Zum Inhalt springen

Filialkirche Rabenstein

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 24. April 2026 um 08:25 Uhr durch ~2026-25003-44 (Diskussion) (Sonstiges).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Althofen Rabenstein Filialkirche hll Johannes und Paulus 24062015 5341.jpg
Filialkirche Rabenstein (2015)

Die Filialkirche Rabenstein steht im Ort Rabenstein im Nordwesten der Gemeinde Althofen im Bezirk St. Veit an der Glan. Die den frühchristlichen Märtyrern Johannes und Paulus geweihte Kirche gehört zur römisch-katholischen Pfarre Althofen im Dekanat Krappfeld in der Diözese Gurk-Klagenfurt.

Baubeschreibung

Die erstmals 1616 urkundlich als Filialkirche der Pfarre Althofen erwähnte Kirche wurde als einfacher romanischer Apsissaal, also in Form eines Langhauses mit angeschlossener Rundapsis, um 1150 erbaut.<ref name="Jannach">Günther Jannach: Zum Alter der Filialkirche Rabenstein. In: Stadtarchiv Althofen (Hrsg.): Matucaium – Beiträge des Stadtarchivs Althofen zur Geschichte Althofens. Nr. 2. Althofen 2025, S. 54–61.</ref> An der Südseite befinden sich romanische Trichterfenster, die teilweise vermauert sind; das Fensterprofil der Apsis wurde spitzbogig verändert.<ref name="Deuer">Wilhelm Deuer und Johannes Grabmayer: Transromanica - Auf den Spuren der Romanik in Kärnten. Klagenfurt 2008, S. 177 f.</ref> Das Langhaus trägt am östlichen Ende einen achteckigen, spitzbehelmten Dachreiter.<ref name="Hartwagner">Siegfried Hartwagner: Kärnten - Der Bezirk St. Veit an der Glan. Salzburg 1977, S. 171.</ref> Im Zuge der Restaurierung 1963 wurde die südlich angeschlossene, barocke Sakristei abgerissen.<ref name="Hartwagner" />

Innenausstattung

Der 1669 errichtete Hochaltar ist reich mit Knorpelwerk verziert.<ref name="Hartwagner" /> Er besteht aus einer Ädikula auf kleinem Sockel mit seitlichen Konsolfiguren unter Baldachinbögen und einem gesprengten Volutengiebel mit kleinen Rahmen als Aufsatz.<ref>Ernst Bacher et al.: Dehio – Handbuch Kärnten. Wien 2001, S. 658.</ref> Das Aufsatzbild zeigt Christus als Lehrer mit einem Lamm zu Füßen, die ehemalige zentrale Statute der Heiligen Maria mit Kind wurde 1967 gestohlen, und die seitlichen Konsolfiguren stellen die Patronen der Kirche dar.<ref name="Hartwagner" /> Diese drei Motive finden sich auch in der Stifterinschrift auf der Predella, wonach der Altar „zur Ehre Gottes, der Heiligen Jungfrau Maria und den Heiligen Märtyrern Johannes und Paulus“ errichtet wurde.<ref>Friedrich Leitner: Die Inschriften des Politischen Bezirks St. Veit an der Glan (= Die Deutschen Inschriften. Band 65). Wien 2008, S. Nr. 722 (oeaw.ac.at).</ref>

Mit der Restaurierung 1963 wurden die hölzerne Trambalkendecke sowie die Sängerempore errichtet, der barocke Prozessionsaltar von 1636 und die Kanzel von 1697 konnten aber nicht mehr gerettet werden.<ref name="Hartwagner" />

Sonstiges

  • 1788 konnte die Profanierung der Kirche verhindert werden.<ref>Walther Fresacher et al.: Erläuterungen zum historischen Atlas der österreichischen Alpenländer. Klagenfurt 1958, S. 136.</ref>
  • 1967 wurden neben der Madonnenstatue auch zwei Heiligenstatuen der Apostel Bartholomäus und Philippus vom Hochaltar gestohlen.<ref name="Hartwagner" />

Literatur

Weblinks

Commons: Filialkirche Rabenstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 46° 53′ 31,9″ N, 14° 27′ 15,8″ O

 {{#coordinates:46,892180555556|14,454375|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=AT-2
   |type=landmark
  }}