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Emil

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Emil ist ein männlicher Vorname. Emil kommt aber auch als Nachname vor.

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Herkunft und Bedeutung

Beim Vornamen Emil handelt es sich um eine Variante des lateinischen Gentilnamens Aemilius.<ref>Rosa Kohlheim, Volker Kohlheim: Duden. Lexikon der Vornamen. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04946-2, S. 127.</ref><ref>Emil. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 30. April 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Zur Herleitung des Gentilnamens Aemilius existieren verschiedene Theorien:

  • lateinisch aemulus (Adjektiv):<ref name=":0">Aemilius. In: Nordic Names. Judith Ahrholdt, abgerufen am 30. April 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Meyers Konversationslexikon, 4. Auflage, 1888–1890</ref>„eifersüchtig“<ref>aemulus (Adjektiv). In: Frag Caesar. Stefan Schulze Steinmann, abgerufen am 30. April 2022.</ref>
  • lateinisch aemulus (Nomen):<ref name=":0" /> „Ebenbürtiger“, „Konkurrent“, „Rivale“<ref>aemulus (Nomen). In: Frag Caesar. Stefan Schulze Steinmann, abgerufen am 30. April 2022.</ref>
  • lateinisch aemulare:<ref name=":0" /> „eifersüchtig sein“, „nachahmen“, „wetteifern“<ref>aemulare (Verb). In: Frag Caesar. Stefan Schulze Steinmann, abgerufen am 30. April 2022.</ref>
  • etruskisch: „freundlich“<ref name=":0" />

Verbreitung

International

Der Name Emil erfreut sich international großer Beliebtheit.<ref>Emil. In: Vornamen Weltweit. Matthias Grönert, abgerufen am 20. August 2022.</ref>

In Tschechien war der Name Emil schon in den 1930er Jahren weit verbreitet. Im Laufe der Jahre sank seine Beliebtheit jedoch. Im Jahr 2000 erreichte er zuletzt eine Platzierung in der Top-100 der tschechischen Vornamenscharts (Stand 2016).<ref>Popularity in the Czech Republic. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 20. August 2022.</ref> In Bosnien und Herzegowina ist der Name weiterhin populär und gehört beständig zu den 100 meistgewählten Jungennamen. Im Jahr 2021 belegte Emil dort Rang 53 der Hitliste.<ref>Popularity in Bosnia and Herzegovina. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 20. August 2022.</ref> Ein ähnliches Bild zeigt sich in Polen, wo der Name zuletzt auf Rang 78 der Vornamenscharts stand.<ref>Popularity in Poland. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 20. August 2022.</ref> In Slowenien wird der Name seit 1992 in der Namensgebung berücksichtigt. Den besten Platz belegte er mit Rang 134 im Jahr 1993.<ref name=":2">Emil. In: Baby-Vornamen. Baby Vornamen, abgerufen am 18. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

In Dänemark hat sich Emil im vorderen Viertel der Top-100 etabliert. Zuletzt belegte der Name dort Rang 10.<ref>Popularity in Denmark. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 20. August 2022.</ref> In Norwegen gelang dem Namen in der zweiten Hälfte der 1980er und in den 1990er Jahren ein rascher Aufstieg in der Hitliste der 100 meistvergebenen Jungennamen. Ab 2010 stand Emil dort sechsmal an der Spitze der Vornamenscharts. Zuletzt belegte er Rang 3 der Hitliste (Stand 2021).<ref>Popularity in Norway. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 20. August 2022.</ref> Auch in Island ist der Name sehr beliebt. Im Jahr 2018 stand er auf Rang 3 der Vornamenscharts.<ref>Hagstofan: Nöfn. In: Hagstofa Íslands. Hagstofa Íslands, abgerufen am 20. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Dagegen sinkt die Popularität des Namens in Schweden. Stand Emil dort im Jahr 2002 noch an der Spitze der Vornamenscharts, belegte er im Jahr 2021 noch Rang 59.<ref>Popularity in Sweden. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 20. August 2022.</ref> Seit 2009 liegt der Name in Finnland in den Top-50, seit 2022 sogar in den Top-10.<ref>Popularity in Finland. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 18. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Der Name kommt in den Niederlanden seit 1930 regelmäßig in den Vornamenscharts vor. Ab 2010 wurde er etwa 130 Mal gewählt. In Frankreich taucht Emil seit Anfang der 1990er Jahre jedes Jahr in den Hitlisten auf, der Name ist aber nur mäßig beliebt.<ref name=":2" /> In Belgien befindet sich der Name seit 2020 in den Top-200.<ref>Popularity in Belgium. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 18. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In England und Wales liegt der Name seit 1996 fast jedes Jahr in den Top-1000. Der Name ist aber nur mäßig beliebt.<ref>Popularity in England and Wales. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 18. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Emil ist seit 1964 in Irland jedes Jahr in den Hitlisten anzutreffen. Der Name ist aber nicht sehr populär. Die Vergabe ist auch in Liechtenstein, Schottland und Nordirland nachgewiesen.<ref name=":2" />

