestehenden Schulen in Stralsund, wo er Bartholomäus Sastrow zusammen mit Nikolaus Smiterlows jüngstem Sohne Georg unterrichtete.<ref>Sastrow/Mohnike (Lit.)</ref> Sastrow kennzeichnet ihn als fein, messiges, zuchtigs, gelerts Menlin (fein, mässiges, züchtiges, gelehrtes Männlein).<ref>Sastrow/Mohnike (Lit.)</ref> An Reminiscere 1542 führte er mit seinen Schülern in der Marienkirche die historia van Joseph, ein Geistliches Spiel von Josef und seinen Brüdern auf.<ref>Sundine: Unterhaltungsblatt für Neu-Vorpommern und Rügen. 10 (1836), S. 238 (Digitalisat). Karl Goedeke: Grundriss zur Geschichte der deutschen Dichtung aus den Quellen. 2. Auflage. Ehlermann, Leipzig 1886, Bd. 2. S. 392http://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3Dgrundriszzurges00goog~MDZ%3D%0A~SZ%3Dn403~doppelseitig%3D~LT%3D392~PUR%3D.</ref>

Im folgenden Jahr 1543 wurde er zum Rektor des Katharineum zu Lübeck berufen, wo er bis zu seinem Tode blieb.<ref>Krüger (Lit., S. 92)</ref> Sein Nachfolger als Rektor in Lübeck wurde Petrus Vincentius. Dieser wurde bereits zu Beginn des Sommersemesters 1549 auf eigenen Wunsch hin als Professor der Universität Greifswald entlassen und ging als Lehrer an das Katharineum zu Lübeck, wohl schon mit der Aussicht auf die Nachfolge von Brassanus nach dessen Tode. Am 4. November 1552 erfolgte die Ernennung von Vincentius zum Rektor in Lübeck.

Literatur

  • Johann Gerhard Krüger: Die beglückte und geschmückte Stadt Lübeck: D.i. Kurtze Beschreibung der Stadt Lübeck. Krüger, 1697
  • Johann Henrich von Seelen: Athenae Lubecenses. Band 4, Lübeck 1722 (Digitalisat), S. 69–71
  • Bartholomäus Sastrow, Gottlieb Mohnike: Herkommen, Geburt und Lauff seines gantzen Lebens: Auch was sich in dem Denckwerdiges zugetragen, so er mehrentheils selbst gesehen und gegenwärtig mit angehöret hat, Band 1, Univ.-Buchh., 1823, S. 75 (Digitalisat)

Einzelnachweise

<references />

VorgängerAmtNachfolger
Wilhelm RuteniusRektor des Katharineums zu Lübeck
1543–1552
Petrus Vincentius

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