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Heller Group

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HELLER Gruppe

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Rechtsform Heller Holding SE & Co. KGaA vertreten durch die Heller Management SE
Gründung 1894
Sitz Nürtingen, Deutschland
Leitung Brandon Hyuk Kim (COO), Andreas Müßigmann (CAO), Thorsten Schmidt (CEO), Chang Soo Son (Sonderprojekt “HELLER New Business”), Simon Seung Ju Song (CFO), Sung Won Park (Aufsichtsratsvorsitzender)
Mitarbeiterzahl 2.000<ref name="Unternehmensprofil">HELLER – Unternehmensprofil. HELLER, abgerufen am 26. März 2026.</ref>
Umsatz 537 Mio. EUR (2024)<ref name="Unternehmensprofil"/>
Branche Werkzeugmaschinenbau
Website www.heller.biz
Stand: 28. Februar 2026

Heller (Eigenschreibweise: HELLER) (Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH) wurde im Jahr 1894 von Hermann Heller in Nürtingen (Baden-Württemberg) als kleiner Handwerksbetrieb gegründet. Heute entwickelt und produziert die Unternehmensgruppe CNC-Werkzeugmaschinen und Fertigungssysteme für die spanende Bearbeitung. Der Maschinenbauer beschäftigt weltweit 2.000 Mitarbeiter.<ref>Heller vertieft die Kooperation mit IGH Infotec. In: werkstatt-betrieb.de, 7. März 2022</ref>

Geschichte

Am 7. Februar 1894 wurde die Firma „Hermann Heller Handelsgeschäft und Produktion von geschützten Artikeln und Uhrmacherwerkzeug“ von dem 25-jährigen Hermann Heller (1869–1931) gegründet. Die Belegschaft bestand zunächst aus sieben Gesellen und drei Lehrlingen. Man produzierte Schraubstöcke, Schornsteinaufsätze, Ventilatoren sowie Wendeltreppen.

Mit der Herstellung von Kaltkreissägemaschinen zum Sägen von Metallen sowie der Fertigung von Sägeblattschärfmaschinen und Gewindeschneidapparaten erfolgte 1898 der Einstieg in den Maschinenbau. Die ursprüngliche Firma wurde am 5. Januar 1900 von der „Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH“, gegründet von den Brüdern Ernst (1866–1936) und Hermann Heller, abgelöst. Im Jahr 1913 zählte HELLER zu den ersten Industrieunternehmen in Deutschland, die eine eigene Lehrwerkstatt gegründet haben.<ref>Jahresbericht 2013 der Heller Group, S. 5.</ref>

1933 begann ein lang dauernder Konjunkturaufschwung. Werkzeugmaschinen waren zwar keine Rüstungsprodukte, wurden aber zu deren Fertigung benötigt. Mit Spezialmaschinen zum Fräsen und Schneiden von Metallen, in der Automobil- und Rüstungsindustrie und einer Hydrauliksparte war Heller ein wichtiger Zulieferer, für diese Industrien. In den Kriegsjahren, in denen die Produktion ausgelastet war, reichte das Personal immer weniger aus. Ab 1941/42 wurden mehr und mehr Beschäftigte der Firma Heller eingezogen. Die Lücken, welche Facharbeiter ließen, konnten mit ungelernten Kräften gefüllt werden. Darunter waren auch ausländische Zwangsarbeiter.<ref>Global Player mit Stammsitz in Nürtingen wird 125. In: Stuttgarter Nachrichten. Abgerufen am 15. November 2022.</ref> Dabei stammten die Zwangsarbeiter aus verschiedenen Teilen Europas und führten neben Bestrafungsmaßnahmen vor Ort in Teilen auch zum Arbeitserziehungslager.<ref>Zivilarbeiter aus Frankreich | Gedenkinitiative für die Opfer und Leidtragenden des Nationalsozialismus in Nürtingen und Umgebung. Abgerufen am 2. Januar 2026.</ref> Die Wehrmacht attestierte 1943: „Die Fertigung zeigt trotz Abzug einer großen Zahl von Fachkräften immer noch einen beachtlich hohen Stand, dank der Bemühungen der Industrie, ungelernte In- und Ausländer, männliche und weibliche Ungeschulte in die Fertigung einzuschalten.“<ref>Wehrmacht-Rüstungskommando Stuttgart II, Bericht zum 4. Quartal 1943</ref>

