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Athelia arachnoidea

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Athelia arachnoidea
Datei:Athelia arachnoidea (Berk.) Jülich 402467.jpg

Athelia arachnoidea auf Thuja orientalis

Systematik
Klasse: Agaricomycetes
Unterklasse: Agaricomycetidae
Ordnung: Gewebehautartige (Atheliales)
Familie: Gewebehautverwandte (Atheliaceae)
Gattung: Gewebehäute (Athelia)
Art: Athelia arachnoidea
Wissenschaftlicher Name
Athelia arachnoidea
Jülich

Athelia arachnoidea ist eine Art der Ständerpilze aus der Familie der Gewebehautverwandten (Atheliaceae). Sie bildet resupinate, weiße und schimmelteppichartige Fruchtkörper auf Koniferen und Bedecktsamern aus. Die bekannte Verbreitung der Art umfasst weite Teile der Paläarktis.

Merkmale

Makroskopische Merkmale

Athelia arachnoidea bildet wie alle Arten der Gewebehäute (Athelia) weiße, dünne Fruchtkörper mit glattem Hymenium und unscheinbarem bis gespinstartigen Ränder aus. Sie lassen sich leicht vom Substrat ablösen.

Mikroskopische Merkmale

Datei:Athelia arachnoidea, Sklerotien, auf Xanthoria parietina.jpg
Athelia arachnoidea, Sklerotien, auf Xanthoria parietina

Athelia arachnoidea besitzt eine für Gewebehäute typische monomitische Hyphenstruktur, das heißt, sie besitzt lediglich generative Hyphen, die dem Wachstum des Fruchtkörpers dienen. Die Hyphen sind hyalin und dünnwandig. Die Subicularhyphen besitzen vereinzelt Schnallen, die Subhymenialhyphen sind einfach septiert und 3,5–5 µm breit. Die Art verfügt nicht über Zystiden. Ihre Basidien sind keulenförmig, 15–20 × 4–6 µm groß und zylindrisch geformt. An der Basis sind sie einfach septiert, sie besitzen zwei Sterigmata. Die Sporen des Pilzes sind ellipsoid geformt, 8–10 × 4,5–5,5 µm groß, glatt und dünnwandig sowie hyalin.

Verbreitung

Die bekannte Verbreitung von Athelia arachnoidea umfasst mit den USA, der ehemaligen Sowjetunion, Tunesien und Europa weite Teile der Paläarktis.

Ökologie

Athelia arachnoidea ist dafür bekannt, Algen als Nahrung zu verwenden. Hierbei kann sie sowohl freilebende Algen als auch symbiontische Algen aus Flechtenthalli nutzen, weshalb Athelia arachnoidea ein fakultativer Flechtenparasit ist<ref name="Motiejunaite&Jucevieiene2005">J. Motiejûnaitë, N. Jucevièienë: Epidemiology of the fungus Athelia arachnoidea in epiphytic communities of broadleaved forests under strong anthropogenic impact. In: Ekologija. Nr. 4, 2005, S. 28–34 ([1] [PDF; 208 kB]).</ref><ref name=":0">Antonia Fleischhacker: The lichenicolous fungi invading Xanthoria parietina. Hrsg.: Naturwissenschaftlichen Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz – Magisterarbeit. Graz November 2011, S. 1–96.</ref><ref>Hawksworth D.L.: A key to the lichen-forming, parasitic, parasymbiotic and saprophytic fungi occuring on lichens in the British Isles. In: Lichenologist. Band 15, Nr. 1, 1983, S. 1–44.</ref>. Befallen werden beispielsweise Physcia tenella<ref name="Silverside">A. J. Silverside: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Athelia arachnoidea (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. Dezember 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lichens.lastdragon.org in Images of British Lichenicolous Fungi. 2014.</ref>, Lecidella elaeochroma, Phlyctis argena<ref name="Motiejunaite&Jucevieiene2005" /> oder Xanthoria parietina<ref name=":0" />. Im asexuellen Stadium des Lebenszyklus ist Athelia arachnoidea ein Parasit an der Karotte<ref name=":1">Gerard C. Adams, Bradley R. Kropp: Athelia arachnoidea, the sexual state of Rhizoctonia carotae, a pathogen of carrot in cold storage. In: Mycologia. Band 88, Nr. 3, Mai 1996, ISSN 0027-5514, S. 459–472, doi:10.1080/00275514.1996.12026672 (tandfonline.com).</ref>. Dieses Stadium war unter dem Namen Rhizoctonia carotae bzw. Fibulorhizoctonia carotae bekannt<ref name=":1" />.

Die Identität von auf Totholz und auf Flechten vorkommende Individuen sowie solchen, die auf Karotten wachsende Nebenfruchtform zur selben Art gehören, wird aber teilweise angezweifelt.<ref name="Silverside" />

Literatur

  • Annalisa Bernicchia, Sergio Peréz Gorjón: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Band 12: Corticiaceae s.l. Edizioni Candusso, Alassio 2010, ISBN 978-88-901057-9-1.
  • John Eriksson, Leif Ryvarden: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Band 3: Coronicium – Hyphoderma. Fungiflora, Oslo 1975, OCLC 715424655.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Athelia arachnoidea – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien