Zum Inhalt springen

Saint-Martin-de-Castillon

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 4. Juni 2025 um 23:54 Uhr durch 87.165.251.200 (Diskussion) (Sortierung (Hilfe:Kategorien#4. Regel: Sonderzeichen)).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Saint-Martin-de-Castillon
Datei:Blason ville fr Saint-Martin-de-Castillon (Vaucluse).svg
Saint-Martin-de-Castillon (Frankreich)
Saint-Martin-de-Castillon (Frankreich)
Staat FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département (Nr.) Vaucluse (84)
Arrondissement Apt
Kanton Apt
Gemeindeverband Pays d’Apt-Luberon
Koordinaten 43° 52′ N, 5° 31′ OKoordinaten: 43° 52′ N, 5° 31′ O
 {{#coordinates:43,860278|5,5125|primary
dim=20000 globe= name=Saint-Martin-de-Castillon region=FR-84 type=city
  }}
Höhe 268–1072 m
Fläche
Einwohner 689 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 84750
INSEE-Code 84112
Datei:St Martin de Castillon by JM Rosier.JPG
Blick auf Saint-Martin-de-Castillon

Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich/Wartung/abweichendes Wappen in Wikidata

Saint-Martin-de-Castillon ist eine französische Gemeinde mit 689 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Vaucluse in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Sie gehört zum Kanton Apt im Arrondissement Apt.

Geographie

Saint-Martin-de-Castillon liegt im Südosten des Départements Vaucluse, etwa neun Kilometer östlich der Stadt Apt.<ref name="am">Saint-Martin-de-Castillon auf annuaire-mairie.fr</ref> Nachbargemeinden sind Viens im Nordosten, Caseneuve, Saignon und Castellet-en-Luberon im Westen, sowie Cabrières-d’Aigues, La Motte-d’Aigues und Peypin-d’Aigues im Süden. Ein Teil der östlichen Grenze wird von der Gemeinde Céreste im Département Alpes-de-Haute-Provence gebildet.

Die Gemeinde gehört zum Luberon-Regionalpark. Der südliche Teil wird vom Tal des Calavon und der Nordflanke des Grand Luberon eingenommen, die vor allem von Buchen und Weißeichen bewachsen wird.

Verkehr

Wichtigste Verkehrsstraße durch die Gemeinde ist die Route départementale D900 (ehemals N100). Sie führt auf west-östlicher Achse von Apt nach Céreste im Département Alpes-de-Haute-Provence.

Geschichte

Der Name der Gemeinde taucht zum ersten Mal im Jahr 835 als Abbatia S. Martini auf. Bereits im 6. Jahrhundert hatte sich auf dem Gebiet ein Benediktiner-Kloster niedergelassen.<ref name="luberonweb">Saint-Martin-de-Castillon – Présentation. luberonweb, abgerufen am 29. Oktober 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Das ursprüngliche Dorf Castillon, das sich etwa zwei Kilometer entfernt vom jetzigen Dorf befand, wurde 1540 während der Hugenottenkriege zerstört. Die Siedlung wurde auf dem Gelände der ehemaligen Abtei St-Martin wieder aufgebaut und erhielt im 17. Jahrhundert den Namen Saint-Martin-de-Castillon. Danach stand sie unter der Herrschaft des Bistums von Apt und der Adelsfamilie Pontevès aus Buoux. Von 1724 bis zur Französischen Revolution gehörte sie der Baronsfamilie von Piguet.<ref name="luberonweb" />

Während der Revolution 1790 wählten die Einwohner für ihre Gemeinde den Namen Luberon-la-Montagne. Drei Jahre später entschied man sich jedoch wieder für die heutige Bezeichnung.<ref name="cassini">EHESS: Saint-Martin-de-Castillon – Notice Communale. Cassini-Projekt, abgerufen am 29. Oktober 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Einwohnerentwicklung

Die Bevölkerungszahl von Saint-Martin-de-Castillon war Anfang des 19. Jahrhunderts ungefähr doppelt so hoch wie heute und erreichte im Jahr 1836 mit 1625 Einwohnern ihren Höchststand. Die zunehmende Landflucht als Folge der Industrialisierung sorgte bis Mitte des 20. Jahrhunderts für einen stetigen Rückgang bis auf 365 Einwohner im Jahr 1954 und konnte danach wieder leicht zulegen.<ref name="cassini" />

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2008 2018
Einwohner 380 387 449 528 526 563 739 734 755

Sehenswürdigkeiten

Datei:Chapelle à St Martin.JPG
Kapelle Notre-Dame-d’Espérance
  • Oppidum Courennes
  • Überreste eines römischen Minerva-Altars
  • Überreste der Stadtmauer
  • Ruinen vom mittelalterlichen Dorf und der Burg Agoult (11. Jahrhundert)
  • Borien
  • Romanische Pfarrkirche, 1820 überarbeitet
  • Kapelle der Pénitents Blancs
  • Kapelle Notre-Dame-d’Espérance im Ogivalstil (19. Jahrhundert)
  • Votivkapelle St-Placide mit Glockengiebel (1720)
  • Kapelle Notre-Dame-de-Courennes
  • Ehemaliges Priorat St-Pierre im romanischen Stil

Literatur

  • Michel Albarède u. a.: Vaucluse (= Encyclopédies du Voyage). Gallimard Loisirs, Paris 2007, ISBN 978-2-7424-1900-5, S. 250.
  • Ines Mache, Stefan Brandenburg: Provence. 7. aktualisierte Auflage. Reise Know-How Verlag Rump, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-8317-2022-4, S. 528.
  • Marie-Christine Mansuy u. a.: Parc Naturel Régional du Luberon (= Encyclopédies du Voyage). Gallimard Loisirs, Paris 2010, ISBN 978-2-7424-2737-6, S. 78.

Weblinks

Commons: Saint-Martin-de-Castillon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Ansouis | Apt | Auribeau | Beaumettes | Beaumont-de-Pertuis | Bonnieux | Buoux | Cabrières-d’Aigues | Cabrières-d’Avignon | Cadenet | Caseneuve | Castellet-en-Luberon | Cavaillon | Cheval-Blanc | Cucuron | Gargas | Gignac | Gordes | Goult | Grambois | Joucas | La Bastide-des-Jourdans | La Bastidonne | Lacoste | Lagarde-d’Apt | Lagnes | La Motte-d’Aigues | La Tour-d’Aigues | Lauris | Lioux | Lourmarin | Maubec | Ménerbes | Mérindol | Mirabeau | Murs | Oppède | Pertuis | Peypin-d’Aigues | Puget | Puyvert | Robion | Roussillon | Rustrel | Saignon | Saint-Martin-de-Castillon | Saint-Martin-de-la-Brasque | Saint-Pantaléon | Saint-Saturnin-lès-Apt | Sannes | Sivergues | Taillades | Vaugines | Viens | Villars | Villelaure | Vitrolles-en-Lubéron Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein