Team Stronach
| Team Stronach für Österreich | |
| Parteivorsitzender | Frank Stronach |
| Frank Stronach | |
| Generalsekretär | Christoph Hagen |
| Bundesgeschäftsführer | Ronald Bauer |
| Gründung | 25. September 2012 |
| Gründungsort | Wien |
| Auflösung | 31. Dezember 2017 |
| Hauptsitz | Reichsratsstraße 3, 1010 Wien |
| Staatliche Zuschüsse | 8,8 Millionen Euro (2017)<ref>Mehr Geld für die Parteien. In: Wiener Zeitung. 3. Januar 2017, abgerufen am 3. Januar 2017.</ref> |
| Mitgliederzahl | 350 (2014)<ref>ORF.at 24. November 2014</ref> |
| Parteigliederung | 6 Landesverbände |
| Mindestalter | 16 Jahre |
| Ausrichtung | Wirtschaftsliberalismus<ref>30 Seiten "Grundsatzprogramm", DerStandard.at, 27. September 2012. Abgerufen am 29. September 2012.</ref> Euroskepsis<ref>Milliardär gründet eurokritische Partei, FAZ.net, 27. September 2012. Abgerufen am 29. September 2012.</ref> Populismus<ref>Ralf Dargent: „Maischberger“ : Neben Österreichs Populisten ist Sarrazin ein Bube. In: welt.de. 3. Oktober 2012, abgerufen am 27. Januar 2024.</ref> |
| Farbe | Gelb<ref>Parlamentskorrespondenz Nr. 896, 12. November 2012, parlament.gv.at</ref> |
Das Team Stronach für Österreich (Kurzform Team Stronach)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Parteistatut der Bundespartei ( vom 8. Dezember 2014 im Internet Archive)</ref> war eine populistische<ref>Stijnvan Kessel: Populist Parties in Europe. Agents of Discontent? Palgrave Macmillan, Basingstoke (Hampshire)/New York 2015, S. 35, 71.</ref> politische Partei, die im September 2012 von dem Industriellen Frank Stronach gegründet wurde und durch Übertritte von Abgeordneten aus anderen Parteien sofort im Nationalrat vertreten war. Nach Wahlen im Frühjahr 2013 zog sie in drei Landtage und drei Landesregierungen in Österreich ein. Bei den Nationalratswahlen 2013 erreichte sie 5,7 % der Stimmen und erhielt damit elf Mandate. Sitz der Partei war Wien.
Am 27. Juni 2017 gab die Partei ihren Verzicht auf eine erneute Teilnahme bei der Nationalratswahl 2017 sowie ihre Selbstauflösung zum Jahresende bekannt.
Programm
Ihr erstes ausführliches Parteiprogramm präsentierte die Partei im April 2013.<ref>Sieben Monate danach: Stronach hat ein Parteiprogramm, DiePresse.com, 9. April 2013. Abgerufen am 9. April 2013.</ref> Zunächst war bei der Gründung ein 30 Seiten starkes „Grundsatzprogramm“ veröffentlicht worden, in dem unter anderem eine Verwaltungsreform gefordert wurde, die den „Abbau von Doppelgleisigkeiten“ sowie eine einfachere Struktur der öffentlichen Verwaltung insgesamt zum Ziel haben soll. So sollten etwa die derzeit 21 österreichischen Sozialversicherungen und Krankenkassen zusammengelegt werden. Im Bereich der Landesverteidigung sollte das jetzige Prinzip der Wehrpflicht durch das eines Berufsheeres mit jeweils zwei Jahre dienenden Zeitsoldaten ersetzt, der Zivildienst als zweijähriger Freiwilligendienst beibehalten werden. Der Euro in seiner heutigen Form sollte demnach durch ein System untereinander frei konvertierbarer „Nationaleuros“ ersetzt werden. In Bezug auf das Steuersystem wurde die Einführung einer Flat Tax („Fair tax“ genannt) gefordert, deren Steuersatz dann binnen fünf Jahren auf 25 % gesenkt werden könnte. Der Staatshaushalt sollte ausgeglichen gestaltet werden, neue Schulden wurden abgelehnt. Im Bereich Justiz wurde die Wiedereinführung der 2008 abgeschafften Untersuchungsrichter gefordert. Auch sollten allgemeine Studiengebühren (wieder) eingeführt werden, deren Höhe sich nach der Nachfrage der Wirtschaft richten sollte.<ref>Die Eckpunkte von Stronachs Grundsatzprogramm, DiePresse.com, 27. September 2012. Abgerufen am 28. September 2012.</ref>
Geschichte
