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In der Stadt Straubing gibt es die sechs Gemarkungen Alburg, Hornstorf, Ittling, Kagers, Straubing und Unterzeitldorn,<ref>Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis. Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, 14. Juli 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Februar 2021; abgerufen am 29. Januar 2021.</ref> die, mit Ausnahme von Unterzeitldorn, im Wesentlichen den früheren Gemeindegebieten entsprechen. Die Gemarkung Straubing entspricht der Fläche der Stadt Straubing vor der Gebietsreform.
Das Stadtgebiet Straubings erstreckt sich entlang der Donau in Ost-West-Richtung, wobei sich der Großteil südlich der Donau befindet. Nördlich der Donau liegen die Gemeindeteile Hornstorf, Sossau und Unterzeitldorn, sowie der Bereich der Öberauer Donauschleife mit Öberau und Breitenfeld und zwischen Alter Donau und Donau der Gemeindeteil Gstütt.
Fläche<ref>Bayerisches Landesamt für Digitalisierung, Breitband, und Vermessung: Gemarkungen im Shape-Format. Stand ca. 2019. Fläche: Ellipsoid — EPSG:7019, Stand ca. 2019. Summenwert (67,59) ist wegen Rundungsdifferenzen niedriger als Summe der nachgewiesenen Flächen (67,60)</ref> km²
Einwohner Zensus 2011-05-09<ref>Geoindex. Die Summe für die Stadt Straubing beträgt 44488 und weicht damit leicht ab vom Zensus-Ergebnis 44508.</ref>
Das Klima von Straubing ist ein gemäßigtes Kontinentalklima. Durch den Bayerischen Wald im Norden, das niederbayerische Hügelland im Süden und die Lage in der niedrigen Flussebene ist die Stadt vor starken Winden größtenteils geschützt. Kalte Winde aus Norden erreichen Straubing ebenso selten wie Föhnwinde aus Süden.
Durch die Lage in der Donauebene bildet sich häufig Nebel, vor allem in Frühling und Herbst.
Wärmster Monat ist der Juli mit durchschnittlich 18,1 Grad Celsius, kältester Monat ist der Januar mit −2,7 Grad Celsius im Mittel. Der größte Niederschlag fällt von Juni bis August mit durchschnittlich 85 bis 91 Millimeter, die geringste von Februar bis April mit 47 bis 51 Millimeter und im Oktober mit durchschnittlich 53 Millimeter.
Geschichte
Altertum
Dort, wo heute die Stadt Straubing liegt, lassen sich seit etwa 5600 v. Chr. (Jungsteinzeit) nahezu ohne Unterbrechungen menschliche Ansiedlungen nachweisen. Bedeutend ist dabei vor allem die frühbronzezeitlicheStraubinger Gruppe. Ab etwa 500 v. Chr. siedelten hier die Kelten der Hallstattkultur in einem Oppidum. Von ihnen stammt auch der erste erhaltene Siedlungsname Sorviodurum.
Ein einschneidendes Ereignis für die Region war die Eroberung durch die Römer um die Zeitenwende. Noch heute finden sich viele Spuren der etwa 400 Jahre dauernden römischen Herrschaft, darunter vier Kastelle (siehe Kastelle von Straubing) und der bekannte Römerschatz, der im Gäubodenmuseum ausgestellt ist. Die Römer behielten den keltischen Ortsnamen Sorviodurum und bauten die Stätte zu einem bedeutenden Militärplatz an der osträtischen Donaugrenze aus. Die Kastelle beherbergten erst eine reguläre und später eine Canathener-Kohorte, also eine Spezialeinheit von etwa tausend Bogenschützen aus der Gegend des heutigen Syrien.
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Frühes Mittelalter
Nach dem Ende des Römischen Reiches wurde Straubing fast übergangslos zu einem Siedlungszentrum der Bajuwaren, die sich vor allem im Bereich der alten römischen Siedlung um den heutigen Kirchhof von St. Peter zwischen Allachbach und Donau und des heutigen Stadtteils Alburg niederließen. Nach bajuwarischer Gepflogenheit wurde die neue Siedlung nach dem Sippenführer Strupo Strupinga genannt, woraus sich schließlich der Name Straubing entwickelte.
Straubing entwickelte sich rasch zu einem Zentrum wittelsbachischer Herrschaft. Seit 1255 war die Stadt Sitz eines Vitztums. Im 14. Jahrhundert entstanden der Stadtturm (Baubeginn 1316), die Basilika St. Jakob (um 1395) und der Stadtplatz. Heute stellt sich der gotische Stadtkern mit dem 800 m langen Stadtplatz als harmonischer Mix von gotischen Treppengiebeln, Renaissance-Erkern, Barock- und Rokokofassaden und klassizistischenLisenen dar. Im Zuge der wittelsbachischen Erbteilungen wurde Straubing 1353 Hauptstadt des Herzogtums Bayern-Straubing, das der bayerische Teil des Länderkomplexes Straubing-Holland war. Bereits 1425 erlosch diese Linie der Wittelsbacher im Mannesstamm und das Herzogtum wurde nach Erbstreitigkeiten im Preßburger Schiedsspruch aufgeteilt, wobei die Stadt Straubing an Bayern-München fiel. Dennoch sind diese sieben Jahrzehnte für die Stadtgeschichte prägend wie keine andere Epoche.<ref>Zur mittelalterlichen Geschichte Straubings siehe Werner Schäfer: Straubing im 14. Jahrhundert. Volk, München 2012, ISBN 978-3-86222-067-0.</ref> Besonders Herzog Albrecht I. und später sein Sohn und Statthalter Albrecht II. residierten für lange Zeit in der Stadt.
