Etridiazol
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Strukturformel von 5-Ethoxy-3-trichlormethyl-1,2,4-thiadiazol | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Etridiazol | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C5H5Cl3N2OS | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
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| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 247,53 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
flüssig<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Dichte |
1,503 g·cm−3<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
19,9 °C<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
95 °C (1,3 mBar)<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Dampfdruck |
1,47 Pa (25 °C)<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| pKS-Wert |
2,77<ref name="Terry R. Roberts, David H. Hutson, Philip W. Lee, Peter H. Nicholls" /> | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
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| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten | |||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Etridiazol ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Thiadiazole.
Gewinnung und Darstellung
Etridiazol kann durch Reaktion von Natrium in wasserfreiem Ethanol mit 3-Trichlormethyl-5-chlor-1,2,4-thiadizol gewonnen werden.<ref name="HSDB">Eintrag zu Etridiazole in der Hazardous Substances Data Bank (via PubChem)Vorlage:Abrufdatum</ref>
Alternativ ist die Gewinnung durch Reaktion von Trichloracetamidin-Hydrochlorid mit Trichlormethansulfenylchlorid und dann mit Natriumhydroxid in Ethanol möglich.<ref name="HSDB" /><ref name="Thomas A. Unger"></ref>
Eigenschaften
Etridiazol ist eine brennbare, wenig flüchtige, hellgelbe Flüssigkeit, die kaum löslich in Wasser ist.<ref name="GESTIS" />
Verwendung
Etridiazol wird als Fungizid verwendet.<ref name="GESTIS" /> Es ist ein Kontakt-Fungizid mit protektiver und kurativer Wirkung zum Einsatz gegen Phytophthora und Pythium spp. bei Zierpflanzen, Baumwolle, Erdnüssen, Gemüse und Rasen.<ref name="Terry R. Roberts, David H. Hutson, Philip W. Lee, Peter H. Nicholls"></ref>
Es wird als Bodenfungizid in den Boden eingearbeitet. Die Wirkung basiert auf Hemmung der Lipidperoxidation.<ref name="roempp" />
Außerdem hemmt Etridiazol die Nitrit-Bildung durch Nitrosomonas (Nitrifikationshemmer).<ref name="roempp" />
Zulassung
In den Staaten der Europäischen Union ist die Verwendung von Etridiazol seit 1. Juni 2011 für Anwendungen als Fungizid „in nicht bodengebundenen Systemen in Gewächshäusern“ zulässig.<ref>Richtlinie 2011/29/EU der Kommission vom 7. März 2011 zur Änderung der Richtlinie 91/414/EWG des Rates zwecks Aufnahme des Wirkstoffs Etridiazol und zur Änderung der Entscheidung 2008/934/EG der KommissionVorlage:Abrufdatum</ref>
In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.<ref name="PSM">Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und DeutschlandsVorlage:Abrufdatum</ref>
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
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- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ChemSpider abweichend
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- Gefährlicher Stoff mit harmonisierter Einstufung (CLP-Verordnung)
- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Verschlucken
- Sensibilisierender Stoff
- Stoff mit Verdacht auf krebserzeugende Wirkung
- Umweltgefährlicher Stoff (chronisch wassergefährdend)
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
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- Pflanzenschutzmittel (Wirkstoff)
- Fungizid
- Ethoxyaromat
- Thiadiazol
- Trichlormethylverbindung