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Im August 2012 gab Stronach nach längeren Spekulationen bekannt, eine Partei gründen zu wollen, die bei der Nationalratswahl 2013 mit ihm als Spitzenkandidaten antreten soll. In den folgenden Wochen schlossen sich ihm die vier Abgeordneten zum Nationalrat Gerhard Köfer (SPÖ), Erich Tadler, Robert Lugar (beide parteilos, ehemals BZÖ) und Elisabeth Kaufmann-Bruckberger (BZÖ) sowie mehrere ehemalige Politiker an. Die Abgeordneten waren zunächst fraktionslos, da sich zur Gründung eines Parlamentsklubs fünf Abgeordnete „derselben wahlwerbenden Gruppe“ zusammenschließen müssen. In zahlreichen Meinungsumfragen wurde der Partei bereits vor ihrer Gründung der Einzug in den Nationalrat im Jahr 2013 prognostiziert.<ref>Stronach für fast jeden Dritten wählbar, Kurier Online, 8. September 2012. Abgerufen am 25. September 2012.</ref> Am 25. September erlangte Team Stronach durch Hinterlegung der Parteistatuten offiziell Rechtspersönlichkeit. Zwei Tage später wurden ein „Grundsatzprogramm“ (siehe oben), das Team und ein Logo präsentiert.<ref>Österreich hat jetzt ganz offiziell eine Stronach-Partei, DiePresse.com, 25. September 2012. Abgerufen am 25. September 2012.</ref> Im Oktober 2012 wechselten auch die BZÖ-Abgeordneten Christoph Hagen und Stefan Markowitz zum Team. Mit Markowitz trat der fünfte auf der BZÖ-Liste gewählte Abgeordnete ins Team Stronach über, woraufhin die Partei bekannt gab, den Klubstatus beantragen zu wollen. Dieser wurde ihr in der Nationalratssitzung des 8. November rückwirkend zum 30. Oktober 2012 gewährt.<ref name="Presse-Klub-anerkannt">Team Stronach als Klub anerkannt, DiePresse.com, 8. November 2012. Abgerufen am 14. November 2012</ref> Im März 2013 wurde bekannt, dass auch Martina Schenk (BZÖ) zum TS wechselt. Elisabeth Kaufmann-Bruckberger und Gerhard Köfer legten dagegen mit ihrer Berufung in die niederösterreichische bzw. Kärntner Landesregierung ihre Mandate zurück, wodurch die Partei ab April 2013 wieder über genau fünf Mandate im Nationalrat verfügte.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Team Stronach holt sich BZÖ-Abgeordnete Schenk.] Die Presse, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. März 2013.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Bei der Nationalratswahl am 29. September 2013 erreichte das Team Stronach 5,7 % der Wählerstimmen und zog mit 11 Mandataren in den Nationalrat ein. Das Ergebnis blieb deutlich unter den eigenen Erwartungen. Medial wurde das vor allem auf die Fernsehauftritte von Frank Stronach zurückgeführt. Unter anderem sorgte das Eintreten für die Wiedereinführung der Todesstrafe für Berufskiller für Aufregung.<ref>derStandard.at - Stronach will Todesstrafe für Berufskiller. Artikel vom 4. September 2013, abgerufen am 22. November 2014.</ref> Über das Ergebnis enttäuscht, kündigte Stronach im Oktober 2013 seinen Rückzug aus der Politik an.<ref>Österreichischer Politiker Stronach: Der Milliardär will nicht mehr. spiegel.de, 23. Oktober 2013, abgerufen am 23. Oktober 2013.</ref> Stronach legte Ende Jänner 2014 sein Nationalratsmandat zurück, es ging auf den Burgenländer Rouven Ertlschweiger über. Stronach hatte lediglich an zwei Sitzungen des Nationalrates teilgenommen.<ref>derStandard.at - Frank Stronach legt sein Mandat zurück. derStandard.at, 28. Januar 2014, abgerufen am 21. November 2014.</ref>
Ende November 2014 lag das Team Stronach bei bundesweiten Wahlumfragen bei einem Prozent.<ref>Faymann und die SPÖ vor Parteitag im Umfrage-Tief auf https://derstandard.at/, 23. November 2014; abgerufen am 25. November 2014</ref>