Weitreichende Bekanntheit erlangte die Liebesgeschichte zwischen dem wittelsbachischen Erben Albrecht III., der das Straubinger Land für seinen Vater Herzog Ernst von Bayern-München verwaltete, und der Baderstochter Agnes Bernauer, die 1435 in der Donau bei Straubing ein tragisches Ende fand. Als Sühne erbaute Herzog Ernst die Bernauer-Kapelle am Petersfriedhof, worin sich heute auch die Grabplatte findet.
Ab 1474 wurde der Befestigungsring um die Stadt erheblich erweitert. Um den Schiffsverkehr besser kontrollieren zu können und den für den Stadtsäckel wichtigen Zoll erheben zu können, verlegte man auch den Lauf der Donau durch die so genannte Sossauer Bschlacht näher an die Stadt unter Nutzung des alten Altwasserarms.
Neuzeit
1507 entstand durch eine Reform Herzog Albrechts IV. das Rentamt Straubing, somit wurde die Stadt für drei Jahrhunderte eines der Verwaltungszentren des Herzogtums Bayern. 1514 fiel dieses Gebiet, ebenso wie Landshut, zunächst an Albrechts jüngeren Sohn Ludwig X., bevor ab 1545 die Teilungen des Herzogtums endgültig endeten.
1568 fertigte der Drechslermeister Jakob Sandtner ein für diese Zeit erstaunlich präzises Modell seiner Heimatstadt Straubing an. Es ist heute ein herausragendes Dokument der Stadtgeschichte, das als Kopie im Gäubodenmuseum zu besichtigen ist. Sandtner erstellte im Auftrag des bayerischen Herzogs Albrecht V. weitere Stadtmodelle der damaligen Regierungsstädte München, Landshut, Ingolstadt und Burghausen. Diese und das Originalmodell von Straubing sind im Bayerischen Nationalmuseum in München zu besichtigen.
Im 16. Jahrhundert war Straubing das Zentrum der Reformation in Niederbayern, die Stadt musste sich aber schließlich der ausschließlichen Katholizität des Herzogtums Bayern beugen. Opfer der Ausweisungspolitik war der berühmte Patriziersohn Ulrich Schmidl, der von 1535 bis 1554 an der Eroberung Südamerikas durch die Spanier teilnahm und als Mitbegründer der Stadt Buenos Aires sowie als erster Geschichtsschreiber Argentiniens gilt. Über die Rechtgläubigkeit der Stadt wachten ab 1614 die Kapuziner, ab 1631 die Jesuiten und andere Orden, die sich im 17. und 18. Jahrhundert dort niederließen, wie Ursulinen 1691, Franziskaner 1702 und Elisabethinnen 1748, die sich vor allem um die Krankenpflege im Kloster Azlburg kümmerten.
Ein schwerer Schlag für Straubing war der Dreißigjährige Krieg: Rund 1800 der 4000 Einwohner fielen 1633 der schwedischen Besatzung unter Bernhard von Weimar oder der miteingeschleppten Pest zum Opfer. Sämtliche Anwesen um den Mauerring der Stadt wurden aus fortifikatorischen Gründen niedergelegt oder durch Beschuss zerstört. Erst Ende des 17. Jahrhunderts hatte sich die Stadt davon erholt und wurde im Zuge der Barockisierung zu einer wichtigen Wirkungsstätte der Bildhauer- und Malerfamilie Asam. Zusammen schufen die Brüder Asam die Klosterkirche der Ursulinen.
1704 wurde Straubing von den Österreichern besetzt (Spanischer Erbfolgekrieg), da sich Kurfürst Max Emanuel mit Frankreich verbündet hatte. Aufgrund eines Gelübdes zur Abwehrung der Kriegsgefahr wurde 1709 die sogenannte Dreifaltigkeitssäule aufgestellt. Auch 1742 und 1743 überstand die Stadt Belagerungen durch österreichische Truppen (Österreichischer Erbfolgekrieg) als Kurfürst Karl Albrecht nach der Kaiserkrone gegriffen hatte. Die daraus resultierende Wirtschaftskrise gipfelte im Bankrott der Stadt und dem großen Stadtbrand von 1780, der weite Teile der nördlich des Stadtplatzes gelegenen Quartiere in Schutt und Asche legte. In diese Zeit fällt auch das Wirken des Bildhauers und StuckateursMathias Obermayr, der zahlreiche Hausfassaden und vielen Kirchen in Stadt und Umkreis einen letzten unverwechselbaren Rokokoglanz verlieh. Nach der Säkularisation verlor Straubing weitgehend seine politische Bedeutung als Regierungs- und Verwaltungssitz – die Stellung als wichtigster Markt- und Handelsplatz im Gäuboden zwischen Regensburg und Passau blieb aber weitestgehend erhalten.
Nach dem Vorbild des Münchner Zentrallandwirtschaftsfestes wurde 1812 in Straubing ein Kreislandwirtschaftsfest ins Leben gerufen, das heutige Gäubodenvolksfest.<ref>Dorit-Maria Krenn: Kleine Straubinger Stadtgeschichte. 1. Auflage. Friedrich Pustet, Regensburg 2012, ISBN 978-3-7917-2417-1, S.110f.</ref> Die beiden Teile des Stadtplatzes wurden anlässlich des Besuchs des Thronfolgerpaares in Ludwigsplatz und Theresienplatz umbenannt.<ref>Dorit-Maria Krenn: Kleine Straubinger Stadtgeschichte. 1. Auflage. Friedrich Pustet, Regensburg 2012, ISBN 978-3-7917-2417-1, S.92.</ref> Weitere Umbenennungen von Straßen und Plätzen der Stadt erfolgten in der Zeit des Nationalsozialismus (zum Beispiel Großdeutschlandplatz, Freiherr-von-Epp-Straße), allerdings wurden diese nach dem Zweiten Weltkrieg wieder rückgängig gemacht.
20. Jahrhundert
Seit Ende des 19. Jahrhunderts befand sich in Straubing das größte bayerische Zuchthaus, damals ein modern eingerichteter Neubau. Ende des 20. Jahrhunderts kamen als weitere Einrichtungen die Bayerische Justizvollzugsakademie (zunächst als Bayerische Justizvollzugsschule) und eine Anstalt für forensische Psychiatrie hinzu. Heute sind in der Justizvollzugsanstalt Straubing Straftäter mit Freiheitsstrafen von mehr als fünf Jahren untergebracht.
Straubing gehörte zu den ersten bayerischen Städten, die am Ende des Ersten Weltkriegs von der Novemberrevolution erfasst wurden. Am 8. November 1918 befreite ein Demonstrationszug Gefangene. Bereits am Nachmittag des 9. November hatte sich ein Arbeiter- und Soldatenrat gebildet, abends noch ein Bürgerrat.
Der im März 1933 ermordete Straubinger Otto Selz<ref>Ein Bericht von Alfred Binswanger. Abgerufen am 27. Mai 2021.</ref> war das erste jüdische Opfer der NS-Herrschaft in Deutschland. Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge der Jüdischen Gemeinde in der Wittelsbacherstraße von SA-Männern verwüstet. An die 43 jüdischen Bewohner, die dem Holocaust zum Opfer fielen, erinnert seit 1988 eine Gedenktafel am Mahnmal für die Opfer der Kriege im Pulverturm, an die Opfer von Zwangsarbeit ein Gedenkstein auf dem Friedhof St. Peter.<ref>Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 194f.</ref>
Bei drei schweren US-Luftangriffen auf den Eisenbahnknotenpunkt Straubing im Zweiten Weltkrieg 1944/45 kamen mindestens 400 Menschen ums Leben, weitreichende Zerstörungen im Stadtgebiet wurden angerichtet.<ref>Toni Siegert: Kriegsende ’45 in Nordostbayern. Bodner, Pressath 1995, ISBN 3-926817-38-0.</ref> Die meisten historischen Gebäude überstanden die Bombardements unversehrt. In der Nachkriegszeit erlebte Straubing einen großen wirtschaftlichen Aufschwung, der mit Namen wie der Skifirma Völkl oder dem Konzertelektronikhersteller Dynacord verbunden ist.
Am 1. Januar 1972 wurden im Rahmen der Gebietsreform die bis dahin selbständigen Gemeinden Hornstorf und Kagers eingegliedert. Am 1. Juli 1972 folgten Alburg und Ittling.<ref>Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 603.</ref> Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Unterzeitldorn (bis zum 26. April 1951 Zeitldorn<ref>Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 577.</ref>) kamen am 1. Juli 1976 hinzu.<ref>Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S.603.</ref>
1989 fand in Straubing die bayerische Landesgartenschau statt, 1992 die Landesausstellung Bauern in Bayern. 1997 wurde die 1100-Jahr-Feier der ersten urkundlichen Erwähnung der Stadt mit einem großen Bürgerfest am Stadtplatz abgehalten, die Deutsche Post gab aus diesem Anlass eine Sonderbriefmarke heraus. 2003 wurde die 650-Jahr-Feier des Herzogtums Straubing-Holland mit einer Reihe von Veranstaltungen begangen.
21. Jahrhundert
Wichtige Entwicklungen der letzten Jahre waren die Einrichtung des Industriegebietes Straubing-Sand, die Ausweisung großer Neubaugebiete im Osten und Westen der Stadt sowie die Ansiedlung des Kompetenzzentrums für Nachwachsende Rohstoffe (seit 2015 kurz KoNaRo) im Jahre 2001.
