Harms verbrachte nach eigenen Angaben die ersten Lebensjahre in Hamburg und München.<ref>YouTube TV of the Lost Episode 156 - Eye to eye with PAT 4:27 Minuten ff. vom 5. August 2014, abgerufen am 3. September 2023</ref> Danach zog die Familie nach Dortmund-Kirchhörde um. Dort absolvierte der heutige Musiker die zweite bis sechste Klasse in der Rudolf-Steiner-Schule Dortmund<ref>YouTube TV of the Lost Episode 559 4:35 Minuten ff. vom 1. September 2023, abgerufen am 3. September 2023</ref>, bevor die Familie nach Hamburg zurückkehrte.
Ab dem Alter von fünf Jahren lernte Harms auf eigenen Wunsch Violoncello. Einem Musikmagazin beschrieb der Musiker die Initialzündung:
„Ende 1982, zur Weihnachtszeit, nicht lange vor meinem dritten Geburtstag, besuchten meine Eltern mit mir und meiner sechs Jahre älteren Schwester Nina das Weihnachtskonzert eines klassischen Streichquartetts im sogenannten Schafstall in Wörme nahe Hamburg. Ich saß dort auf dem Schoß meiner Mutter, [...] direkt vor dem Cellisten. Dieses Instrument machte einen so gewaltigen Eindruck auf mich, dass ich seitdem meine Eltern nervte, da ich unbedingt auch so ein Spielzeug haben wollte.“
– <templatestyles src="Person/styles.css" />Chris Harms<ref>Sonic Seducer: Lord Of The Lost - Chronik Limitierte Auflage. Verlag Thomas Vogel Media e.K., Erstauflage 2016, ISBN 978-3-95897-267-4, S. 14.</ref>
In den folgenden Jahren nahm er mit diesem Instrument an Wettbewerben wie Jugend musiziert<ref>Christian Simon Krogmann. In: prisma. Abgerufen am 29. August 2023.</ref> teil und verdiente damit nach eigenen Aussagen sein erstes Geld mit der Musik:
„Ein kleiner Junge mit Cello, der für sein Alter ungewöhnlich weit auf dem Instrument war, hat in der Einkaufspassage zur Weihnachtszeit schon mal leicht 150 Mark in ein paar Stunden verdient.“
– <templatestyles src="Person/styles.css" />Chris Harms<ref>Sonic Seducer: Lord Of The Lost - Chronik Limitierte Auflage. Verlag Thomas Vogel Media e.K., Erstauflage 2016, ISBN 978-3-95897-267-4, S. 14/15.</ref>
Von 1996 bis 1998 erhielt Harms Unterricht bei Wolfram Huschke, der ihm auf dem Cello andere Stile wie Jazz, Rock und Metal nahebrachte.<ref name="chronik">Sonic Seducer: Lord Of The Lost - Chronik Limitierte Auflage. Verlag Thomas Vogel Media e.K., Erstauflage 2016, ISBN 978-3-95897-267-4, S. 15.</ref> Von Huschke erwarb er nach eigenen Aussagen sein erstes E-Cello, das er später punktuell auch im Bandbetrieb einsetzte.<ref name="chronik" /> Parallel erlernte er autodidaktisch E-Gitarre und Bassgitarre. Sein Interesse an Musikinstrumenten endete damit nicht:
„In den Proberäumen damaliger Kurzzeitprojekte oder bei musikalischen Schulaufführungen mussten dann zudem jedes Schlagzeug und die Menschen [...] leiden, da ich auch dieses Instrument beherrschen wollte. All das hat dazu geführt, dass ich zwar etliche Zweitinstrumente mehr oder weniger beherrsche, aber nur auf dem Cello eine professionelle Ausbildung genossen habe. Von dieser Vielfalt zehre ich jedoch heute noch in meinem Job: jeden Tag! Wenn es sein muss, kann ich rudimentär alles, was in der Populärmusik instrumental wichtig ist, halbwegs umsetzen.“
Eine bis heute wichtige musikalische Inspirationsquelle fand Harms im Alter von elf bis zwölf Jahren, als ihm eine Mitschülerin das Album Joyride von Roxette schenkte. Bis heute bezeichnet sich Harms als großer Fan des Werks der Band. Auch seine heutige Vorliebe für Make-up und Nagellack als Teil seiner Bühnenerscheinung entwickelte er nach eigenen Angaben durch das Styling des Roxette-Songschreibers, Gitarristen und Co-Sängers Per Gessle.<ref>WELT Nachrichtensender: Chris Harms im Interview über Schlager, Homophobie und das neue Album “Judas” auf YouTube, 31. Juli 2021, Minute 3:00 ff, abgerufen am 1. Mai 2023</ref> Später kam als weiteres musikalisches Vorbild die US-amerikanische Sängerin Lady Gaga hinzu.<ref>metall.info: Lord Of The Lost covern Lady Gaga und kündigen EP an 2. April 2022, abgerufen am 1. Mai 2023</ref>
Seine ersten Songs schrieb Harms mit 15.<ref>Quelle?</ref> In diesem Alter sammelte er auch erste Banderfahrungen. Im Alter von 17 Jahren sang er in einer Schultheaterinszenierung der Dreigroschenoper den Part des Mackie Messer.<ref name="chronik" />
1999 gründete Harms seine erste Band Philiae. Dort stieg er 2004 aus. 2004 war er an der Gründung der Glamrock-Band The Pleasures beteiligt. In dieser Band arbeitete er als Gitarrist und Sänger und produzierte auch.<ref>thepleasures.de: Bio: GERMANYS MOST EXTRAVAGENT GLAM ROCK BAND est. 2004 ohne Datum, abgerufen am 1. Mai 2023</ref> Parallel produzierte er von 2004 bis 2005 das Soloprojekt Vagueness.<ref>Chris Harms. In: prisma. Abgerufen am 29. August 2023.</ref>
Ab 2002 studierte Harms Tontechnik am SAE Institute mit Abschluss 2004 und folgender mehrjähriger Dozententätigkeit. 2006 stieg Harms bei der Electro-Band Unterart als Sänger und Songwriter ein. 2007 war er als Live-Gitarrist bei Big Boy tätig. Ebenfalls 2007 startete er das Soloprojekt Lord, welches später zu Lord of the Lost wurde. Im Zuge seiner Arbeit als SAE-Dozent rekrutierte er für sein neues Bandprojekt Lord of the Lost das Gros seiner Mitmusiker aus den Reihen der SAE-Absolventen.<ref>SAE Institute: Kill it with Fire: Drum Recording Session am SAE Institute Hamburg 22. Mai 2015, abgerufen am 1. Mai 2023</ref>
Im Dezember 2012 gründete er mit Weggefährten das deutschsprachige Projekt Harms & Kapelle und das im Metalbereich anzusiedelnde Over The Jordan.<ref>reflectionsofdarkness.com</ref>
2017 unterstützten Harms und der heutige Lord-of-the-Lost-Bandkollege Pi die Band KMFDM als Live-Gitarristen auf deren UK- und US-Tour. 2020 veröffentlichte er zusammen mit dem damaligen Oomph!-Sänger Dero Goi unter dem Projekt-Namen Die Kreatur das Album Panoptikum, das Platz 8 der deutschen Albumcharts erreichte.<ref>chartsurfer.de: Die Kreatur in den Albumcharts Mai/Juni 2020, abgerufen am 1. Mai 2023</ref>
Schon ein Jahr zuvor wirkte Harms als Cellist beim Deutschland-Vorentscheid zum ESC mit. Er spielte damals für den Kandidaten Eros Atomus bei dessen Auftritt live und auch in dessen offiziellen Video Cello.<ref>Metalsplitter: ESC OHNE METAL. In: laut.de. 2022, abgerufen am 13. September 2024.</ref> Der Song des jungen Musikers, der beim Vorentscheid Platz 5 errang, wurde ebenfalls in den Chameleon Studios produziert, in denen Harms tätig ist.<ref>Panne vor Auftritt: ESC-Kandidat bleibt im Aufzug stecken. In: Hamburger Abendblatt. 23. Februar 2022, abgerufen am 12. September 2024.</ref><ref>Eros Atomus: eros atomus - alive (official music video) 10. Februar 2022, abgerufen am 1. Mai 2023</ref>
Im Februar 2025 veröffentlichte Harms ein Solo-Album im Electro-Synth-Pop-Stil mit dem Titel 1980.<ref>Christoph Kutzer: Review ARTIST: Chris Harms TITEL: 1980. In: Sonic Seducer. 7. Februar 2025, abgerufen am 7. Februar 2025.</ref>
Harms ist mit einer Tätowiererin verheiratet und hat einen Sohn. Er lebt im Hamburger Stadtteil St. Pauli.<ref name=":0" />
2010 übernahm Harms die Hauptrolle im Musikvideo Kissing in the Kremlin des 1998 verunglückten Musikers Falco. Zudem modelte er 2010 für das Hamburger Label Pyrate Styles. Daraufhin sponserte das Label die Mäntel für das Booklet des 2011 erschienenen Lord-of-the-Lost-Albums Antagony.