Emil lag in den USA von 1880 bis Anfang der 1980er Jahre stets in den Top-1000, wobei seine Popularität seit den 1920er Jahren stark rückläufig war.<ref>Popularity in the United States. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 18. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In Kanada wird der Name seit 1980 jährlich vergeben, er ist aber nicht sonderlich populär.<ref name=":2" /> Der Name ist in Aserbaidschan seit dem Jahr 2012 dauerhaft in den Top-30.<ref>Popularity in Azerbaijan. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 18. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Deutscher Sprachraum

In Österreich wuchs die Beliebtheit des Namens Emil in den vergangenen Jahren. Im Jahr 2023 belegte er Rang 22 der Hitliste.<ref>Popularity in Austria. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 18. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Von 1984 bis 2023 wurde der Name rund 4.700 Mal vergeben.

Emil wird in der Schweiz seit 1930 regelmäßig bei der Namenswahl berücksichtigt. Von 1930 bis 1950 lag er stets in den Top-100, danach ging seine Beliebtheit stetig zurück. Seit der Jahrtausendwende steigt seine Popularität wieder an.<ref name=":2" /> Im Jahr 2023 stand Emil hier auf Rang 36 der Vornamenscharts.<ref>Popularity in Switzerland. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 18. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

In Deutschland war der Name bereits im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts sehr beliebt.<ref name=":1">Emil. In: Beliebte Vornamen. Knud Bielefeld, abgerufen am 30. April 2022.</ref> Seine höchste Platzierung in den Vornamenscharts für diesen Zeitraum erreichte er im Jahr 1902, wo er mit Rang 11 die Top-10 nur knapp verfehlte.<ref>Die beliebtesten Vornamen des Jahres 1902. In: Beliebte Vornamen. Knud Bielefeld, abgerufen am 20. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Vor allem ab der Mitte der 1920er Jahre sank seine Beliebtheit rasch. Erst in den späten 1990er Jahren wurde der Name wieder häufiger vergeben. In den späten 2000er und frühen 2010er Jahren stieg er in den Vornamenscharts auf.<ref name=":1" /> Im Jahr 2021 belegte Emil Rang 8 der Hitliste und wurde an 1,1 % aller neugeborenen Jungen vergeben. Auf der Hitliste der beliebtesten Folgenamen erreichte er Rang 10. Der Name wird vor allem in Norddeutschland besonders häufig vergeben.<ref>Ausführliche Auswertung: Vornamen 2021. In: GfdS. Gesellschaft für deutsche Sprache e. V., 6. Mai 2022, abgerufen am 20. August 2022.</ref> Auch in Ostdeutschland steigt seine Beliebtheit.