Straubing war von den Jahrhunderthochwässern 2002 und 2013 betroffen, aufgrund des nach dem Hochwasser von 1988 verbesserten Hochwasserschutzes entstanden jedoch nur vergleichsweise geringe Schäden. Im November 2016 zerstörte ein Feuer den historischen Teil des Rathauses. Der Wiederaufbau des Rathauses wird voraussichtlich Ende 2026 abgeschlossen sein.<ref>Thomas Heigl: Wiederaufbau des Straubinger Rathauses wird nochmal teurer. In: Idowa. 3. Juli 2025, abgerufen am 30. September 2025.</ref>
Aus den Volkszählungen und Fortschreibungen des Bevölkerungsstandes ergibt sich auf das Stadtgebiet bezogen folgende Einwohnerentwicklung:<ref>Genesis-Datenbank des Landesamtes für Statistik in Bayern</ref>
Datum
Einwohner
1. Dezember 1840
11.251
1. Dezember 1871
13.458
1. Dezember 1900
20.164
16. Juni 1925
26.357
17. Mai 1939
32.225
13. September 1950
40.661
6. Juni 1961
41.032
27. Mai 1970
43.847
25. Mai 1987
40.093
Jahr*
Einwohner
2011
44.724
2012
45.099
2013
45.502
2014
46.027
2015
46.806
2016
47.142
2017
47.586
2018
47.794
2019
47.791
2020
47.612
* jeweils 31. Dezember
Seit der Volkszählung 1987 wuchs die Stadtbevölkerung bis zum Jahresende 2020 um 18,8 %, von 40.093 auf 47.612 Einwohner.
Dem Rat gehören mit CSU, SPD, AfD, Freien Wählern, Grünen, ÖDP, und der Linken sieben Parteien an. Der neue Stadtrat konstituierte sich am 4. Mai 2020. Die Wahlbeteiligung lag bei 44,1 % und somit 1,1 Prozentpunkte über dem Wert der vorhergehenden Kommunalwahl.
Bürgermeister
Bei der Wahl 2020 zum Oberbürgermeister erreichte der seit 2008 amtierende Markus Pannermayr (CSU) im ersten Wahlgang am 15. März die absolute Mehrheit. Er setzte sich mit 73,3 % der Stimmen gegen seine Gegenkandidaten Feride Niedermeier (GRÜNE), Stephan Weckmann (FWG), Peter Stranninger (SPD), Simon Bucher (ehemals AfD) und Karl Ringlstetter (Die Linke) durch.<ref>Wahlergebnis vom 15. März 2020. wahl.info, 16. März 2020, abgerufen am 16. März 2020.</ref> Pannermayr ist seit 2008 Oberbürgermeister der Stadt Straubing. Von 1996 bis 2008 hatte Reinhold Perlak (SPD) das Amt bekleidet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />web.archive.org (Memento vom 29. April 2016 im Internet Archive).</ref>
Oberbürgermeister- und Stadtratskandidat Simon Bucher trat vor der Kommunalwahl aufgrund „rechtsextreme[r] Tendenzen einzelner anderer Kandidaten der Stadtratsliste“ aus der AfD aus und gehörte dem Stadtrat als parteiloses Mitglied an.<ref>OB-Kandidat der AfD in Straubing tritt aus Partei aus. 3. März 2020, abgerufen am 9. Mai 2020.</ref> Inzwischen ist Simon Bucher Mitglied der SPD und der SPD-Fraktion.
Zweiter Bürgermeister ist Albert Solleder (CSU), dritter Bürgermeister ist Werner Schäfer (SPD).
Wappenbegründung: Der Pflug im Wappen deutet auf die Bedeutung der Landwirtschaft für Straubing hin. Andere Deutungen ziehen eine Verbindung zum Wappen des Ortsadelsgeschlechtes der Straubinger, wobei unklar ist, in welche Richtung das Wappenbestandteil übernommen wurde. Die Rautenschildchen stehen für die Grafen von Bogen und die ihnen nachfolgenden Wittelsbacher, die die Stadt begründet haben. Die Lilie steht als Mariensymbol für die Patronin des Bistums Augsburg, zu welchem Straubing seit 1029 gehörte, sowie als Symbol für das Marktrecht der Stadt.
Das Wappen ist seit etwa 1270 nahezu unverändert überliefert, die aktuelle Fassung wurde 1952 überprüft und festgelegt.
NAWAREUM, ein Museum mit Themen wie Natur, Klimawandel, Pflanzen und Umwelt; ein Fokus liegt auf den nachwachsenden Rohstoffen und erneuerbaren Energien.<ref>Startseite – Nawareum. Abgerufen am 2. März 2023.</ref>
Bauwerke
Datei:Straubinger Stadtbild.jpgStraubing mit dem Wasserturm, St. Jakob und dem Stadtturm (v.l.n.r), im Hintergrund der Bayerische Wald
Sakrale Bauten
Die Kirche St. Peter mit dem Friedhof St. Peter östlich der heutigen Innenstadt von Straubing ist eine romanische Basilika. Sie entstand auf einem karolingischen Vorgängerbau in der damaligen Altstadt und war bis zur Stadterweiterung in gotischer Zeit die einzige Pfarrkirche.