Seit Januar 2024 betreibt Harms zusammen mit dem Musiker Swiss den Podcast "Swiss und Harms: Zwischen Tour und Angel".<ref>Swiss+Harms - Zwischen Tour+Angel. In: Podigee. Januar 2024, abgerufen am 17. Dezember 2024.</ref>
2011 (28. Oktober): Gastsänger bei Latexxx Teens beim Lied Temple of Love auf der EP Adrenochrome Redux (Als Single veröffentlicht am 9. September 2011)
2013 (18. Januar): Gastsänger bei A Life Divided beim Lied Perfect Day auf dem Album The Great Escape
2014 (28. Februar): Gastsänger bei Blutengel beim Lied Krieger (Lord of the Lost Version) auf der Bonus-Single im Box-Set des Albums Black Symphonies (An Orchestral Journey)
2015 (13. Oktober): Gastsänger bei Meinhard beim Lied This Misery auf dem Album Alchemusic II – Coagula
2016 (22. Januar): Gastsänger bei Rocksin beim Lied Devil or Angel auf dem Album Three (Als Single veröffentlicht am 30. November 2015)
2016 (2. September): Gastsänger bei Unzucht beim Lied Ein Wort fliegt wie ein Stein auf der Deluxe Edition des Albums Neuntöter
2017 (13. Januar): Gastsänger mit Joachim Witt und Tilo Wolff bei Mono Inc. beim Lied Children of the Dark auf dem Album Together Till the End (Als Single veröffentlicht am 25. November 2016)
2017 (27. Januar): Cello bei 5th Avenue beim Lied Mrs. Strong (Single)
2017 (18. August): Gastsänger bei KMFDM bei den Liedern Total State Machine und Glam, Glitz, Guts & Gore auf dem Album Hell Yeah
2018 (23. März): Gastsänger bei Joachim Witt beim Lied 1000 Seelen auf dem Album Rübezahl
2019 (8. März): Gastsänger bei Subway to Sally beim Lied Island auf dem Album Hey
2019 (5. Juli): Gastsänger bei Lolita KompleX beim Lied We’re All Dead auf dem Album Escapism
2019 (25. Oktober): Gastsänger bei Vogelfrey beim Lied Magst du Mittelalter? auf dem Album Nachtwache<ref>Sven Kabelitz: "Nachtwache" von Vogelfrey. In: laut.de. 25. Oktober 2019, abgerufen am 10. November 2019.</ref>
2020 (24. Januar): Gastsänger bei Pyogenesis beim Lied Modern Prometheus auf dem Album A Silent Soul Screams Loud (Als Single veröffentlicht am 9. Januar 2020)
2020 (2. Oktober): Gastsänger bei Nachtblut beim Lied Schmerz & Leid auf dem Album Vanitas<ref>Nachtblut – Vanitas. In: nuclearblast.de. Abgerufen am 31. Januar 2021.</ref>
2021 (18. Juni): Gastsänger bei Subway to Sally bei den Liedern Drag Me to Hell und Island auf dem Live-Album Eisheilige Nacht: Back to Lindenpark<ref>Facebook.com: Subway to Sally: Chris Harms stellt euch seine erste SOLO DVD vor!, zuletzt abgerufen am 28. Februar 2022</ref>
2021 (6. Dezember): Gastsänger bei Swiss beim Lied Advent Advent ein Nazi brennt (Als Single veröffentlicht am 3. Dezember 2021)<ref>Facebook.com: Advent Advent ein Nazi brennt, zuletzt abgerufen am 28. Februar 2022</ref> sowie bei Swiss und die Andern beim Lied Advent Advent ein Nazi brennt (Punk-Remix) auf der EP Missglückte Weihnachts EP
2022 (10. Februar): Cello bei Eros Atomus beim Lied Alive (Single)<ref>Facebook.com: Chris Harms: 12 POINTS FOR GERMANY!, zuletzt abgerufen am 28. Februar 2022</ref>
2022 (25. Februar): Gastsänger bei Joachim Witt beim Lied In Einsamkeit auf dem Album Rübezahls Reise
2022 (18. März): Gastsänger bei Sündenrausch beim Lied Mortals auf dem Album Original Sin
2022 (27. Mai): Gastsänger bei Reliquiae beim Lied Die Sonne scheint (Streichquartett Version) auf dem Album gestrichen (Als Single veröffentlicht am 29. April 2022)<ref>Facebook.com: Reliquiae: ++ RELEASEDAY! | gestrichen ist da! ++ (englisch), zuletzt abgerufen am 20. Juni 2022</ref>
2022 (22. Juli): Gastsänger bei Massen beim Lied When Everything Fades auf der EP Chaos Leading to Harmony<ref>Facebook.com: Massen: We are happy to release that song. (englisch), zuletzt abgerufen am 25. Juli 2022</ref>
2022 (23. September): Gastsänger bei Chemical Sweet Kid beim Lied I Hate Myself the Most (Single)<ref>Facebook.com: Chris Harms: Here’s to another vocal collab. (englisch), zuletzt abgerufen am 28. September 2022</ref>
2022 (25. November): Gastsänger bei Corlyx beim Lied Never Love auf dem Album Blood in the Disco (Als Single veröffentlicht am 5. Oktober 2022)<ref>Facebook.com: Chris Harms: Listen to this wonderful collab that I just did with Corlyx! (englisch), zuletzt abgerufen am 26. Dezember 2022</ref>
2023 (7. April): Gastsänger bei Powerwolf beim Lied We Are the Wild auf dem Album Communio Lupatum II (Bonus-CD zum Album Interludium) (Lord of the Lost)
2023 (19. Mai): Gastsänger bei Arogya beim Lied Queen of the Damned auf dem Album SuperNatural
2023 (19. Mai): Gastsänger bei Swiss und die Andern beim Lied So bereuen auf dem Album Erstmal zu Penny