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LKA Longhorn

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Datei:LKA Logo.png
Logo

Das LKA-Longhorn ist ein Veranstaltungsort für Konzerte im Stuttgarter Stadtbezirk Wangen. Er wurde 1984 gegründet, hat Platz für 1.500 Zuschauer<ref name="Springorum">Björn Springorum: Szene-Special Clubs gegen Corona: Das Nirwana kann warten. in Metal Hammer, Ausgabe April 2021, 38. Jahrgang, Berlin. S. 64 f.</ref> und galt in den 1980er Jahren als einer der größten Country & Western-Clubs außerhalb der USA.<ref>Jan Ulrich Welke: Wo Countrystar auf Punkrocker trifft. In: p481153.mittwaldserver.info. Stuttgarter Zeitung, 19. August 2004.</ref> Seit den 1990er Jahren traten dort renommierte Künstler aus allen Bereichen der Rock- und Popmusik auf.

Geschichte

Datei:LKA Longhorn Stuttgart.jpg
Eingangsbereich
Datei:LKA-Front.jpg
Das Logo des Longhorn Country & Western Saloon mit den zwei Gründern

Im März 1984 wurde der Longhorn Country & Western Saloon von Inhaber Thomas „Tommy“ Filimonova<ref name="Springorum" /> eröffnet und bediente das Bedürfnis der in Stuttgart stationierten US-Militärs nach einem amerikanisch geprägten Lokal. Der Name lehnt sich an die texanische Rinderrasse an. Das Lokal erlangte schnell einen großen Bekanntheitsgrad, auch über Deutschlands Grenzen hinaus. An den Wochenenden gehörten Live-Bands wie Truck Stop und Dave Dudley zum regulären Programm. Nachdem der Nachrichtensender CNN im Juni 1984 über das Lokal berichtet hatte, reisten Besucher aus den USA nach Stuttgart, um das Lokal zu besuchen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ozelot.tv (Memento vom 7. Januar 2013 im Internet Archive), abgerufen am 19. November 2012</ref>

Ende 1984 fand dort der bundesweit erste öffentliche Männer-Striptease statt. Damals handelte es sich bei den Strippern um US-Soldaten; im Publikum waren keine Männer zugelassen. Diese Veranstaltung hatte zu der Zeit eine heftige Reaktion der Behörden zufolge, die gegen die Betreiber des LKA Bußgelder verhängten, weil „nichtgenehmigungsfähige Personendarbietungen“ in den Räumlichkeiten durchgeführt wurden. Jedoch ließen sie sich davon nicht beeindrucken und folgten der Philosophie, da Male-Strip in den USA entstanden sei, hätten ebenso US-Bürger in der BRD das Recht, ihre Kultur zu leben. Es folgten weitere US-typische Veranstaltungen wie Frauenboxen oben ohne, Schlamm-Wrestling<ref name="Springorum" /> oder dem speziell in Florida populären Wet-T-Shirt-Contest.

Nachdem im Jahr 1987 die Konzertagenturen auf das Lokal aufmerksam geworden waren, nutzte Nina Hagen das LKA-Longhorn erfolgreich als Konzertsaal. Es folgten Bobby Womack, Neon Judgement, The Fuzztones, Johnny Guitar Watson, The Pogues, Linton Kwesi Johnson und viele andere.

Als 1992 nach dem Ende des Kalten Krieges und dem Golfkrieg fast alle US-Soldaten aus Deutschland abgezogen wurden, strukturierten die Betreiber das Lokal um, außerdem wurde der Name in die heutige Bezeichnung umbenannt.<ref name="Springorum" /> Die Abkürzung LKA steht für Longhorn-Kultur-Austausch.<ref name="Springorum" /> Im Juni 1993 wurde das Lokal für einen zweimonatigen Umbau geschlossen. Danach wurde das LKA-Longhorn als Diskothek, Konzerthalle und Austragungsort für Promotion-Partys zum Beispiel für Philip Morris oder Daimler-Benz geführt.

Es traten deutsche und internationale Künstler auf, wie zum Beispiel: Roger Chapman, Die Ärzte, Sonata Arctica, Asaf Avidan, Emre Aydın, Bad Religion, Ginger Baker<ref name="Springorum" /> & Jack Bruce, Bellamy Brothers, Phillip Boa, Eric Burdon, Bushido, Canned Heat, Nick Cave, Death,<ref name="Springorum" /> Die Happy, Die Prinzen, Mic Donet, Faith No More, Dr. Feelgood, Einstürzende Neubauten, Extrabreit, Frauenarzt, Die Goldenen Zitronen, Die Fantastischen Vier, Farmer Boys, Doc Holliday, Fehlfarben, Golden Earring, Bruce Hornsby, In Extremo, Kraftklub, Kreator, Doro, Nina Hagen Molly Hatchet, J.B.O.,<ref name="Springorum" /> Katatonia, Lacrimosa, Alvin Lee, Leningrad Cowboys, Living Colour, New Model Army, Nickelback (13. September 2005), Nirvana (am 29. August 1991 im Vorprogramm von Sonic Youth)<ref name="Springorum" />, Normahl, Slime, John Mayall, Monster Magnet, Alexander Marcus, The Pogues, Rammstein, Rollins Band, Jennifer Rostock, Sepultura<ref name="Springorum" />, The Sisters of Mercy, Stanfour, The Sweet, Ten Years After, The Lords of the New Church, Steppenwolf, Toy Dolls, Truck Stop, Type O Negative,<ref name="Springorum" /> Uriah Heep, W.A.S.P., Edgar Winter, Wishbone Ash, The Offspring<ref>The Offspring in LKA-Longhorn, 11. April 1995. In: lastfm. Abgerufen am 8. Oktober 2024.</ref>, 2raumwohnung.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Konzertarchiv (Memento vom 4. November 2012 im Internet Archive), abgerufen am 20. November 2012.</ref>

Am 5. September 1993 gaben Paradise Lost im LKA Longhorn ein Konzert, das der Musiksender MTV für eine TV-Ausstrahlung aufzeichnete.

In der Corona-Pandemie 2020 erhielt der Musikclub eine umfassende Renovierung.<ref name="Springorum" />

Soziales Engagement

Nachwuchsförderung im LKA-Longhorn

Neben einem vielfältigen Konzert- und Diskoprogramm engagiert sich das LKA-Longhorn bei der Förderung junger Bands. Um dem Nachwuchs eine eigene Plattform zu bieten, wurde bereits 1994 im LKA-Longhorn der Star Club bzw. der LKA-Live-Club ins Leben gerufen, um die Stuttgarter Musikszene zu unterstützen. Bis Anfang 2005 erhielten Stuttgarter Newcomer-Bands in diesem Rahmen die Möglichkeit, mit professioneller Technik und Anleitung einen realen Live-Auftritt zu bestreiten. Der damalige, hausinterne Organisator Thommy Mikkat leitete die Nachwuchsförderung bis Anfang 2005.

Newcomer-Festivals

Aus organisatorischen Gründen entschied die Geschäftsleitung, das Thema Nachwuchsförderung nach 2005 nicht zu beenden. Vielmehr ging sie eine Kooperation mit diversen Veranstaltern ein, um jungen Künstlern weiterhin regelmäßig Wettbewerbe anbieten zu können und um ihnen eine Chance zu bieten, auf einer Bühne zu stehen. Bis heute standen hunderte Gruppen auf der LKA-Bühne. Einigen gelang auch der Sprung in die Öffentlichkeit, wie der Pforzheimer Gruppe Fools Garden im Jahr 1994.

Für dieses besonderen Bemühen im Sinne der popkulturellen Vielfalt erhielt das LKA einige Preise. Unterstützte Newcomer-Festivals und Veranstaltungen sind das Emergenza Festival<ref>Emergenzafestival</ref> und der Youngsterball<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nachwuchsfestival Youngsterball (Memento des Vorlage:IconExternal vom 21. Juli 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.youngsterball.de</ref>, darunter das Band Boost Battle und das Metal-Fest nur die Harten komm’n in Garten.

Preise und Auszeichnungen

</ref>

Literatur

  • Martin Oversohl, Inge Bäuerle: Marco Polo Reiseführer Stuttgart. MAIRDUMONT, Ostfildern 2006, ISBN 3-829-70105-5

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 48° 46′ 2,2″ N, 9° 15′ 6,4″ O

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