Etwas außerhalb im Ortsteil Sossau befindet sich die romanisch-gotische Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt.
Die Karmelitenkirche Hl. Geist des Karmelitenklosters Straubing ist eine gotische Hallenkirche, erbaut von Hans von Burghausen. Das Grab Albrechts II. in der später barock umgestalteten Karmelitenkirche ist einer der wertvollsten Kunstschätze der Stadt.
Die ehemalige Jesuitenkirche Aufnahme Mariens in den Himmel entstand aus der gotischen „Frauenkapelle am Obern Tor“, wurde 1631 dem Jesuitenorden überlassen und 1683 umgebaut. Westlich grenzt das Jesuitenkolleg an.
Die Kirche St. Veit wurde bereits 1393 als Votivkirche erbaut und im 18. Jahrhundert barockisiert, sie fungiert als Sitz der Priesterbruderschaft St. Salvator. Das Spitaltor, ein spätmittelalterliches Torhaus, wurde in der späten Renaissance ausgebaut.
Zum Bürgerspital gehört die Dreifaltigkeitskirche; sie wurde nach dem großen Stadtbrand 1780 frühklassizistisch erneuert. Dieser Zeit gehören auch die Gebäude von Kloster Azlburg an.
Die einzige Synagoge in Niederbayern wurde 1907 im neoromanischen Stil erbaut.
Der Tiergarten Straubing befindet sich im Westen der Stadt. Im Tiergarten Straubing leben derzeit über 2000 Individuen in etwa 200 Arten.
Persiluhr (an der Kreuzung Innere Passauer Straße, Mühlsteingasse und Heerstraße): Orientierungs- und TreffpunktDatei:Persiluhr Straubing.JPGPersiluhr
Bruder Straubinger, Bronzeskulptur von Karl Tyroller am Steiner-Thor-Platz, Kreuzungspunkt von Stadtgraben und Steinergasse. Von dort führt der Weg geradewegs zum Stadtturm, dem Mittelpunkt der Altstadt.
Blue Brix, die größte Modellbahnschau Süddeutschlands mit 5D Kino und virtueller Achterbahn.<ref>Modellbahn. Abgerufen am 10. März 2025.</ref>
1. Darts Club Straubing e. V., seit 1983, Bayernliga
SpVgg 1962 Straubing e. V., Fußball
DJK SB Straubing, Fußball
KSG-Straubing (Kampfsport)
TTG Phoenix Straubing e. V., Tischtennis
TTC Straubing e. V., Tischtennis
DJK Hafner Straubing e. V., Tischtennis
VfB Straubing, Fußball
Frei- und Hallenbad
Das Straubinger Frei- und Hallenbad AQUAtherm befindet sich südwestlich des Stadtzentrums an der Wittelsbacherhöhe.
Das Freibad verfügt über ein 50-m-Schwimmerbecken, ein Springerbecken mit Sprunganlage, ein 1000-m²-Spaßbecken mit Strömungskanal, Wasserspeiern, Fontänen, Wasserpilz, Rutschen und einen neu gestalteten Kleinkinderbereich.
Im Hallenbad gibt es unter anderem ein 25-m-Schwimmerbecken, ein Nichtschwimmerbecken mit Massagedüsen, Wasserspeiern und Rutsche; Wasserspiellandschaft für die Kleinsten mit Weichspielboden, Badebecken, Rutsche und Spielelementen wie Quellen, Wassertunnel und Spieltieren; Warmwasserbecken im Innen- und Außenbereich, mit Sprudelliegen, Sprudelsitzen, Strömungskanal, Massagedüsen, Bodensprudler und Wasserfontänen; Rutschenturm mit Liegegalerie und Familienrutsche (100 m) Dampfsauna und einen Saunabereich. Die meisten Becken sind mit Thermal- und Mineralwasser aus der staatlich anerkannten Heilquelle Sorviodurum gefüllt.<ref>Stadt Straubing: AQUATHERM STRAUBING</ref>
Im Zukunftsatlas 2019 belegte die Stadt Straubing Platz 88 von 401 Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Orten mit „hohen Zukunftschancen“.<ref>PROGNOS Zukunftsatlas 2019. In: Handelsblatt online. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. Juli 2019; abgerufen am 30. April 2020.</ref>
Straubing positioniert sich – bedingt auch durch die Lage in einem Kernland des Ackerbaus, dem Gäuboden – als Zentrum für industrielle Biotechnologie. Die Bayerische Staatsregierung bündelt in Straubing Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf diesem Gebiet in Bayern im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (KoNaRo). Unter dem gemeinsamen Dach des KoNaRo arbeiten folgende drei Einrichtungen eng zusammen:<ref>KoNaRo – Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe. Abgerufen am 30. April 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
C.A.R.M.E.N. e. V. für Öffentlichkeitsarbeit, Beratung und Projektbegutachtung
Gewerbegebiete
Im Jahr 2018 zählte Straubing 4.673 ansässige Gewerbebetriebe.<ref>Wirtschaft Statistischer Bericht 2019. Stadt Straubing, 31. Dezember 2018, abgerufen am 30. April 2020.</ref> Diesen – hauptsächlich kleinen und mittelständischen Unternehmen – stehen derzeit drei Gewerbegebiete zur Verfügung:<ref>Straubing » Wirtschaft & Wissenschaft » Gewerbeflächen. Abgerufen am 30. April 2020.</ref>
Der Hafen Straubing-Sand mit 220 ha sofort bebaubaren Industrie- und Gewerbegrundstücken. Hier befindet sich außerdem das Technologie- und Gründerzentrum des Hafen Straubing-Sand.
