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Marianne Baudler

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Marianne Baudler (* 27. April 1921 in Stettin; † 5. März 2003 in Davos) war eine deutsche Chemikerin und Professorin für Anorganische und Analytische Chemie an der Universität zu Köln.

Leben

Marianne Baudler war die Tochter des Fabrikanten Fritz Baudler und dessen Ehefrau Clara geb. Siermann.<ref name=":1">Universität zu Köln: NL Prof. Dr. Marianne Baudler. (PDF) Abgerufen am 17. April 2021.</ref> Sie legte ihr Abitur 1940 in Stettin ab und studierte anschließend Chemie an der TH Dresden sowie an der Universität Göttingen. Ihr Diplom als Chemikerin erlangte sie 1943 in Dresden<ref name=":1" /> und wurde 1946 in Göttingen bei Franz Fehér mit ihrer Dissertation über Polyschwefelwasserstoffe zum Dr. rer. nat. promoviert.<ref>Gesellschaft Deutscher Chemiker e. V.: Marianne Baudler. Abgerufen am 17. April 2021.</ref> Bis 1949 war sie Forschungsassistentin bei Fehér, folgte ihm nach dessen Wechsel an die Universität zu Köln und wirkte dort bis 1960 als wissenschaftliche Assistentin.<ref name=":1" />

1959 habilitierte sie sich an der Universität zu Köln mit der Schrift „Untersuchungen über Di-Phosphorsäuren“<ref>Marianne Baudler: Untersuchungen über Di-Phosphorsäuren: Gleichz. e. Beitr. zur Kenntnis d. Phosphor-Phosphor-Bindg. Habilitation, Köln, 1959.</ref> und lehrte dort ab 1960 als Diätendozentin, ab 1963 als außerordentliche Professorin. Nachdem sie den Ruf an die Technische Universität Berlin abgelehnt hatte, wurde sie 1968 in Köln zur ordentlichen Professorin für Anorganische und Analytische Chemie und zur Direktorin des Instituts für Anorganische Chemie ernannt. Ihre Emeritierung erfolgte 1986.<ref name=":1" />

Baudler war seit 1982 ordentliches Mitglied der Akademie der Naturforscher Leopoldina<ref>Mitgliedseintrag von Marianne Baudler bei der Deutschen Akademie der Naturforscher LeopoldinaVorlage:Abrufdatum</ref> und seit 1991 korrespondierendes Mitglied der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Klasse der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.<ref name=":1" /><ref>Mitglieder: Marianne Baudler. Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, abgerufen am 23. August 2025.</ref>

Forschungsschwerpunkte

Arbeitsgebiete waren Chemie der Nichtmetalle, vor allem die Chemie des Phosphors (Phosphane und Verbindungen mit mindestens einer Phosphor-Phosphor-Bindung). Die Analyse und Charakterisierung der Substanzen erfolgte mit Hilfe der IR- und Raman-Spektroskopie, NMR-Spektroskopie und Massenspektroskopie.<ref>Römpp Chemie-Lexikon, 9. Auflage, Thieme, Stuttgart 1992.</ref> Sie formulierte mit diesen Ergebnissen Regeln zum Aufbauprinzip bevorzugter Strukturen cyclischer Phosphane, die später durch quantenmechanische Rechnungen bestätigt wurden und heute auch als Baudler-Regeln bezeichnet werden.<ref name="Schmitz">Karin J. Schmitz: Neuer Name: Marianne-Baudler-Preis für Anorganische Chemie In: Nachrichten aus der Chemie. Band 71, Nr. 2, 2023, ISSN 1868-0054, S. 99.</ref>

Ab 2023 wird der GDCh-Preis für Anorganische Chemie nach ihr benannt.<ref name="Schmitz" />

Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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