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Intracranial Self-stimulation

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Intracranial self-stimulation (ICSS) (Deutsch: „intrakraniale Selbstreizung“ oder „intrakranielle Selbstreizung“<ref>intrakranielle Selbstreizung im Dorsch Lexikon der Psychologie. 2016 (hogrefe.com [abgerufen am 26. August 2021]).</ref>), ist ein erstmals 1954 von James Olds und Peter Milner durchgeführtes Experiment in der Verhaltensforschung bei Ratten.

Bei der ICSS kann sich das Versuchstier durch Tastendruck selber über eine vorher vom Experimentator in ein bestimmtes Hirnareal implantierte Elektrode reizen.<ref>Styliani Vlachou, Athina Markou: Animal Models of Drug Addiction. In: Neuromethods Volume 53, 2011, S. 3–56, Springer-Verlag, hier online; zuletzt eingesehen am 13. April 2014.</ref> Eine solche Selbstreizung wird von der Ratte sogar dem Fressen und dem Sex vorgezogen, weil hier Suchtzentren („reward centres“, „pleasure centres“) direkt stimuliert werden (z. B. präfrontaler Cortex, Thalamus, Nucleus accumbens). Auch werden Schmerz auslösende Handlungen in Kauf genommen, beispielsweise das Überqueren eines unter Strom stehenden Metallgitters, um an die Taste zur Selbstreizung zu gelangen.

Literatur

  • J. Olds & P. Milner (1954): Positive reinforcement produced by electrical stimulation of septal area and other regions of rat brain. Journal of Comparative and Physiological Psychology, 47, 419–427.
  • N. Birbaumer & R. F. Schmidt (1999, 2006 etc.): Biologische Psychologie. Berlin: Springer. (S. 676 ff., mit Skizze des Experiments).

Einzelnachweise

<references />