Der Gewerbepark Alburg mit 141.000 m² Gesamtfläche und direkter Anbindung an die Bundesstraße B8.
Das Gewerbegebiet Straubing-Ost mit 206 ha Gesamtfläche und in unmittelbarer Nähe zur Bundesstraße B20.
Verkehr
Straßenverkehr
Straubing ist über die B8 und über den Zubringer B20 auch von den Autobahnen Bundesautobahn 3 und Bundesautobahn 92 erreichbar. In der Stadt umfasst das Parkleitsystem sieben Parkhäuser, Tiefgaragen und Parkebenen in der Innenstadt und damit rund 1.100 Parkplätze.
Zwischen April und Oktober an Wochenenden und Feiertagen (Radlzug)
Busverkehr
Ein öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) wird seit 1992 von den Straubinger Stadtwerken betrieben. Auf vier Hauptlinien und sechs Sonderlinien ist das Stadtgebiet überwiegend erschlossen. Den Rest des Gebietes deckt das Anrufsammeltaxi (AST) ab. Die Stadtteile Kagers, Frauenbrünnl, Sand/Hafen, Hornstorf, Sossau und Unterzeitldorn sind mit Taxi-Bussen erreichbar, die an den ÖPNV anknüpfen.
Linie
Richtung
Takt
1
– Sportplatz Ittling
– Rilkestraße
Mo.–Fr.: 30 Minuten
Sa.: 1 Stunde
2
– Erletacker
– Eichendorffstr.-Kreisel
3
– Wasserwerk
– Kirche Alburg
4
– Osserstraße
– Landshuterstr.-Kreisel
6
– Schule Alburg
– Ludwigsgymnasium
Nur an Schultagen
Zweimal am Tag
Die Hauptlinien sind die Linien 1–4 und 6. Zudem verfügt die Stadt noch über einen kostenlosen Pendelbus zum Großparkplatz Am Hagen (Linie 9) und die Taxi-Bus-Linien 2, 4, 10, 11 und 12.<ref>Fahrpläne | Verkehr | Stadtwerke Straubing. Abgerufen am 27. August 2025.</ref>
Flugverkehr
Der regionale Verkehrslandeplatz Straubing-Wallmühle liegt westlich von Straubing auf dem Gebiet der Gemeinde Atting und ist als Schwerpunkt-Verkehrslandeplatz für den ostbayerischen Raum ausgebaut. Er gehört zu den am besten ausgebauten Landeplätzen in Bayern. Er verfügt über eine Start- und Landebahn mit einer Länge von 1.450 m und einer Breite von 30 m und erlaubt Instrumentenan- und -abflug. Mit unter anderem drei luftfahrttechnischen Betrieben (Flughafen-Verwaltung, Flugplatz-Restaurant, Avionik Straubing, MT-Propeller, Piloten-Service Rieger), bietet er insgesamt über 210 Arbeitsplätze. Jährlich werden ca. 60.000 Passagiere bei ca. 27.000 Starts und Landungen abgefertigt und betreut. Der Anteil des Geschäftsreiseverkehrs beträgt dabei mehr als 50 %. In 11 Unterstellhallen sind ca. 100 Flugzeuge stationiert.<ref>Geschichte. Abgerufen am 30. April 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Der nächstgelegene internationale Flughafen ist der Flughafen München.
Straubing ist an den internationalen Fernradweg Donauradweg (verläuft von der Quelle der Donau bis zur Mündung)<ref>Donauradweg. Abgerufen am 27. April 2017.</ref> und an den europäischen EuroVelo-Radweg Flüsseroute EV 6 (verläuft über mehr als 3000 km sechs europäische Flüsse entlang vom Atlantik bis zum Schwarzen Meer)<ref>EuroVelo 6: Explore European rivers by bike! — EuroVelo. Abgerufen am 27. April 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> angeschlossen.
