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Berlin-Waidmannslust

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Waidmannslust
Ortsteil von Berlin
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Bild:Berlin_Reinickendorf_Waidmannslust.svg|300px|Waidmannslust auf der Karte von Reinickendorf rect 1 5 99 91 Berlin poly 49 113 5 183 41 229 127 183 101 163 157 117 Heiligensee poly 46 225 82 249 78 263 56 279 78 307 60 313 44 279 36 239 42 221 Konradshöhe poly 132 125 218 111 204 35 216 17 214 9 166 7 166 73 126 75 Frohnau poly 152 121 92 161 130 183 48 229 84 251 82 261 54 275 78 305 58 311 108 367 208 367 216 335 244 327 198 299 216 283 180 257 218 213 200 185 182 199 166 173 184 151 180 125 Tegel poly 176 117 180 151 166 179 184 197 202 185 234 161 258 157 268 125 224 109 Hermsdorf poly 200 185 228 165 258 161 284 183 230 199 226 209 214 213 Waidmannslust poly 266 127 258 159 278 183 352 181 332 123 Lübars poly 286 183 294 195 272 213 288 233 324 233 344 179 Märkisches Viertel poly 183 255 196 238 211 231 223 235 239 244 234 260 225 274 217 279 186 258 Borsigwalde poly 223 278 240 241 224 237 208 223 223 212 229 212 233 203 228 197 248 183 258 188 269 190 278 179 293 193 288 200 275 213 296 233 279 239 292 266 280 273 227 277 Wittenau poly 216 280 202 300 236 330 272 316 334 336 380 306 294 232 280 242 292 264 278 274 Reinickendorf poly 0 234 32 254 38 224 4 174 42 110 128 118 118 72 164 64 162 8 220 10 220 108 284 128 342 118 382 48 378 2 106 6 108 90 2 94 Brandenburg desc bottom-left

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Koordinaten 52° 36′ 24″ N, 13° 19′ 15″ OKoordinaten: 52° 36′ 24″ N, 13° 19′ 15″ O
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Fläche 2,3 km²
Einwohner 11.408 (31. Dez. 2024)
Bevölkerungsdichte 4960 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Okt. 1920
Postleitzahl 13469
Ortsteilnummer 1207
Gliederung
Bezirk Reinickendorf
Ortslagen

Schwarzwaldsiedlung

Datei:Berlin-Waidmannslust Karte.png
Waidmannslust

Waidmannslust ist ein Berliner Ortsteil des Bezirks Reinickendorf.

Geographie

Der Ortsteil Waidmannslust liegt westlich von Lübars und wird durch den Waidmannsluster Damm/Zabel-Krüger-Damm<ref>Google Maps. In: Google Maps. Abgerufen am 6. April 2016.</ref> in zwei Bereiche geteilt. Während der nördliche und westliche Teil eine zum angrenzenden Hermsdorf ähnliche villen- und landhausartige Bebauung aufweist, ist der östliche Teil (Schwarzwaldsiedlung, auch ‚Rollbergsiedlung‘ genannt) von Hochhäusern wie im nahegelegenen Märkischen Viertel geprägt.

Der Packereigraben bildet die Grenze zum südlich gelegenen Nachbarortsteil Wittenau.

Geschichte

Waidmannslust geht auf eine Villenkolonie zurück, die auf den 1875 durch den Förster und Gastwirt Ernst Bondick erworbenen Ländereien gegründet wurde. Das Gebiet erhielt seinen Namen durch das von Bondick geführte Gasthaus Waidmannslust.<ref>Das ist Berlin – Waidmannslust. In: Berliner Morgenpost; abgerufen am 7. Oktober 2010.</ref>

Im Jahr 1884 erhielt die Kolonie einen eigenen Haltepunkt an der Berliner Nordbahn, den heutigen Bahnhof Waidmannslust. In den Jahren zwischen 1908 und 1912 wurde die Strecke auf ihr heutiges Niveau hochgelegt; auch das Bahnhofsgebäude und die Brücken über den Waidmannsluster Damm stammen aus dieser Zeit und stehen heute unter Denkmalschutz.

Seit 1913 ist die Königin-Luise-Kirche an der Bondick- / Ecke Hochjagdstraße (ehemals: Kirchstraße) die weithin sichtbare Landmarke des Ortsteils.

1920 wurde Waidmannslust als Teil der Landgemeinde Lübars aus dem Landkreis Niederbarnim in der preußischen Provinz Brandenburg nach Groß-Berlin eingemeindet und gehört seitdem zum Berliner Bezirk Reinickendorf.

Am 2. Mai 1929 wurde die Straßenbahnstrecke entlang der Wittenauer Cyclopstraße (heute teilweise die Jean-Jaurès-Straße) bis zum Bahnhof Waidmannslust verlängert. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs verkehrte hier die Linie 68.

Nach 1945 war Waidmannslust Teil des französischen Sektors von Berlin. Die Residenz des französischen Stadtkommandanten in Berlin befand sich in der Bondickstraße 1–4. In Waidmannslust war zudem die DIWAG Chemische Fabriken AG<ref>DIWAG-Präparate. In: Münchener Medizinische Wochenschrift, 2. Januar 1953, Band 95, Nr. 1, S. CVIII.</ref> ansässig.

Bevölkerung

Datei:Königin-Luise-Kirche Berlin-Waidmannslust.jpg
Königin-Luise-Kirche
Jahr Einwohner
1950 05.677
1960 05.927
1970 10.425
1987 10.346
2000 10.412
Jahr Einwohner
2007 10.102
2010 09.661
2015 10.511
2020 11.088
2021 11.027
2022 11.240
2023 11.263
2024 11.408

Quellen: 1950–1987: Statistisches Jahrbuch von Berlin (jeweilige Jahre); ab 2007: Einwohnerregisterstatistik Berlin Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (jeweilige Jahre)<ref>Statistischer Bericht A I 5 – hj 2 / 24. Einwohnerregisterstatistik Berlin 31. Dezember 2024. (PDF) Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, S. 26, abgerufen am 25. Juni 2025.</ref>

Sehenswürdigkeiten

Datei:Wohnhochhaus-Rollberge-Zabel-Krueger-Damm-Hans-Scharoun-Berlin-Reinickendorf-04-2010.jpg
Wohnhochhaus Zabel-Krüger-Damm 50–52
Datei:Wasserfall Steinbergpark.jpg
Wasserfall Steinbergpark

Verkehr

Datei:Bf-b-waidmannslust-gebaeude.JPG
S-Bahnhof Waidmannslust

Waidmannslust liegt an der Berliner Nordbahn. Am S-Bahnhof Waidmannslust halten die Züge der S-Bahn-Linien S1 (OranienburgFriedrichstraßeWannsee) und S85 (Frohnau – OstkreuzSchöneweide/Grünau).

Mehrere Buslinien erschließen den Ortsteil.

Hauptverkehrsstraßen sind der Oraniendamm (Bundesstraße B 96), der in Nordwest-Südost-Richtung verläuft und vom Straßenzug Waidmannsluster/Zabel-Krüger-Damm gekreuzt wird.

Datei:Waidmannslust Fürst-Bismarck-Straße Salvator-Schule-001.JPG
Katholische Schule Salvator

Schulen

Persönlichkeiten

  • Jakob Stoller (1873–1930), Geologe, lebte in Waidmannslust
  • Robert Henseling (1883–1964), Astronom, lebte in Waidmannslust
  • Elga Brink (1905–1985), Schauspielerin, in Waidmannslust geboren
  • Gertrud Lehmann-Waldschütz (1905–2001), Schriftstellerin, in Waidmannslust geboren
  • Marianne Sydow (1944–2013), Science-Fiction-Schriftstellerin, lebte in Waidmannslust
  • Marlies Wanjura (1945–2024), Politikerin (CDU), ehemalige Bezirksbürgermeisterin von Reinickendorf, lebte in Waidmannslust
  • Björn Wohlert (* 1988), Politiker (CDU), in Waidmannslust aufgewachsen

Siehe auch

Literatur

  • Klaus Schlickeiser: Waidmannslust. Vom Wirtshaus zum Ortsteil Reinickendorfs. Förderkreis für Bildung, Kultur und internationale Beziehungen Reinickendorf, Berlin 2000, ISBN 3-927611-15-8.

Weblinks

Einzelnachweise

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