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Michael-Althen-Preis

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 19. April 2026 um 08:12 Uhr durch imported>Eugénie Pellissier (Matthes & Seitz Berlin) (Link Petra Ahne).
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Der Michael-Althen-Preis für Kritik ist eine seit 2012 jährlich von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) zu Ehren des dort bis zu seinem Tod im Jahr 2011 angestellten Redakteurs und Filmkritikers Michael Althen ausgeschriebene Auszeichnung, mit der eine Form der Kritik gewürdigt werden soll, „in der analytische Schärfe und Emotion einander bedingen und ergänzen“. Der Preis war zunächst mit 10.000 Euro dotiert,<ref name="seidl">Claudius Seidl: Der Michael-Althen-Preis für Kritik. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. 11. September 2012, abgerufen am 17. Oktober 2012.</ref> seit 2015 beträgt das Preisgeld 5000 Euro.<ref name="seidl_2015">Claudius Seidl: Der Michael-Althen-Preis für Kritik 2015. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. 23. Mai 2015, abgerufen am 13. Mai 2016.</ref>

Nach den offiziellen Richtlinien kann sich jeder für den Preis bewerben, der zwischen dem 15. August des laufenden und dem 15. August des vorherigen Jahres eine Kritik veröffentlicht hat. Die Einreichung deutschsprachiger Texte wird dabei bevorzugt. Die Verleihung des Preises findet jeweils Mitte Oktober statt.<ref name="FAS2014">Zu Ehren des Autors Der Michael-Althen-Preis für Kritik 2014</ref>

Jurymitglieder

Die Konstruktion der Jury sieht vor, dass diese nicht aus Kritikern bestehen soll. Seit Beginn gehörten der Jury die Schauspielerin Claudia Michelsen, die Regisseure Dominik Graf und Tom Tykwer, der Schriftsteller Daniel Kehlmann sowie der Schauspieler Hanns Zischler an.<ref name="seidl" /><ref name="FAS2014" /><ref>FAZ: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Michael-Althen-Preis für Kritik 2016 (Memento vom 13. Juli 2016 im Internet Archive).</ref> Zischler schied 2016 auf eigenen Wunsch aus der Jury aus.

Preisträger

Jahr Preisträger/in Begründung
2012 Sarah Khan<ref name="adorjan">Johanna Adorján: Der Ton, den alle liebten. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 17. Oktober 2012, abgerufen am 17. Oktober 2012.</ref> Feuilleton-Essay über die Fernsehserie Dr. House
2013 Willi Winkler<ref>Ehrung für Willi Winkler. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 13. Oktober 2013, abgerufen am 17. Oktober 2013.</ref> Feuilleton-Essay über den Religionskritiker Karlheinz Deschner unter dem Titel Antichrist
2014 Hans Hütt<ref>FAZ zeichnet schwulen Autor Hans Hütt aus. Abgerufen am 9. April 2015.</ref><ref>Wir sind dann mal wieder im Kino in FAZ vom 17. Oktober 201, Seite 11</ref> Feuilleton-Essay Angst vor der Gleichheit über die Kritik des homophoben Denkens
2015 Rupprecht Podszun<ref>Althen-Preis für Rupprecht Podszuns "Baal"-Bericht auf nachtkritik.de. Abgerufen am 12. Oktober 2015.</ref> Feuilleton-Essay Bitte nix mixen! über den Urheberrechtsprozess des Suhrkamp-Verlags gegen das Münchner Residenztheater wegen Frank Castorfs „Baal“-Inszenierung<ref>Rupprecht Podszun: "Bitte nix mixen!" – Streit ums Urheberrecht. Beobachtungen vom Prozess des Suhrkamp-Verlags gegen das Münchner Residenztheater wegen Frank Castorfs "Baal"-Inszenierung. In: nachtkritik.de. 18. Februar 2015, abgerufen am 12. Oktober 2015.</ref>
2016 Kia Vahland<ref>Preis für Kia Vahland. Abgerufen am 12. Mai 2017.</ref> Feuilleton-Essay Meister, die vom Himmel fallen über Kunstwerke, die fälschlicherweise Michelangelo, Raffael und Leonardo zugesprochen werden
2017 Lara Fritzsche<ref>Lara Fritzsche gewinnt Michael-Althen Preis in FAZ vom 17. Oktober 2017, Seite 9</ref> Feuilleton-Essay Kulturschock über den Umgang mit kruden Argumenten gegen Minderheiten, das Unbehagen von ‚Das darf man doch wohl noch sagen‘ und der Grenzziehung zwischen der Uniformität politischer Korrektheit und Anstand
2018 Antje Stahl<ref>Der Gewinnertext 2018 | Michael Althen. Abgerufen am 25. Februar 2019.</ref> Feuilleton-Essay No more Frauenghetto, bitte über die Ausgrenzung von Frauen in der Architektur
2019 Verena Lueken<ref>Verena Lueken ausgezeichnet. Abgerufen am 8. Oktober 2019.</ref> Feuilleton-Essay „Das ist das Leben“, ein Lob des amerikanischen Schriftstellers Richard Ford
2020 Mareike Nieberding<ref>Claudius Seidl: Kritisierte Kritiker. In: FAZ. 18. Oktober 2020, abgerufen am 10. Januar 2021.</ref> Feuilleton-Essay „Flucht & Sühne“ über die französische Schriftstellerin Alice Zeniter
2021 Ulrich Gutmair<ref>Ulrich Gutmair: Kebabträume in der Mauerstadt. In: Merkur. 23. April 2021, abgerufen am 12. Mai 2022.</ref> Feuilleton-Essay „Kebabträume in der Mauerstadt“ über die Band Deutsch Amerikanische Freundschaft
2022 Adam Soboczynski<ref>Georg Kasch (geka): Michael-Althen-Preis für Kritik an Adam Soboczynski. In: Nachtkritik. 22. November 2022, abgerufen am 23. November 2022.</ref> Feuilleton-Rezension „So schön stirbt das Abendland“ über das Buch Vernichten von Michel Houellebecq
2023 Samira El Ouassil<ref>Petra Ahne: Michael-Althen-Preis 2023. Barbie und ich. In: FAZ. 22. November 2023, abgerufen am 26. November 2022.</ref> Feuilleton-Essay „Wie ich lernte, Barbie (nicht) zu lieben“ über den Kinofilm Barbie von Regisseurin Greta Gerwig
2024 Xaver von Cranach<ref>Der Gewinnertext 2024 | Michael Althen. Abgerufen am 4. März 2025.</ref> Feuilleton-Essay „Die Löschpapierfrau“ über Tove Ditlevsen

Weblinks

Einzelnachweise

<references />