Tour de Baroque: Von Neumarkt in der Oberpfalz bis Passau (Gesamtlänge 285 km)
Via Danubia: Auf römischen Spuren entlang der Donau von Bad Gögging bis Passau (Gesamtlänge 220 km)
Labertalradweg: von Neufahrn bis Straubing (Gesamtlänge 42 km)
Große Laaberradweg: Vom Landkreis Kelheim durch das Tal der großen Laaber nach Straubing (Gesamtlänge ca. 83 km)
Mit großflächigen Maßnahmen wird derzeit das Radwegenetz der Stadt Straubing ausgebaut. Es entstehen unter anderem eine kreuzungsfreie und verkehrssichere Ost-West-Verbindung, überdachte Fahrradstellplätze und ein Fahrradverleihsystem.<ref>Straubing » Bürger & Soziales » Aktuelles » 2018. Abgerufen am 30. April 2020.</ref>
In Straubing (Wittelsbacherhöhe 3) liegt das BayernWLAN-Zentrum als Dienststelle des Landesamts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung. Es ist die zentrale Stelle für Einrichtung und Betrieb der geplanten 20.000 kostenfreien BayernWLAN-Hotspots in Bayern.<ref>Bayerische Vermessungsverwaltung – Breitband – BayernWLAN Zentrum Straubing. Abgerufen am 30. April 2020.</ref>
Notgeld
Aus Straubing ist zahlreiches Notgeld bekannt. Teilweise wurde es von der Stadtverwaltung herausgeben, teilweise von den ortsansässigen Banken.<ref>Notgeld: Straubing – Moneypedia. Abgerufen am 15. Juli 2023.</ref> Einer der bekanntesten Notgeldscheine zeigt den Bruder Straubinger.
Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung
Die Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung des Trinkwassers wird von den Stadtwerken Straubing übernommen. Das Trinkwasser für Straubing stammt ausschließlich aus Grundwasser. Es gibt zwei Arten von Brunnen: 26 Flachbrunnen binden in den quartären Schotter ein und fördern aus 13 bis 18 Metern Tiefe. Drei Tiefbrunnen reichen bis ins Tertiär (140 bis 160 Meter Tiefe) und fördern Wasser, welches 10.000 bis 30.000 Jahre alt ist.
Im Wasserwerk an der Äußeren Passauer Straße Welt-Icon48.866512.5967
{{#coordinates:48,8665|12,5967|
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|name=Wasserwerk Straubing
|region=DE-BY
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}} werden die verschiedenen Wässer aufbereitet. Die Aufbereitung des Flachbrunnen-Rohwassers ist mit nur geringem Aufwand verbunden. Nach einer Filterung über einen Metallfilter und Aktivkohle (Entfernung von Pflanzenschutzmitteln) erfolgt eine UV-Bestrahlung zur Desinfektion. Das Wasser aus den Tiefbrunnen muss umfangreicher aufbereitet werden. Zunächst muss es mit Sauerstoff angereichert werden, bevor über einen biologischen Prozess Ammonium entfernt wird. Außerdem ist eine Enteisenung und Entmanganung nötig. Auch hier wird das Wasser mit einem Metallfilter gefiltert und mit UV-Licht bestrahlt.
Im Anschluss an die Aufbereitung wird das Wasser aus den unterschiedlichen Quellen im Verhältnis 1:1 gemischt und dann in das 210 Kilometer lange Leitungsnetz abgegeben. Der 1922 gebaute Wasserturm mit 900 m³ Fassungsvermögen dient der Druckerhaltung im Netz. Sein Wasserspiegel liegt 45 Meter über dem Gelände. Da es keinen weiteren Wasserspeicher gibt, müssen Verbrauchsschwankungen vorrangig über Drehzahlregelung der Pumpen abgefedert werden. Insgesamt beträgt die Abgabe der Stadtwerke 2,7 Mio. m³ im Jahr.<ref>Von der Herkunft zur Verteilung. Stadtwerke Straubing, abgerufen am 10. November 2021.</ref> Jeder Straubinger verbraucht 130 Liter pro Tag (Bundesdurchschnitt: 127 Liter).<ref>Marie Sepaintner: Ein Besuch im Wasserwerk. In: Straubinger Tagblatt. 21. März 2019, abgerufen am 10. November 2021.</ref> Der Anschlussgrad an das Trinkwassernetz liegt in Straubing bei 99,8 Prozent.<ref name="wasserstatistik">Kreisfreie Stadt Straubing – Eine Auswahl wichtiger statistischer Daten. (PDF; 1,59 MB) Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen am 10. November 2021.</ref>
Mit einer Gesamthärte von 20,2 °dH fällt das Wasser in den Härtebereich „hart“.<ref>Trinkwasserqualität. Stadtwerke Straubing, abgerufen am 10. November 2021.</ref> Der Brutto-Verbrauchspreis liegt bei 1,49 Euro je Kubikmeter.<ref>Wasserpreise. Stadtwerke Straubing, abgerufen am 10. November 2021.</ref>
Die Ableitung und Reinigung des anfallenden Abwassers fällt in den Zuständigkeitsbereich der Straubinger Entwässerung und Reinigung. 99,7 % der Stadtbewohner waren 2016 an die Kanalisation angeschlossen.<ref name="wasserstatistik" /> Sie hat im Ortsgebiet eine Länge von 290 Kilometern.<ref>Die Straubinger Kanalisation. Straubinger Entwässerung und Reinigung, abgerufen am 10. November 2021.</ref> Das Abwasser wird im zentralen Klärwerk Welt-Icon48.900712.6248