Varianten

Neben Emil existieren folgende Namensvarianten:

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Für weibliche Varianten: siehe Emilia#Varianten

Namenstage

Namensträger

Emil

A

B

C

D

  • Emil Devrient (1803–1872), deutscher Schauspieler
  • Emil Doepler der Jüngere (1855–1922), deutscher Maler, Kunstgewerbler, Gebrauchsgrafiker und Heraldiker
  • Emil Dovifat (1890–1969), deutscher Publizistikwissenschaftler

E

F

G

H

  • Emil Hácha (1872–1945), tschechischer Jurist und Politiker
  • Emil Heilbut (1861–1921), deutscher Kunstsammler und -vermittler, Publizist und Kunstkritiker
  • Emil Hünten (1827–1902), deutscher Historienmaler

I

J

K

L

  • Emil Lang (1883–1959), deutscher Agrarwissenschaftler, Hochschullehrer
  • Emil Lang (1909–1944), deutscher Luftwaffenoffizier, Jagdflieger
  • Emil Lange (1825–1899), deutscher Fotograf
  • Emil Lange (1884–1968), deutscher Architekt
  • Emil Langen (1824–1870), deutscher Ingenieur und Unternehmer
  • Emil Lask (1875–1915), deutscher Philosoph
  • Emil Lohner (1865–1959), Schweizer Jurist und Politiker
  • Emil Löwenthal (1835–1896), deutscher Maler
  • Emil Lueken (1879–1961), deutscher Jurist, Oberbürgermeister von Kiel

M

  • Emil Mehr (1909–1988), Schweizer Maler, Zeichner, Mosaizist und Kunstpädagoge
  • Emil Molt (1876–1936), deutscher Tabakfabrikant und Gründer der ersten Waldorfschule
  • Emil Franz Josef Müller-Büchi (1901–1980), Schweizer Publizistikwissenschafter, Rechtshistoriker und Hochschullehrer

N

  • Emil Nagel (≈1853–?), deutscher Offizier und Afrikareisender
  • Emil Nolde (1867–1956), deutscher Maler

O

  • Emil Oberhoffer (1867–1933), deutsch-US-amerikanischer Dirigent, Komponist und Musikpädagoge
  • Emil Oberholzer (1883–1958), Schweizer Psychiater und Psychoanalytiker
  • Emil Obermann (1921–1994), deutscher Journalist, Autor und Fernsehmoderator

P

  • Emil Peeters (1893–1974), belgisch-deutscher Kapellmeister und Komponist
  • Emil Pott (1851–1913), deutscher Tierzuchtwissenschaftler

R

S

T

  • Emil Thoma (1869–1948), Schweizer Maler und Grafiker

U

V

W

  • Emil Waldmann (1880–1945), deutscher Kunsthistoriker und Museumsdirektor
  • Emil Waldmann (1925–2012), deutscher Maler und Grafiker
  • Emil Wehrle (1891–1962), deutscher Staatswissenschaftler, Jurist, Hochschullehrer
  • Emil Wiechert (1861–1928), deutscher Physiker und Seismologe
  • Emil Wiehl (1886–1960), deutscher Jurist und Diplomat

Z

Émile

A

  • Émile Arnaud (1864–1921), französischer Anwalt, Notar, Pazifist und Schriftsteller

B

C

D

  • Émile Deltour (1899–1956), belgischer Jazzgeiger, Komponist, Arrangeur und Bandleader
  • Émile Deville (1824–1853), französischer Mediziner und Tierpräparator
  • Émile Durkheim (1858–1917), französischer Soziologe

E

F

G

  • Émile Gallé (1846–1904), französischer Kunsthandwerker (Art Nouveau)

H

I

J

K

L

M

N

  • Émile Nouguier (1840–1897), französischer Bauingenieur, Mitentwickler des Eiffelturms

O

P

R

  • Émile Regnault (1811–1863), französischer Arzt und Autor
  • Émile Rey (1846–1895), Bergführer aus dem italienischen Aostatal

S

T

  • Émile Tavan (1849–1929), französischer Komponist und Arrangeur

V

W

Y

  • Émile Yelle (1893–1947), kanadischer Ordensgeistlicher und römisch-katholischer Erzbischof

Z

  • Émile Zola (1840–1902), französischer Schriftsteller und Journalist

Siehe auch

Weblinks

Commons: Emil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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