Im Juni 2015 wechselten die zwei Abgeordneten im Nationalrat Marcus Franz und Georg Vetter zur ÖVP.<ref>Stronach-Abgeordnete Franz und Vetter laufen zur ÖVP über. In: diePresse.com. 3. Juni 2015, abgerufen am 4. Juni 2015.</ref> Im August 2015 wechselten zwei weitere Nationalratsabgeordnete, Kathrin Nachbaur und Rouven Ertlschweiger, vom Team Stronach in den ÖVP-Klub. Die Abgeordnete Jessi Lintl verließ ebenfalls im August 2015 das Team Stronach, blieb aber erst als fraktionslose Abgeordnete im Nationalrat um kurze Zeit später zur FPÖ zu wechseln.<ref>derstandard.at - FPÖ-Klub nimmt Ex-Stronacherin Lintl auf Artikel vom 23. Dezember 2015, abgerufen am 30. Dezember 2015.</ref>
Am 3. Juni 2016 gab Frank Stronach bekannt, aus Altersgründen bei der nächsten Nationalratswahl nicht mehr antreten zu wollen. Auch sein Name würde bei dieser Wahl nicht mehr vorkommen. Als Obmann stände er aber bis zur Wahl weiterhin zur Verfügung. Klubobmann Robert Lugar kündigte an, dass die Partei unter neuen Namen bei den nächsten Nationalratswahlen antreten würde.<ref>„Name ‚Stronach‘ wird nicht vorkommen“. In: orf.at. 3. Juni 2016, abgerufen am 4. Juni 2016.</ref> Ende Juni 2017 gab der Parlamentsklub des Team Stronach jedoch bekannt, bei der Nationalratswahl im Oktober 2017 nicht mehr zu kandidieren.<ref>derStandard.at: Team Stronach kandidiert bei Nationalratswahl nicht mehr. Artikel vom 27. Juni 2017, abgerufen am 27. Juni 2017.</ref> Die Partei sollte zum Jahresende 2017 aufgelöst werden.<ref>Auch keine Umbenennung. ORF, 27. Juni 2017, abgerufen am selben Tage.</ref> Anfang August 2017 traten Klubobmann Robert Lugar und die Abgeordnete Martina Schenk aus dem Team Stronach aus, womit die Partei nur noch über vier Abgeordnete verfügte und damit den Klubstatus im Parlament verlor.<ref>derStandard.at: Lugar und Schenk treten aus, Team Stronach verliert Klubstatus. Artikel vom 9. August 2017, abgerufen am 13. August 2017.</ref> Schenk wechselte unmittelbar zur Freien Liste Österreich (FLÖ), Lugar wurde nur zwei Tage nach seinem Austritt aus dem Team Stronach von Heinz-Christian Strache als Kandidat für die FPÖ-Bundesliste für die Nationalratswahl 2017 präsentiert.<ref>derStandard.at: Strache präsentiert FPÖ-Bundesliste mit Lugar auf Platz acht. Artikel vom 11. August 2017, abgerufen am 13. August 2017.</ref> Dies erregte einiges Aufsehen, hatte Strache Lugar doch 2012 mit einem "Einmal Verräter, immer Verräter" abgestempelt, nachdem dieser als ehemaliger FPÖ-Funktionär mit seinem Wechsel zum Team Stronach zum wiederholten Male die Partei gewechselt hatte.<ref>derStandard.at: Politische Überläufer: Von der Liebe zum Verrat. Artikel vom 13. August 2017, abgerufen am 13. August 2017.</ref>
Im September 2021 kaufte das Satireportal Die Tagespresse die nicht mehr verlängerte Domain des Team Stronach für einen Streich.<ref>In zwei Stunden Arbeitszeit eine Kampagne gefaked: So inhaltsleer ist die Politik heute, Die Tagespresse, abgerufen am 10. Oktober 2021.</ref>
Wahlen
Landtagswahlen 2013
Bei den Landtagswahlen in Kärnten und Niederösterreich am 3. März 2013 stand die Partei erstmals zur Wahl. Als Spitzenkandidaten fungierten in Kärnten Gerhard Köfer und in Niederösterreich Frank Stronach selbst. In Kärnten erreichte sie dabei 11,3 % der Stimmen und somit vier Sitze im Kärntner Landtag und einen in der (mittels Proporz gebildeten) Landesregierung, in Niederösterreich 9,8 %, fünf Sitze im Niederösterreichischen Landtag sowie ebenfalls einen in der Landesregierung.<ref>Nach Kärnten-Wahl: FPK vor Umbau</ref><ref>Rot siegt, Blau zerbröselt, kurier.at, 4. März 2013. Abgerufen am 4. März 2013.</ref> Bei der Landtagswahl in Tirol am 28. April, bei der Hans-Peter Mayr Spitzenkandidat war, erreichte sie 3,4 % und verpasste damit den Einzug in den Landtag. Bei den Salzburger Landtagswahlen am 5. Mai bekam das Team mit Spitzenkandidat Hans Mayr 8,3 % der Stimmen, was drei Mandaten im Salzburger Landtag entspricht.
