Otto Pieperbeck
Otto Josef Pieperbeck (* 16. Dezember 1892 in Nideggen; † 19. Juni 1965 in Köln-Marienburg)<ref name="Sterbeurkunde">Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Personenstandsarchiv Rheinland, Personenstandsregister, Standesamt Köln Altstadt, Sterbefälle, 1965, Urk. Nr. 1119.</ref> war ein preußischer Verwaltungsbeamter, NSDAP-Mitglied und Landrat des Kreises Bergheim (Erft).
Leben
Otto Pieperbeck war Sohn des Katasterkontrolleurs Johannes Pieperbeck und der Maria, geb. Hüsener. Nachdem er die Schule mit der Sekundarreife verlassen hatte, fuhr Pieperbeck zunächst als Offizier zur See. Er nahm von 1914 bis 1918 am Ersten Weltkrieg teil und trat nach seiner Rückkehr im Dezember 1920 in den Dienst der Stadtverwaltung Düren ein, wo er im Jahr 1924 zum Stadtinspektor befördert wurde. Zum 1. September 1929 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 151.061).<ref>Bundesarchiv R 9361-VIII KARTEI/15601671</ref> Auf Grund seiner weitergehenden Betätigung für die Partei wurde im Jahr 1930 ein Disziplinarverfahren gegen Pieperbeck eingeleitet, in dessen Folge er zum 1. September zunächst vom Dienst suspendiert und schließlich mit dem 19. Dezember 1930 aus diesem entlassen wurde. In den öffentlichen Dienst zurückkehrend, wurde Pieperbeck zum 1. Februar 1932 Bürgermeister von Stadtoldendorf bei Hannover. Als nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten der bisherige Landrat des Kreises Bergheim, Karl Sieger, aus dem Dienst ausschied, übernahm Pieperbeck ab dem 2. Mai 1933 zunächst vertretungsweise dessen Nachfolge. Nach Siegers auch formellem Abschied im Oktober 1933 dann auch kommissarisch. Seine Dienstzeit in Bergheim endete mit der Abberufung aus dem Amt, zum 16. Oktober 1934.<ref name="Romeyk" details="S. 669">Horst Romeyk: Die leitenden staatlichen und kommunalen Verwaltungsbeamten der Rheinprovinz 1816–1945 (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 69). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-7585-4.</ref> Zuletzt war Pieperbeck Direktor des Versicherungsamtes der Stadt Köln.<ref name="Sterbeurkunde" />
Familie
Otto Pieperbeck gehörte der evangelisch-lutherischen Kirche an und heiratete am 19. April 1939 in Köln Maria Josephina Irmgardis Clausmann geb. Voiß, Tochter des Hotelbesitzers NN. Voiß.<ref name="Romeyk" details="S. 669" />
Literatur
- Horst Romeyk: Die leitenden staatlichen und kommunalen Verwaltungsbeamten der Rheinprovinz 1816–1945 (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 69). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-7585-4, S. 669.
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Franz Beissel von Gymnich (1816–1837) | Adolf Carl Raitz von Frentz (1837–1865) | Otto Rintelen (1865–1868) | Ernst Birck (1868–1876) | Richard Herwarth von Bittenfeld (1876–1891) | Otto Graf Beissel von Gymnich (1891–1919) | Karl Sieger (1919–1933) | Otto Pieperbeck (1933–1934) | Udo Krüger (1934–1939) | Werner Drück (1939–1942) | Bernhard Köttgen (1942–1945) | Heinrich Loevenich (1944–1945) | Carl Modemann (1945–1946) | Johannes Even (1946–1948) | Johann Großmann (1948–1952) | Alexander Kabza (1952–1956) | Matthias Werner (1956–1961) | Albert Schlangen (1961–1964) | Richard Kasper (1964–1974) Vorlage:Klappleiste/Ende
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Pieperbeck, Otto |
| ALTERNATIVNAMEN | Pieperbeck, Otto Josef (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | preußischer Verwaltungsbeamter und Landrat (NSDAP) |
| GEBURTSDATUM | 16. Dezember 1892 |
| GEBURTSORT | Nideggen |
| STERBEDATUM | 19. Juni 1965 |
| STERBEORT | Köln-Marienburg |
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