Nach dem Tod der beiden Gründerväter Hermann und Ernst führte die zweite Generation mit Hermann Heller Junior und seinen beiden Brüdern Rolf und Werner das Unternehmen weiter. In den 50er Jahren folgte der Bau von Transferstraßen, etwa für die Automobilindustrie. In den 60er Jahren schließlich übernahm die dritte Generation mit Hubert und Berndt Heller die Führung in der Maschinenfabrik und entwickelte die Firma zu einer weltweiten Unternehmensgruppe mit internationalen Standorten.<ref>Maschinenfabrik Heller wird 125 Jahre alt. In: esslinger-zeitung.de, 25. Februar 2019</ref> Seit den 70er Jahren expandierte Heller und eröffnete Produktionsstandorte in England, Brasilien, USA und China.

Heller entwickelte gemeinsam mit Daimler ein serienreifes thermische Spritzverfahren CBC (CylinderBoreCoating), welches die Prozesskette der Kurbelgehäusefertigung erweitert, wofür die beiden Firmen 2013 den Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU) bekamen.<ref>Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)</ref>

Am 28. Januar 2026 schloss DN Solutions die Übernahme der Anteile von Heller ab. Heller ist somit eine 100-prozentige Tochtergesellschaft von DN Solutions.<ref>DN Solutions. Abgerufen am 28. Januar 2026.</ref><ref>Gebr Heller Maschinenfabrik GmbH: Übernahme des deutschen Werkzeugmaschinenherstellers HELLER durch DN Solutions abgeschlossen. 28. Januar 2026, abgerufen am 28. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Struktur

Heller verfügt weltweit über Produktionsstandorte, so z. B. in Deutschland, England, Brasilien, USA und China. Die in Nürtingen ansässige Heller Services GmbH ist eine 100-%-Tochter, mit den Schwerpunkten Services und Training. Zudem bestehen in allen für Heller relevanten Märkten weltweit Niederlassungen und Vertretungen.<ref>o. V.: GEBR. HELLER MASCHINENFABRIK Mit neuer Struktur noch näher am Kunden. In: MM MaschinenMarkt Special Baden-Württemberg, 9. Juni 2008, S. 44.</ref>

Heller ist in Asien vertreten, beispielsweise durch das 2009 gegründete Technologiecenter und die 2010 gegründete Niederlassung im indischen Pune und Niederlassungen in Schanghai und Peking. Im Oktober 2013 fand die Eröffnung des fünften Produktionswerkes der HELLER Gruppe im chinesischen Changzhou statt. Damit können jetzt auch in China Bearbeitungszentren projektiert, bedarfsgerecht ausgerüstet und ausgeliefert werden. Ergänzt wird dieses Angebot durch die Möglichkeit, Baugruppen zu reparieren, umzubauen oder Maschinen zu überholen.<ref>Jahresbericht 2013 der Heller Group, S. 9.</ref>

Die Heller Gruppe hat folgende Unternehmen übernommen:

  • August Wenzler Maschinenbau GmbH, Spaichingen (Baden-Württemberg): Hersteller von Turn-Key-Anlagen für die mechanische Bearbeitung von Aluminium-Strukturteilen<ref>Wenzler Unternehmen. Wenzler, abgerufen am 27. Oktober 2022.</ref>
  • GSN Maschinen-Anlagen-Service GmbH, Rottenburg-Hailfingen (Baden-Württemberg) Spezialist für Umbau, Automatisierung, Überholung, Service und Instandhaltung vorhandener Werkzeugmaschinen<ref>GSN – Wir über uns. GSN, abgerufen am 27. Oktober 2022.</ref>
  • Paatz Viernau GmbH, Steinbach-Hallenberg (Thüringen): Hersteller von Spannvorrichtungen und Mehrspindelköpfen<ref>Heller Gruppe übernimmt Paatz ViernauIn: MaschinenMarkt, 6. Juni 2018</ref>
  • STS Maschinendienstleistung GmbH, Metzingen (Baden-Württemberg): Spezialist für Gebrauchtmaschinen, Steuerungstechnik, Automation, Retrofit und Service<ref name="Unternehmensprofil"/>

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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