Zum Inhalt springen

Giera

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 15. März 2025 um 22:40 Uhr durch imported>NordNordWest (Weblinks: cc-fix).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Giera
Gier
Gyér
Đir
Datei:ROU TM Giera CoA.PNG
Basisdaten
Staat: RumänienDatei:Flag of Romania.svg Rumänien
Historische Region: Banat
Kreis: Timiș
Koordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Rumänien/adm2iso_type:city(1131) 45° 24′ N, 21° 0′ OKoordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Rumänien/adm2iso_type:city(1131) 45° 24′ 25″ N, 20° 59′ 32″ O
 {{#coordinates:45,406944444444|20,992222222222|primary
dim=10000 globe= name= region=Vorlage:Infobox Ort in Rumänien/adm2iso type=city
  }}
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Fläche: 91 km²
Einwohner: 1.131 (1. Dezember 2021<ref name="vz2021">Volkszählung 2021 in Rumänien, Populația rezidentă după etnie, 1. Dezember 2021 (rumänisch).</ref>)
Bevölkerungsdichte: 12 Einwohner je km²
Postleitzahl: 307215
Telefonvorwahl: (+40) 02 56
Kfz-Kennzeichen: TM
Struktur und Verwaltung (Stand: 2024<ref>Autoritatea Electorală Permanentă: Primar. prezenta.roaep.ro, 9. Juni 2024, abgerufen am 12. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Giera, Grănicerii, Toager
Bürgermeister : Radu-Ionel Vicol (PSD)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 192
loc. Giera, jud. Timiș, RO–307215
Website:

Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata

Datei:Giera Timis.png
Lage der Gemeinde Giera im Kreis Timiș
Datei:Banat Josephinische Landaufnahme pg089.jpg
Giera auf der Josephinischen Landaufnahme (1769–1772)

Giera ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Gemeinde im Kreis Timiș, in der Region Banat in Rumänien.

Lage

Giera liegt in der „Banater Hecke“ ca. 48 km südwestlich von der Kreishauptstadt Timișoara ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), (im „Altbezirk“ Tschakowa) an der Nationalstraße DN 59B. 7 km nordwestlich von Giera fließt die Temesch, die dem Kreis den Namen gibt. Im Osten, in ca. 11 km Entfernung liegt die Gemeinde Banlok, die ehemalige Sommerresidenz des Königspaars von Rumänien.

Im Süden in ca. 3 km Entfernung wird Giera von dem kleineren Teil des Banats, das an Serbien fiel, durch die rumänisch-serbische Staatsgrenze getrennt. Diese trennt auch die in ca. 10 km Entfernung westlich gelegene Stadt Modosch ab, die im Tausch für die Stadt Hatzfeld nach der Teilung des Banats 1919 an Jugoslawien abgetreten wurde.

Nachbarorte

Grănicerii Gad Dolaț
Toager Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Livezile
Konak Stari Lec Partoș

Geschichte

Das von Serben bewohnte Dorf wurde 1785 auch mit Deutschen besiedelt. Im Jahre 1795 ging das gesamte Gut in den Besitz der Familie Gyertyanffy, nach der auch die Ortschaft benannt wurde. Der Gutshof der Familie Gyertyanffy, von den Einwohnern Gieras Kastell genannt, war später LPG-Sitz. Zu der Gemeinde Giera gehören die Dörfer Grăniceri und Toager. Kirchlich war Giera im 19. Jahrhundert eine Filiale der katholischen Pfarrei Ofsenița.<ref>Helene Schuch: Familienbuch der katholischen Pfarrgemeinde Ofsenitza im Banat, Bietigheim-Bissingen 2004, Digitalisat.</ref>

Am 4. Juni 1920 wurde das Banat infolge des Vertrags von Trianon dreigeteilt. Der größte, östliche Teil, zu dem auch Giera gehörte, fiel an Rumänien.

Infolge des Waffen-SS-Abkommens vom 12. Mai 1943 zwischen der Antonescu-Regierung und Hitler-Deutschland wurden alle deutschstämmigen wehrpflichtige Männer in die deutsche Armee eingezogen. Noch vor Kriegsende, im Januar 1945, wurden alle deutschstämmigen Frauen im Alter von 18 bis 30 und Männer von 16 bis 45 zur Aufbauarbeit in die Sowjetunion verschleppt. Das Bodenreformgesetz vom 23. März 1945, das die Enteignung der deutschen Bauern in Rumänien vorsah, entzog der ländlichen Bevölkerung die Lebensgrundlage.

Am 18. Juni 1951 fand die Deportation in die Bărăgan-Steppe unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit statt. Zu diesem Zweck wurde von der rumänischen Regierung ein Plan zur Säuberung des Grenzgebiets zu Jugoslawien „von politisch unzuverlässlichen Elementen“ entworfen. Als die Bărăganverschleppten 1956 heimkehrten, bekamen sie die 1945 enteigneten Häuser und Höfe zurück, der Feldbesitz wurde jedoch kollektiviert.

Einwohner

Giera hat ungefähr 1100 Einwohner.<ref>Varga E. Árpád: Volkszählungen 1880–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 2. November 2008 (PDF; 960 kB; ungarisch).</ref>

  • 1910 lebten in Gier 3483 Einwohner, davon 943 Rumänen, 652 Ungarn, 1345 Deutsche und 543 andere Nationalitäten.
  • 2002 lebten 1321 Personen in Gier, davon 869 Rumänen, 269 Ungarn, 25 Deutsche und 158 andere Nationalitäten.

Siehe auch

Literatur

  • Elke Hoffmann, Peter-Dietmar Leber und Walter Wolf: Das Banat und die Banater Schwaben. Band 5. Städte und Dörfer, Mediengruppe Universal Grafische Betriebe München GmbH, München, 2011, 670 Seiten, ISBN 3-922979-63-7.

Weblinks

Commons: Giera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende