Zum Inhalt springen

Aloe parvibracteata

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 26. April 2024 um 19:46 Uhr durch imported>InkoBot (Bot: ersetze direkte Einbindung von CSS-Klasse durch Vorlage:Person).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Aloe parvibracteata
Datei:Aloe parvibracteata 1 (10222758436).jpg

Bestand von blühender Aloe parvibracteata

Systematik
ohne Rang: Monokotyledonen
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Affodillgewächse (Asphodelaceae)
Unterfamilie: Asphodeloideae
Gattung: Aloen (Aloe)
Art: Aloe parvibracteata
Wissenschaftlicher Name
Aloe parvibracteata
Schönland

Aloe parvibracteata ist eine Pflanzenart der Gattung der Aloen in der Unterfamilie der Affodillgewächse (Asphodeloideae). Das Artepitheton parvibracteata leitet sich von den lateinischen Worten parvus für ‚klein‘ sowie bracteatus für ‚mit Brakteen‘ ab.<ref>Urs Eggli, Leonard E. Newton: Etymological Dictionary of Succulent Plant Names. Springer, Berlin/Heidelberg 2010, ISBN 978-3-642-05597-3, S. 178.</ref>

Beschreibung

Vegetative Merkmale

Aloe parvibracteata wächst stammlos oder kurz stammbildend, einzeln oder in kleinen Gruppen, oder mehrheitlich sprossend und dann große dichte Gruppen bildend. Der Stamm wird gelegentlich bis zu 40 Zentimeter lang. Die zehn bis 20 lanzettlich verschmälerten Laubblätter bilden dichte Rosetten. Sie sind in der Regel ausgebreitet-bogig. Die Rosetten erscheinen dadurch abgeflacht. Die grüne bis bräunlich grüne, gelegentlich linierte Blattspreite ist 30 bis 40 Zentimeter lang und 6 bis 10 Zentimeter breit. Lediglich auf der Blattoberseite sind zahlreiche längliche, trübweiße Flecken vorhanden, die mehr oder weniger in Querbändern angeordnet sind. Die braunen, stechenden Zähne am Blattrand sind 3 bis 5 Millimeter lang und stehen 10 bis 15 Millimeter voneinander entfernt. Der Blattsaft ist trocken tiefpurpurfarben bis violett.

Blütenstände und Blüten

Der Blütenstand besteht aus vier bis acht Zweigen und erreicht eine Länge von 100 bis 200 Zentimeter. Die unteren Zweige sind gelegentlich nochmals verzweigt. Die lockeren, zylindrischen, leicht spitz zulaufenden Trauben sind 15 bis 20 Zentimeter (selten bis 40 Zentimeter) lang, 6 bis 7 Zentimeter breit und bestehen aus 40 bis 50 Blüten. Die deltoid oder lanzettlich spitz zulaufenden Brakteen sind so lang wie die Blütenstiele. Die korallenroten oder trüb bis glänzend roten, gelegentlich leicht bereiften Blüten stehen an 6 bis 15 Millimeter langen Blütenstielen. Die Blüten sind 30 bis 35 Millimeter (selten bis 40 Millimeter) lang und an ihrer Basis gestutzt. Auf Höhe des Fruchtknotens weisen die Blüten einen Durchmesser von 7 bis 9 Millimeter auf. Darüber sind sie abrupt auf 5 bis 6 Millimeter verengt und schließlich zur Mündung erweitert. Ihre Perigonblätter sind auf einer Länge von 8 bis 10 Millimeter nicht miteinander verwachsen. Die Staubblätter und der Griffel ragen 1 bis 2 Millimeter aus der Blüte heraus.

Genetik

Die Chromosomenzahl beträgt <math>2n = 14</math>.

Systematik und Verbreitung

Aloe parvibracteata ist im äußersten Süden von Mosambik, in den südafrikanischen Provinzen KwaZulu-Natal und Mpumalanga sowie Eswatini meist auf Felsvorkommen im Grasland und offenen Buschland in Höhen von 100 bis 1500 Metern verbreitet.

Die Erstbeschreibung durch Selmar Schönland wurde 1907 veröffentlicht.<ref>Record of the Albany Museum. Band 2, 1907, S. 139.</ref>

Folgende Taxa wurden als Synonym in die Art einbezogen: Aloe komatiensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Reynolds (1936), Aloe pongolensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Reynolds (1936), Aloe decurvidens <templatestyles src="Person/styles.css" />Groenew. (1937), Aloe lusitanica <templatestyles src="Person/styles.css" />Groenew. (1937), Aloe pongolensis var. zuluensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Reynolds (1937), Aloe keithii <templatestyles src="Person/styles.css" />Reynolds (1937) und Aloe parvibracteata var. zuluensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Reynolds) Reynolds (1950).

Nachweise

Literatur

  • Susan Carter, John J. Lavranos, Leonard E. Newton, Colin C. Walker: Aloes. The definitive guide. Kew Publishing, Royal Botanic Gardens, Kew 2011, ISBN 978-1-84246-439-7, S. 175.
  • Leonard Eric Newton: Aloe parvibracteata. In: Urs Eggli (Hrsg.): Sukkulenten-Lexikon. Einkeimblättrige Pflanzen (Monocotyledonen). Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3662-7, S. 166.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Aloe parvibracteata – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien