Zum Inhalt springen

Swartzia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 30. November 2025 um 08:52 Uhr durch imported>SchlurcherBot (Bot: http → https).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Icon tools.svg
Dieser Artikel wurde aufgrund formaler oder inhaltlicher Mängel in der Qualitätssicherung Biologie im Abschnitt „Pflanzen“ zur Verbesserung eingetragen. Dies geschieht, um die Qualität der Biologie-Artikel auf ein akzeptables Niveau zu bringen. Bitte hilf mit, diesen Artikel zu verbessern! Artikel, die nicht signifikant verbessert werden, können gegebenenfalls gelöscht werden.

Lies dazu auch die näheren Informationen in den Mindestanforderungen an Biologie-Artikel.

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Swartzia
Datei:Swartzia myrtifolia Taub98.png

Swartzia myrtifolia, Illustration von Taubert

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Swartzieae
Gattung: Swartzia
Wissenschaftlicher Name
Swartzia
Schreb.

Swartzia ist eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Die etwa 150 Swartzia-Arten sind in der Neotropis verbreitet. Das Holz von zumindest einigen Swartzia-Arten besitzt eine höhere spezifische Dichte als Wasser und ist besonders hart, deshalb werden diese Arten häufig auch mit Eisenholz bezeichnet.


Beschreibung

Vorlage:Hinweisbaustein Vorlage:Hinweisbaustein

Vegetative Merkmale

Swartzia-Arten sind verholzende Pflanzen und wachsen meist als Bäume, seltener als Sträucher oder als Lianen.

Die Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Der Blattstiel und die Blattrhachis sind öfters geflügelt oder gerandet bis rinnig. Die Blattspreiten sind unpaarig gefiedert, mit selten einem bis vielen Blättchen. Die Blättchen sind meist gegen- bis wechselständig angeordnet und oft schwach behaart. Es sind beständige oder meist abfallende Nebenblätter und teils Nebenblättchen ausgebildet.

Generative Merkmale

Es werden meist traubige, seltener Rispe Blütenstände gebildet, sie erscheinen end- oder achsel-, sowie über- und unterachsel- oder knotenständig, selten erscheinen die meist gestielten Blüten einzeln. Die kleinen Trag- und Deckblätter sind abfallend.

Die zwittrigen und weißen bis orangen, gelben oder violetten Blüten besitzen eine einfache oder doppelte Blütenhülle. Der Kelch reißt mit zwei bis fünf Lappen auf. Es sind bis zu drei, meist aber nur eins, große, meist genagelte Kronblätter vorhanden oder sie fehlen ganz. Es sind viele, oft dimorphe, freie oder an der Basis verwachsene Staubblätter in teils mehreren ungleichen Serien vorhanden. Die Staubbeutel sind dorsifix. Die oberständigen Stempel sind gestielt bis gynophor. Der mehr oder weniger lange Griffel ist end- oder seitenständig. Die Narbe ist klein.

Es werden ein- bis mehrsamige, öffnende oder nicht öffnende, glatte bis raue, ein- bis mehrsamige, ledrige bis fleischige, flache bis rundliche Hülsenfrüchte gebildet. Sie sind an den Samen oft eingeschnürt. Die Samen können einen gefärbten Arillus besitzen.

Systematik

Die Gattung Swartzia wurde 1791 durch Johann Christian von Schreber in Genera Plantarum, Band 2, S. 518 aufgestellt. Der Gattungsname Swartzia ehrt den schwedischen Botaniker Olof Peter Swartz (1760–1818).<ref name="Burkhardt2018" /> Typusart ist Swartzia alata <templatestyles src="Person/styles.css" />Willd. Homonyme sind Swartzia <templatestyles src="Person/styles.css" />Brid., Journal für die Botanik 1800, (2), 1801, S. 289 und Swartzia <templatestyles src="Person/styles.css" />J.F.Gmel., Systema Naturae ... editio decima tertia, aucta, reformata, 2, S. 360.<ref name="Tropicos" /> Synonyme für Swartzia <templatestyles src="Person/styles.css" />L. sind: Possira <templatestyles src="Person/styles.css" />Aubl., Rittera <templatestyles src="Person/styles.css" />Schreb., Riveria <templatestyles src="Person/styles.css" />Kunth, Tounatea <templatestyles src="Person/styles.css" />Aubl.<ref name="GRIN" />

