Zum Inhalt springen

Dioptrik

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 6. Juli 2023 um 23:45 Uhr durch imported>Speravir (genauer zur Wortherkunft).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Dioptrik (früher Anaklastik<ref>Vgl. Meyers Großes Konversations-Lexikon: „Dióptrik“.</ref>) ist das Teilgebiet der Optik, das sich mit lichtbrechenden Systemen beschäftigt. Es grenzt sich ab von der Katoptrik, die sich mit spiegelnden Systemen befasst.<ref name=Hecht></ref> Die griechisch-lateinische Form „Dioptrice“ ist der Titel eines bedeutenden Werks von Johannes Kepler über das Fachgebiet. Der Begriff lässt sich auf {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) zurückführen, womit ein antikes optisches Gerät zur Höhenmessung bezeichnet wurde.<ref>Wolfgang Pfeifer et al.: Dioptrik. In: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. Digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache. 1993 (Online-Ansicht [abgerufen am 7. Juli 2023]).</ref>

In der Lichtmikroskopie werden Kondensoren, die aus Glaslinsen bestehen, als dioptrisch bezeichnet, um sie von katoptrischen abzugrenzen, die aus Spiegeln bestehen. Dioptrische Kondensoren sind also der Normalfall.<ref>Heinz Appelt: Einführung in die mikroskopischen Untersuchungsmethoden. 4. Auflage. Akademische Verlagsgesellschaft Geest & Portig KG, Leipzig 1959, S. 106 f.</ref> Allvar Gullstrand erhielt 1911 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin „für seine Arbeiten über die Dioptrik des Auges“.

Ein katadioptrisches System, zum Beispiel ein katadioptrisches Teleskop, hat sowohl reflektierende (katoptrische) als auch brechende (dioptrische) Elemente.<ref name=Hecht/> Weitere Beispiele sind Spiegellinsenobjektive und Katadioptrische Dialyte.

Einzelnachweise

<references/>