Nationalratswahl 2013
Das Team Stronach trat auch bei der Nationalratswahl 2013 an. Während es in den Umfragen zur Nationalratswahl bis zum Sommer 2013 kontinuierlich zwischen 8 und 12 % gelegen war, blieb es bei der Wahl am 29. September 2013 mit 5,7 % und 11 Mandaten deutlich unter den eigenen Erwartungen. Medial wurde das vor allem auf die Fernsehauftritte von Frank Stronach zurückgeführt, der sich dabei zerstreut und auch in wesentlichen Punkten ahnungslos zeigte. Die Vier-Prozent-Hürde wurde aber dennoch übersprungen und die Partei zog somit in den Nationalrat ein.
Die Wahlkampfkosten des Team Stronach betrugen rund 13,5 Mio. Euro, erlaubt waren sieben Millionen Euro. Für die Überschreitung drohte dem Team Stronach eine Strafe von bis zu 1,1 Mio. Euro.<ref>derStandard.at - Team Stronach droht Millionenstrafe wegen Wahlkampf 2013. Artikel vom
19. Oktober 2014, abgerufen am 18. Dezember 2014.</ref> Bei 268.679 Wählern entspricht das 50,2 Euro pro Stimme, das Team Stronach gab somit pro Stimme um rund 40 Euro mehr aus als alle anderen wahlwerbenden Parteien, deren Kosten zwischen 5,8 und 10,7 Euro pro Stimme betrugen.<ref>derStandard.at - Wahlkampfkosten: Team Stronach gab 50 Euro pro Stimme aus. Artikel vom 28. Oktober 2014, abgerufen am 18. Dezember 2014.</ref> Auch ÖVP und SPÖ überzogen die Wahlkampfkosten, die ÖVP um vier Millionen Euro, die SPÖ um 326.000 Euro.<ref>derStandard.at - ÖVP überzog Kosten-Limit um vier Millionen Euro. Artikel vom 27. Oktober 2014, abgerufen am 18. Dezember 2014.</ref>
Wahlen 2014
Bei den Salzburger Gemeinderatswahlen 2014 trat das Team Stronach in fünf Gemeinden an, wobei es auf den Wahlzetteln nach dem Muster Team *Gemeindename* zu finden war. In Seekirchen trat es unter der Bezeichnung Freie Wähler Seekirchen an und schaffte mit 11 Prozent und drei Kandidaten den Einzug in den Gemeinderat.<ref>Team Stronach über Abschneiden enttäuscht. In: salzburg.orf.at. 10. März 2014, abgerufen am 25. März 2014.</ref>
Im April 2014 kündigte das Team Stronach an, bei der Wahl zum Europäischen Parlament im Mai 2014 sowie bei den Landtagswahlen in Vorarlberg im Herbst 2014 nicht anzutreten.<ref name="euwahl2014">Nachbaur: „Die Neos sind ein moderner Männerklub.“ Der Standard, 8. April 2014, abgerufen am 9. April 2014.</ref><ref>Team Stronach tritt bei Landtagswahl nicht an. orf.at, 9. April 2014, abgerufen am 9. April 2014.</ref>
Wahlen 2015
Am 17. Dezember 2014 kündigte das Team Stronach an, bei der Gemeinderatswahl in Niederösterreich am 25. Jänner 2015 in keiner der 570 Gemeinden anzutreten.<ref>derStandard.at - Niederösterreich: Team Stronach tritt nicht bei Gemeinderatswahl an. Artikel vom 17. Dezember 2014, abgerufen am 18. Dezember 2014.</ref> Bei den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Kärnten 2015 kandidierte das Team Stronach in fünf Gemeinden als eigenständige Liste und in drei weiteren Gemeinden in Kooperation mit Namenslisten.
Bei der Landtagswahl in der Steiermark 2015 erreichte das Team Stronach 1,74 Prozent der Stimmen.<ref>Landtagswahl 2015, Steiermark Gesamt: endgültiges Ergebnis. Abgerufen am 12. Juni 2015.</ref> Als Spitzenkandidat war ursprünglich Wolfgang Auer vorgesehen, der jedoch durch Josef Kaltenegger ersetzt wurde, was Auer aus der Pressemeldung erfuhr.<ref>derStandard.at - Stronach-Spitzenkandidat Auer ohne sein Wissen ausgetauscht. APA-Meldung vom 21. April 2015, abgerufen am 21. April 2015.</ref>
Bei der Landtagswahl im Burgenland 2015 trat das Team Stronach gemeinsam mit der 2010 in den Landtag eingezogenen Liste Burgenland unter dem Namen Bündnis Liste Burgenland an, das Bündnis erreichte 4,82 Prozent der Stimmen und zog wieder in den Landtag ein.<ref>Burgenländische Volkszeitung: Bündnis Liste Burgenland will "ausmisten". Artikel vom 9. April 2015, abgerufen am 12. Juni 2015.</ref>
Bei der Landtagswahl in Oberösterreich 2015 am 27. September trat das Team Stronach nicht an, die Landespartei Oberösterreich wurde Ende August 2015 aufgelöst.<ref name="aufloesung-ooe"/><ref name="aufloesung-ooe2">orf.at - Team Stronach hat sich aufgelöst. Artikel 25. August 2015, abgerufen am 25. August 2015.</ref>
Im August 2015 gab das Team Stronach bekannt, zugunsten einer neuen parteiunabhängigen Liste auf eine Kandidatur bei der Landtags- und Gemeinderatswahl in Wien 2015 zu verzichten. Durch die Unterstützung von fünf Nationalratsabgeordneten, darunter TS-Klubobmann Robert Lugar, benötigte die neue Plattform keine Unterstützungsunterschriften.<ref>orf.at - Team Stronach unterstützt „Raucherpartei“ - Auch BZÖ Teil der Plattform. Artikel vom 10. August 2015, abgerufen am 10. August 2015.</ref> Auch das BZÖ unterstützte die Liste.
Wählerschaft
Für den ORF hat Werner Beutelmeyer vom Market-Institut im Jahr 2013 den „typischen Stronach-Wähler“ skizziert. Er sei männlich, jüngeren bis mittleren Alters, mittleres Einkommen, Arbeiter, Facharbeiter oder Angestellter. Die jüngsten Ergebnisse rührten aus einer „Denkzettel-Mentalität“. Den Wähler störe es nicht, dass Inhalte und Programm noch fehlten.<ref>Werner Beutelmeyer im ZIB2-Interview am 5. März 2013 zu den Landtagswahlen in Kärnten und Niederösterreich</ref>
Nach Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts SORA haben bei der Nationalratswahl 2013 überdurchschnittlich viele Arbeiter und Selbständige das Team Stronach gewählt.<ref>Grafik: Wahlverhalten nach Geschlecht, Alter und Berufsstand Die Presse.com, 30. September 2013.</ref>
Organisation
Obmann (Parteivorsitzender) des Teams war Frank Stronach, der gemäß Parteistatuten „die Partei alleine nach außen“ vertrat. Sein Stellvertreter war bis Oktober 2013 Robert Lugar.<ref>Robert Lugar: "Vier zusätzliche Abgeordnete bis zur nächsten Wahl", DiePresse.com, 22. Oktober 2012. Abgerufen am 2. November 2012.</ref> Von Oktober 2013 bis zu ihrem Rücktritt als Vize-Parteichefin im November 2014 hatte diese Funktion Kathrin Nachbaur inne.<ref>derStandard.at - Team Stronach: Nachbaur verlässt Partei. Artikel vom 21. November 2014, abgerufen am 18. Dezember 2014.</ref><ref>derStandard.at - Team Stronach noch immer ohne "starken Mann". Artikel vom 9. Dezember 2014, abgerufen am 18. Dezember 2014.</ref> Von Februar bis Mai 2015 war Wolfgang Auer Vizeparteichef. Ein Nachfolger wurde nicht gewählt.<ref>derStandard.at: Team Stronach: Auer als Vizechef abgewählt, Nachfolger nicht in Sicht. Artikel vom 6. Mai 2015, abgerufen am 30. Mai 2015.</ref>
Klubobmann des „Parlamentsklubs Team Stronach“ war bis zur Wahl 2013 ebenfalls Robert Lugar, ab dem 29. Oktober 2013 war Kathrin Nachbaur Klubobfrau des Parlamentsklubs,<ref>Parlament Republik Österreich: Dr. Kathrin Nachbaur, Biografie. Abgerufen am 2. April 2013.</ref> geschäftsführende Klubobfrau war Waltraud Dietrich.<ref>Kurier - Stronach streicht Nachbaur 140.000 Euro Gage. Artikel vom 21. November 2014, abgerufen am 21. November 2014.</ref> Ab Februar 2015 führte Waltraud Dietrich den Parlamentsklub alleine.<ref>derStandard.at - Team Stronach: Nachbaur bleibt nur bis März. Artikel vom 25. November 2014, abgerufen am 18. Dezember 2014.</ref> Am 4. August 2015 übernahm erneut Robert Lugar die Funktion des Klubobmannes.<ref>orf.at: Amtsübergabe mit Rucksack. Artikel vom 4. August 2015, abgerufen am 4. August 2015 </ref> Klubdirektorin ist Christine Weber.<ref>Parlamentsklub Team Stronach. Abgerufen am 18. Dezember 2014.</ref>
Zum „Team“ (gewissermaßen der Parteivorstand) gehörten neben Lugar und Dietrich auch Christoph Hagen, Martina Schenk, Leo Steinbichler, Ulla Weigerstorfer und Gerald Zelina.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Team ( vom 2. März 2013 im Internet Archive), teamstronach.at</ref>
Sämtliche Mitglieder gehörten eigenständigen Landesgruppen (Team Kärnten etc.) an. Die Bundespartei hatte ihren Sitz in der Reichsratsstraße 3 in Wien, unmittelbar hinter dem Parlamentsgebäude. Hier arbeiteten rund 30 Mitarbeiter.
Bundesländer
In Kärnten war Gerhard Köfer seit März 2013 als Landesrat für Straßenbau und Fischerei Mitglied der Landesregierung Kaiser I. Im dortigen Landtag war das Team mit vier Abgeordneten vertreten. Klubobmann war Hartmut Prasch, die übrigen Mandate nahmen Isabella Theuermann, Siegfried Schalli und Alois Dolinar wahr. Seit Dezember 2014 trat das Team Stronach für Kärnten unter dem Namen Team Kärnten auf.<ref>derStandard.at - Kärntner Team Stronach tritt als "Team Kärnten" auf. Artikel vom 4. Dezember 2014, abgerufen am 4. Dezember 2014.</ref> Im Oktober 2016 erklärte das sich das Team Kärnten für unabhängig, nachdem es alle finanziellen Verbindlichkeiten an Gründer Frank Stronach zurückgezahlt hatte.<ref>Kärntner Team Stronach ab sofort "Freies Team Kärnten". In: Der Standard. 1. Oktober 2016, abgerufen am 21. Oktober 2017.</ref>
Spitzenkandidat bei der Tiroler Landtagswahl am 28. April 2013 war Hans-Peter Mayr, schaffte aber den Einzug in den Landtag nicht.<ref>Hans-Peter Mayr half Listencoup nichts. In: Wiener Zeitung. 28. April 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 3. Mai 2013; abgerufen am 21. Oktober 2017.</ref> Ende August 2015 wurde nach Auflösung der Landesgruppen in Tirol und Vorarlberg auch die oberösterreichische Landespartei geschlossen.<ref name="aufloesung-ooe">orf.at - Team Stronach schließt Landespartei. Artikel vom 24. Juli 2015, abgerufen am 24. Juli 2015.</ref><ref name="aufloesung-ooe2"/>
Bei den Salzburger Landtagswahlen im Mai 2013 war Hans Mayr Spitzenkandidat. Dieser war ab Juni 2013 Landesrat für Verkehr, Infrastruktur und Wohnbau in der Landesregierung Haslauer jun. I. Im Dezember 2015 kündigten ÖVP und Grüne an, die Koalition in der Landesregierung mit dem parteifreien Landesrat Hans Mayr, jedoch ohne das Team Stronach Salzburg fortzusetzen.<ref>ÖVP und Grüne setzen Koalition ohne Team Stronach fort</ref> Einziges Mitglied des Landtages war Klubobmann Helmut Naderer. Die beiden Abgeordneten Otto Konrad und Gabriele Fürhapter traten aus der Partei aus.<ref>orf.at - Weitere Abgeordnete verlässt Team Stronach. Artikel vom 7. Jänner 2016, abgerufen am 7. Jänner 2016.</ref>
In Niederösterreich zog das Team Stronach 2013 als Wahlpartei Liste FRANK in den Landtag ein. Elisabeth Kaufmann-Bruckberger war von April 2013 bis April 2015 Landesrätin für Baurecht, Veranstaltungswesen, Asyl und Ausländerbeschäftigung in der Landesregierung Pröll VI. In dieser Funktion folgte ihr Tillmann Fuchs nach, verlor aber die Zuständigkeit für das Asylwesen.<ref name="ORF0627">Aufstieg und Niedergang des TS. ORF, 27. Juni 2017, abgerufen am 21. Oktober 2017.</ref> Als Klubobmann im Landtag, wo das Team Stronach mit fünf Abgeordneten vertreten war, fungiert kurze Zeit zu Beginn der Legislaturperiode und ab Juni 2013 Ernest Gabmann junior. Die weiteren Abgeordneten waren bzw. sind Walter Laki, Klubobmann von April bis Juni 2013, Gabriele Von Gimborn, Herbert Machacek und Walter Naderer. Aufgrund innerer Streitigkeiten spaltete sich Ende 2013 in der Liste FRANK von der Landesorganisation Team Stronach Niederösterreich das neue Team NÖ ab, dem Machacek, Gabmann und Naderer angehörten, Naderer verließ dieses im April 2015 und wurde fraktionsloser Abgeordneter.<ref>Niederösterreich: Team Stronach weiter aufgesplittet. In: Der Standard. 30. April 2015, abgerufen am 21. Oktober 2017.</ref>
Finanzierung
Laut Parteivertretern sollen außer den Geldern des Gründers Frank Stronach keine Spenden angenommen werden. Die Partei solle dennoch finanziell gut aufgestellt werden, um „die stärkste Partei in Österreich“ zu werden. Bis Ende 2013 stellte Stronach der Partei laut Rechnungshof mittels Großspenden insgesamt 21.069.000 Euro zur Verfügung.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Parteispenden ( vom 6. Dezember 2013 im Internet Archive)</ref> Laut Medienberichten könnte Stronach die Partei mit bis zu 25 Millionen Euro fördern.<ref name="Presse-EineMillion">Stronach überweist Partei eine Million Euro, DiePresse.com, 5. November 2012. Abgerufen am 16. November 2012.</ref> Neben der Großspende von etwa 20 Millionen Euro gewährte Stronach der Partei auch ein Darlehen über gut 10 Millionen Euro, einen Teil davon hatte der Parteigründer der Partei erlassen.<ref>Stronach bekommt Geld von Partei zurück. In: ORF. 25. April 2018, abgerufen am 1. Mai 2018.</ref>
Ab der Gewährung des Klubstatus erhielt das Team Stronach zudem die zugehörige Klubförderung des Nationalrats, für 2012 circa 1,4 Millionen Euro.<ref name="Presse-Klub-anerkannt" />
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Website des Team Stronach für Österreich ( vom 13. September 2017 im Internet Archive)
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Grundsatzprogramm ( vom 21. Oktober 2017 im Internet Archive)
Einzelnachweise
<references />
<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />
Österreichische Volkspartei (ÖVP) | Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ) | Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) | NEOS – Das Neue Österreich und Liberales Forum | Parlamentsklub JETZT (JETZT) | Die Grünen (GRÜNE) | Team Stronach für Österreich (TS) | Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) | Liberales Forum (LIF) | Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ) | Verband der Unabhängigen (VDU)
Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang
Burgenland | Kärnten | Niederösterreich | Oberösterreich | Salzburg | Steiermark | Tirol | Vorarlberg | Wien