Die Gattung Swartzia gehört zur Tribus Swartzieae in der Unterfamilie Faboideae innerhalb der Familie Fabaceae.<ref name="GRIN" />

Die hier eingeordneten afrikanischen Arten Swartzia fistuloides <templatestyles src="Person/styles.css" />Harms und Swartzia madagascariensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Taub.) Desv. wurden seit Kirkbride 1997<ref name="Kirkbride1997" /> nach Kenntnisstand des letzten Jahrhunderts in die von ihm aufgestellte Gattung Bobgunnia <templatestyles src="Person/styles.css" />J.H.Kirkbr. & Wiersema ausgegliedert, seitdem sind alle verbleibenden Swartzia-Arten in der Neotropis heimisch. Nach Magalhães et al. 2006 sollten nach molekulargenetischen Merkmalen die beiden Arten aber wieder in die Gattung Swartzia gestellt werden.<ref name="Magalhães2006" />

Die Gattung Swartzia wird nach Magalhães et al. 2006 in zwei Sektionen untergliedert:<ref name="Magalhães2006" />

  • Sektion Possira <templatestyles src="Person/styles.css" />(Aubl.) DC.
  • Sektion Swartzia: Sie wird in zwei Untersektionen gegliedert.
    • Untersektion Swartzia
    • Untersektion Terminales <templatestyles src="Person/styles.css" />R.S.Cowan
Datei:Swartzia apetala Raddi var. subcordata R. S. Cowan - Flickr - Alex Popovkin, Bahia, Brazil (22).jpg
Swartzia apetala
Datei:Swartzia arenophila R. B. Pinto, Torke & Mansano, sp. nov. ined. (6430959001).jpg
Swartzia arenophila
Datei:Swartzia jorori (18258346899).jpg
Swartzia jorori
Datei:Swartzia langsdorffii - Jardim Botânico de São Paulo - IMG 0378.jpg
Habitus von Swartzia langsdorffii
Datei:Swartzia langsdorffii - Jardim Botânico de São Paulo - IMG 0376.jpg
Unpaarig gefiedertes Laubblatt von Swartzia langsdorffii
Datei:Swartzia polita (R.S.Cowan) Torke (1791072326).jpg
Swartzia polita
Datei:Swartzia sericea Taub99.png
Illustration von Hülsenfrucht und Samen von Swartzia sericea
Datei:Swartzia simplex, fruit of the Showy Chalice Vine (9548787203).jpg
Früchte von Swartia simplex

Es gibt je nach Autor etwa 150 Swartzia-Arten:<ref name="ILDIS" />

Literatur

  • O. N. Allen, Ethel K. Allen: The Leguminosae. Univ. of Wisconsin Press, 1981, ISBN 0-299-08400-0, S. 636, XXXVII, XXLII, XXLVIII.

Weblinks

Commons: Swartzia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="Tropicos"> Swartzia bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="ILDIS"> Datenblatt Swartzia bei International Legume Database Information Service = ILDIS - LegumeWeb - World Database of Legumes, Version 10.38, 2010. </ref> <ref name="Kirkbride1997"> Joseph H. Kirkbride, Jr., John H. Wiersema: Bobgunnia, a New African Genus of Tribe Swartzieae (Fabaceae, Faboideae). In: Brittonia. Volume 49, No. 1, 1997, S. 1–23, doi:10.2307/2807690, Modul:JSTOR * Modul:JSTOR:170: attempt to index field 'wikibase' (a nil value). </ref> <ref name="Magalhães2006"> A. F. Magalhães, A. M. G. A. Tozzi, C. C. Santos, E. G. Magalhães: Analysis of metabolites from plants of the Swartzia genus using chemical indexes: evolutionary tendencies. In: Eclética Química. Volume 31, Nr. 2, São Paulo 2006, doi:10.1590/S0100-46702006000200002. </ref> <ref name="Burkhardt2018"> Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition. Teil I und II. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018, ISBN 978-3-946292-26-5, doi:10.3372/epolist2018. </ref> </references>