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Salm-Reifferscheidt

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Datei:Arms of the house of Salm-Reifferscheid-Raitz.svg
Wappen der Fürsten von Salm-Reifferscheidt-Raitz, des einzigen noch bestehenden Zweiges der Linie Salm-Reifferscheidt
Datei:St. Matthias (Reifferscheid) 164.jpg
Altgraf Erich Adolf auf dem Stifterbild in St. Matthias (Reifferscheid)

Das Adelsgeschlecht Salm-Reifferscheidt stellt einen Seitenzweig des Hauses Salm und dort der Linie Niedersalm dar, agnatisch hervorgegangen aus dem Adelsgeschlecht Reifferscheid.

Geschichte

Herkunft

Graf Heinrich VII. von Niedersalm († 1416) vermachte, nachdem seine Kinder alle ohne Nachkommen und vor ihm gestorben waren, seinen Besitz 1416 testamentarisch an seinen Neffen Johann V. von Reifferscheid († 1418). Die Herren von Reifferscheidt und Dyck waren wohl die nächsten Blutsverwandten des Erblassers.<ref>Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins, 10. Band, Aachen 1888</ref> Johann VI. von Reifferscheid († 1475), der Sohn des Johann V., bekam die Niedersalm’schen Güter schließlich 1456 durch ein Urteil des Rates des Herzogtums Luxemburg zugesprochen. Ab 1460 nannte sich Johann VI. auch Graf zu Salm. Er ist der Stammvater der später in den Fürstenstand erhobenen Linien des Hauses Salm-Reifferscheidt.

Linien

Das Gesamtgeschlecht Salm-Reifferscheidt verzweigte sich in die Linien

  • Bedburg, begründet durch Altgraf Erich Adolf (1619–1673). 1803 verlor diese Linie durch den Reichsdeputationshauptschluss ihren Besitz Bedburg, wurde mit dem Fürstentum Krautheim entschädigt und nannte sich seither „Salm-Reifferscheidt-Krautheim“.<ref name="Köbler">Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder: Die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart. C.H. Beck, München, 2007; S. 605.</ref> 1804 in den Reichsfürstenstand erhoben, beerbte 1888 die Linie Dyck und nannte sich „Salm-Reifferscheidt-Krautheim und Dyck“, 1958 erloschen.
  • Dyck, begründet durch Altgraf Ernst-Salentin (1621–1684), einem jüngeren Bruder des Erich Adolf († 1673). Diese Linie besaß die Reichsherrschaft Dyck und Herrschaft und Schloss Alfter. Die Grafschaft ging 1815 in Preußen (Provinz Großherzogtum Niederrhein) auf. 1816 wurde diese Linie in den preußischen Fürstenstand erhoben. Nach dem Erlöschen der Linie Dyck 1888 ging ihr Besitz auf die Linie Krautheim (Bedburg) über.
  • Hainspach, begründet durch Altgraf Leopold Anton (1699–1769), einen Enkel des Erich Adolf († 1673). Diese Linie besaß die Herrschaft Hainspach (Böhmen) und ist 1887 erloschen. Oswald von Thun und Hohenstein beerbte die Linie und ließ eine Namens- und Wappenerweiterung Thun-Hohenstein-Salm-Reifferscheidt durchführen.
  • Raitz, begründet durch Altgraf Anton Joseph Franz (1720–1769), einen Enkel des Erich Adolf († 1673). Diese Linie wurde 1790 in den Reichsfürstenstand erhoben und besaß die Herrschaften Blansko und Raitz (Mähren) bis zur Enteignung 1945. Seit 1962 besitzt diese Linie das Schloss Steyregg in Oberösterreich.

Besitzungen

Einzelpersonen

Anna von Salm-Reifferscheidt

Wappen

Genealogie (Auszug)

Vorlage:Stammbaumliste

Literatur

Siehe auch

Weblinks

Commons: Salm-Reifferscheidt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />