Bilistiche
Bilistiche ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), auch Belistiche und Belestiche, war eine Olympiasiegerin und Geliebte des Ptolemaios II. Philadelphos.
Leben
Nach Angaben von Pausanias stammte sie aus dem Königreich Makedonien und war eine Tochter Philons.<ref name="pausanias">Pausanias 5,8,11.</ref> Laut Plutarch wurde sie als Sklavin nach Griechenland verkauft.<ref>Plutarch, Moralia 753e.</ref> Bei Athenaios wird sie als Hetäre bezeichnet.<ref>Ptolemaios FGrH 234 F 4 = Athenaios 13,576e-f.</ref>
Sie gewann 264 v. Chr. die Synoris – das Wagenrennen mit einem Zweigespann – bei den 128. Olympischen Spielen. Vier Jahre später wiederholte sie ihren Sieg.<ref name="pausanias" /> Frauen war es zu dieser Zeit verboten, das Wettkampfgelände in Olympia zu betreten. Bereits im 4. Jh. v. Chr. hatte die Spartanerin Kyniska bemerkt, dass sie als Pferdebesitzerin dennoch an den hippischen Disziplinen teilnehmen konnte, da gewöhnlich Sklaven als Reiter fungierten.<ref>Inschriften von Olympia Nr. 160. Abgerufen am 28. Februar 2021.</ref> In Kyniskas Nachfolge waren es dann weitere Spartanerinnen und Ptolemaierinnen, die zu Olympionikinnen wurden.<ref>Pausanias 3,8,5</ref>
Ob Bilistiche erst nach ihrem Sieg in Olympia oder schon zuvor zur Geliebten des ägyptischen Pharaos Ptolemaios II. wurde, ist unklar.<ref>Ptolemaios FGrH 234 F 4 = Athenaios 13,576e-f.</ref> 251/50 v. Chr. soll sie das wichtige religiöse Amt der Kanephore bei Feierlichkeiten für Arsinoe II Philadelphia, der Ehefrau des Ptolemaios, übernommen haben.<ref>Walter Ameling: Bilistiche. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 2, Metzler, Stuttgart 1997, ISBN 3-476-01472-X, Sp. 677.</ref> Von Ptolemaios II. wurde sie als Aphrodite Bilistiche vergöttert.<ref>Sarah B. Pomeroy: Women in Hellenistic Egypt: From Alexander to Cleopatra. Wayne State University Press, Detroit 1990, S. 53–55.</ref>
Clemens von Alexandria behauptet, sie sei im Serapeum von Alexandria bestattet worden.<ref>Clemens von Alexandria, protrepticus ad Graecos 4,108, von ihm Blistichis genannt.</ref>
Literatur
- Walter Ameling: Bilistiche. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 2, Metzler, Stuttgart 1997, ISBN 3-476-01472-X, Sp. 677.
- Alan Cameron: Two Mistresses of Ptolemy Philadelphus. In: GRBS 31, 1990, S. 287–311.
- Johannes Kirchner: Belistiche. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band III,1, Stuttgart 1897, Sp. 240.
- Elizabeth Kosmetatou: Bilistiche and the Quasi-Institutional Status of Ptolemaic Royal Mistress. In: Archiv für Papyrusforschung 50 (2004), S. 18–36.
- Sarah B. Pomeroy: Women in Hellenistic Egypt: from Alexander to Cleopatra. Wayne State University Press, Detroit 1990.
Weblinks
- Chris Bennett: Bilistiche
Anmerkungen
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bilistiche |
| ALTERNATIVNAMEN | Belistiche; Belestiche; Blistichis |
| KURZBESCHREIBUNG | Kurtisane |
| GEBURTSDATUM | vor 264 v. Chr. |
| STERBEDATUM | 3. Jahrhundert v. Chr. oder 2. Jahrhundert v. Chr. |