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Dolmen von Kercadoret

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Datei:Dolmen de Kercadoret à Locmariaquer Jean-Charles GUILLO.JPG
Dolmen von Kercadoret

Der Dolmen von Kercadoret<ref>Ker ist ein bretonischer Appellativ, der häufig als Präfix bei Ortsnamen verwendet wird. Er bedeutet: „bewohnter Ort“.</ref> ist eine von vielen Megalithanlagen in der Umgebung von Locmariaquer im Département Morbihan in der Bretagne. Das jungsteinzeitliche Bauwerk wurde im Jahr 1929 als Monument historique<ref>Dolmen, Kercadoret in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)</ref> geschützt.

Lage

Der Dolmen steht knapp 4,0 Kilometer nordwestlich von Locmariaquer rechts der D781 auf einem privaten Wiesengrundstück. Je nach Jahreszeit ist er mehr oder weniger dicht bewachsen. Dolmen ist in Frankreich der Oberbegriff für Megalithanlagen aller Art (siehe: Französische Nomenklatur).

Datierung

Eine Datierung des Bauwerks ist schwierig, da nur sehr wenige Steine vorhanden sind, die überdies keinerlei Ornamentik aufweisen; auch eine Wiederverwendung von Steinen ist nicht festzustellen. Dadurch unterscheidet sich der Dolmen von Kercadoret von den meisten anderen Megalithbauwerken im Gebiet von Locmariaquer. Die einfache – etwas grobe – Steinbearbeitung macht eine späte Bauzeit (um 3500 v. Chr.) wahrscheinlich.

Architektur

Der etwa 2,10 × 2,50 m messende Dolmen besteht aus sechs Tragsteinen mit einer einzigen Deckplatte; die Grabkammer erreicht eine Höhe von maximal 1,50 m – möglicherweise sind die Tragsteine auf der rechten Seite des Eingangs im sandigen Untergrund eingesunken. Vor der eigentlichen Grabkammer befinden sich zwei nach innen eingezogene Orthostaten, die ehemals möglicherweise – Genaueres ist bislang nicht erforscht – den Übergang zu einem inzwischen verschwundenen Gang (allée couverte) darstellten. Der Dolmen war wohl ursprünglich von einem Hügel aus kleineren Steinen (Cairn) bedeckt, der später von Menschenhand abgetragen wurde.

Sonstiges

In der Grabkammer wurden vier bronzezeitliche Speer- und Pfeilspitzen aus der Zeit um 1500 v. Chr. gefunden. In der Nähe liegen die Gezeitenmühle und der Dolmen von Coët-Courzo.

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />

Literatur

  • Jacques Briard: Die Megalithen der Bretagne. Éditions Gisserot, Paris 2000, ISBN 2-87747-065-2, S. 47.

Weblinks

Commons: Dolmen de Kercadoret – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 47° 35′ 30″ N, 2° 58′ 40″ W

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