Zum Inhalt springen

Friedrich Valentin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 19. Februar 2025 um 00:12 Uhr durch imported>InternetArchiveBot (InternetArchiveBot hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Friedrich Valentin (* 25. Januar 1752; † 16. April 1819) war Hofbildhauer des Fürsten von Waldeck in Arolsen und Helsen.

Bei dem aus Nürnberg stammenden Arolsener Hofbildhauer Markus Christoph Krau (um 1722–1785)<ref name="HNA-Regiowiki" /> ging Johann Christian Friedrich Valentin in die Lehre. Anschließend sandte ihn Fürst Friedrich von Waldeck auf eine mehrjährige Studienreise nach England, wo er den dort aufkommenden Klassizismus kennenlernte. Wieder in der Heimat, schwärmte er für die Schönheit der Bildwerke Londons und der Grabmäler der Westminster Abbey.<ref name="Simson" /> Er trat die Nachfolge von Krau als Hofbildhauer an, was einen künstlerischen Übergang vom Rokoko hin zum Klassizismus bedeutete, wie im antikisierenden Wandgrab für die Hofdame der Fürstin Christiane, Caroline von Haacke († 1786), deutlich wird.<ref name="Kümmel" /> Anfang der 1790er Jahre verlegte Valentin seine Werkstatt von Arolsen in das nördlich gelegene Nachbardorf Helsen.

Am 1. Oktober 1790 begann der 13-jährige Christian Daniel Rauch aus Arolsen eine Lehre bei Valentin. Dort lernte er die Lehrlinge Christian Philipp Wolff aus Helsen und William Gobert kennen. Als die Arbeit in der Werkstatt mangels Aufträgen wiederholt stockte, verließ sie Rauch 1794.<ref name="Simson" />

Friedrich Valentin arbeitete in Holz und Stein. Im Arolser Umkreis finden sich einige seiner Marmor- und Sandsteingrabmäler, unter anderem stehen auf dem Alten Friedhof in Bad Arolsen einige seiner Denkmäler. Zu seinen weiteren Werken zählen Kamine und Skulpturen im Schloss Arolsen und dessen Park, die figürlichen und ornamentalen Schnitzereien im Festsaal des Schreiberschen Hauses (Schloßstraße 24, Bad Arolsen), sowie ähnliche Dekorationen im Musiksaal des bei Marburg gelegenen Schlosses Schönstadt.<ref name="Neumann" /><ref name="Simson" />

Fußnoten

<references> <ref name="HNA-Regiowiki"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Artikel Markus Christoph Krau (Memento des Vorlage:IconExternal vom 1. März 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/regiowiki.hna.de im HNA-Regiowiki</ref>

<ref name="Kümmel">Dieter Alfter: Arolsen. Indessen will es glänzen. Eine barocke Residenz. Ausstellungskatalog der Veranstalter Stadt und Museumsverein Arolsen in Zusammenarbeit mit dem Land Hessen und dem Landkreis Waldeck-Frankenberg. Hrsg.: Birgit Kümmel. Bing, Korbach 1992, ISBN 3-87077-086-4, S. 69 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

<ref name="Neumann">Vgl. Michael Neumann: Das Schreibersche Haus in Arolsen. Ein fürstliches Palais in der Schloßstraße. Museumshefte Waldeck-Frankenberg 5, Arolsen 1987. S. 21 ff.</ref>

<ref name="Simson">Jutta von Simson: Christian Daniel Rauch (= Preußische Köpfe. Band 30). Stapp, 1997, ISBN 3-87776-181-3 (formal falsch), S. 16 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

</references>

Vorlage:Hinweisbaustein