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Salzkohle

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Datei:Kohlenschicht 6 - geo-en.hlipp.de - 13684.jpg
Salzkohleflöz im Tagebau Schöningen im Helmstedter Braunkohlerevier

Als Salzkohle wird Kohle, meist Braunkohle, bezeichnet, die einen erhöhten Gehalt von über 4 % an Alkalisalzen, insbesondere Natriumchlorid und Natriumsulfat, aufweist.<ref name="Effenberger 24" /><ref name="BFW" /><ref name="Müller" />

Entstehung und Vorkommen

Braunkohle findet sich häufig in räumlicher Nähe zu Steinsalzvorkommen. Dies ergibt sich aus der Art der Bildung der beiden Sedimente.<ref name="Hartmann" /> Die Kohle entstand aus absterbender Biomasse infolge einer Überflutung von Wäldern und Mooren. Handelt es sich bei dem Wasser um salzhaltiges Meer- oder Brackwasser oder stark mineralisches Wasser aus Salinargestein und verdunstet dieses Wasser zeitnah zur Überflutung wieder, so werden die im Wasser enthaltenen Salze aufkonzentriert und lagern sich teilweise zwischen oder in den Biomasse-Schichten ab, aus denen sich später durch Inkohlung die Kohleflöze bildeten.

Die bekanntesten Salzkohlevorkommen im deutschsprachigen Raum liegen im Helmstedter und Mitteldeutschen Braunkohlerevier bei Helmstedt, Halle/Merseburg, hier insbesondere im Ammendorfer Revier, und Egeln.<ref name="Effenberger 24" /> Bedeutende Salzkohlevorkommen außerhalb Deutschlands liegen in Australien<ref name="Effenberger 24" /> und im Donezbecken<ref name="Hartmann" />.

Verbrennungsverhalten

Bei der Verbrennung erweist sich Salzkohle als problematisch.<ref name="Boie" /> Dies ergibt sich aus zwei Wirkungen der in den Salzen enthaltenen chemischen Elemente:

Das größte mit Salzkohle befeuerte deutsche Kohlekraftwerk war das 2020 endgültig stillgelegte<ref>Projekte Stilllegung Kraftwerk Buschhaus. Helmstedter Revier GmbH, abgerufen am 24. Juni 2021.</ref> Kraftwerk Buschhaus im Helmstedter Revier.

Literatur

  • Helmut Effenberger: Dampferzeugung. Springer, 1999, ISBN 3-540-64175-0 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).
  • Helmut Stapf: Bergbauchemie. Fachbuchverlag Leipzig, Leipzig 1954, S. 318.
  • H. Lehmann: Entstehung und Verbreitung der Salzkohle. In: Bergbau und Energiewirtschaft. Band 2, Nr. 2, 1949, S. 55–58.

Einzelnachweise

<references> <ref name="BFW">Lexikon waldschädigende Luftverunreinigungen und Klimawandel: Salzkohle. Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft, abgerufen am 31. Oktober 2012. </ref> <ref name="Müller">Leonhard Müller: Handbuch Der Elektrizitätswirtschaft: Technische, Wirtschaftliche und Rechtliche Grundlagen. 2. Auflage. Springer, 2001, ISBN 3-540-67637-6, S. 203 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Effenberger 24"> Effenberger (siehe Literatur), S. 24–27. </ref> <ref name="Effenberger 319"> Effenberger (siehe Literatur), S. 319f. </ref> <ref name="Hartmann">Bernd Hartmann: Die Genese des stofflichen Inventars des Braunkohlenflözes Bruckdorf (Obereozän) zwischen Halle und Bitterfeld, Sachsen-Anhalt. Dissertation. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 2005 (Volltext als PDF). </ref> <ref name="Boie">Werner Boie: Die Verwendung von Salzkohle. In: Energietechnik. Jg. 6 (1956), Nr. 2, S. 64–66. </ref> </references>