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}} gereinigt. Die Anlage hat eine Kapazität von 200.000 Einwohnerwerten und behandelt etwa 7 Mio. m³ Abwasser jährlich im Belebtschlammverfahren. Das gereinigte Abwasser wird in die Donau eingeleitet. Der anfallende Klärschlamm wird über einen Zeitraum von 30 Tagen verfault, durch Zentrifugen entwässert, mit einem Bandtrockner getrocknet und anschließend in Form von Pellets zur Mitverbrennung an Zementfabriken oder Kohlekraftwerke abgegeben. Das bei der Faulung entstehende Klärgas wird zur Strom- und Wärmeerzeugung in zwei Blockheizkraftwerken verwendet.<ref>Abwasserreinigung. Straubinger Entwässerung und Reinigung, abgerufen am 10. November 2021.</ref><ref>Zahlen, Daten und Fakten zur Kläranlage. Straubinger Entwässerung und Reinigung, abgerufen am 10. November 2021.</ref>
Zum 1. Oktober 2017 wurde das Wissenschaftszentrum Straubing auf Beschluss des Bayerischen Landtags in einen Campus für Biotechnologie und Nachhaltigkeit der Technischen Universität München umgewandelt. 2012 ursprünglich für 500 Studienplätze geplant, genehmigte der Freistaat nach wiederholten Bitten der Stadt Straubing letztlich die finanzielle Unterstützung für 1000 Studienplätze des TUM Campus.<ref>Herrmann: Neubau für Wissenschaftszentrum Straubing muss schneller kommen. Abgerufen am 15. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zum Wintersemester 2019/2020 waren am TUM Campus Straubing 436 Studenten immatrikuliert.<ref>Friedrich Muench: 115 Promotionen am TUM Campus Straubing. In: TUM Campus Straubing. 21. Oktober 2019, abgerufen am 15. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Schulen
In Straubing gibt es sechs Grundschulen, vier Mittelschulen, zwei Realschulen (Jakob-Sandtner-Schule und Realschule der Ursulinen), vier Gymnasien (Anton-Bruckner-Gymnasium, Johannes-Turmair-Gymnasium, Ludwigsgymnasium und Gymnasium der Ursulinen-Schulstiftung) und zwei private Wirtschaftsschulen. In Straubing bestehen eine Fachoberschule, eine Berufsoberschule und drei Berufsschulen. Es gibt fünf Berufsfachschulen, drei Fachschulen und eine Fachakademie für Sozialpädagogik.
An Förderzentren bestehen St. Wolfgang (Förderschwerpunkt geistige Entwicklung), die Papst-Benedikt-Schule (Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung) sowie das Sonderpädagogische Förderzentrum. In der Stadt befindet sich zudem das Institut für Hören und Sprache<ref>Institut für Hören und Sprache – Institut für Hören und Sprache. Abgerufen am 16. März 2021.</ref> mit seinen beiden Förderzentren, das zum Schuljahr 2009/10 in einen Neubau umgezogen ist.
Hubert Freilinger: Straubing. Über den geschichtlichen Rang einer jungen alten Stadt. Deutscher Sparkassenverlag, Stuttgart 1991, ISBN 3-09-303988-6.
Alfons Huber, Dorit-Maria Krenn: Straubing. Das Herz Altbayerns. Attenkofer, Straubing 2005, ISBN 3-936511-08-X.
Alfons Huber, Johannes Prammer (Hrsg.): 1100 Jahre Straubing 897–1997. Historischer Verein für Straubing und Umgebung, Straubing 1998, ISBN 3-00-002752-1.
Alfons Huber, Johannes Prammer (Hrsg.): 650 Jahre Herzogtum Niederbayern-Straubing-Holland. Historischer Verein für Straubing und Umgebung, Straubing 2005, ISBN 3-00-014600-8.
Dorit-Maria Krenn: Kleine Straubinger Stadtgeschichte. Pustet, Regensburg 2012, ISBN 978-3-7917-2417-1.
Franz Sebastian Meidinger: Beschreibung der kurfürstlichen Haupt= und Regierungs=Städte in Niederbauern Landshut und Straubing. Mit einer ansehnlichen Gemäldesammlung der Kirchen verschiedener Städte und hohen Prälaturen. Landshut 1787 (Google).
Günther Moosbauer, Veronika Fischer: Römer und frühe Baiern in Straubing. Archäologie – Geschichte – Topographie. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2022, ISBN 978-3-7917-3352-4.
Johannes Prammer: Das römische Straubing. Ausgrabungen – Schatzfund. Gäubodenmuseum. Schnell & Steiner, München / Zürich 1989, ISBN 3-7954-0759-1.
Werner Schäfer, Straubing, Bertsch Verlag Straubing, 1984. Bildband Architektur, Kunst, ISBN 3-925254-02-1.
Werner Schäfer, Manfred Bernhard: Kunstgeschichte der Stadt Straubing. Attenkofer, Straubing 2014, ISBN 978-3-942742-25-2.