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Chris Harms

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Datei:20170825 Wuppertal Feuertal Lord Of The Lost 0217.jpg
Chris Harms auf dem Feuertal-Festival in Wuppertal (2017)

Chris „The Lord“ Harms (* 22. Januar 1980 in Hamburg, bürgerlich Christian Krogmann<ref>Dun & Bradstreet: Key Principal: Christian Krogmann von LOTL VERWALTUNGS-GMBH abgerufen am 4. März 2023</ref>) ist ein deutscher Musiker. Er ist Gründer, Sänger und Rhythmusgitarrist der 2009<ref name="youtube">Lord of the Lost: „Werden entweder geliebt oder gehasst!“ In: YouTube. krone tv, 11. Mai 2023, abgerufen am 12. Mai 2023.</ref> entstandenen Band Lord of the Lost – kurz häufig LOTL genannt.

Leben

Harms verbrachte nach eigenen Angaben die ersten Lebensjahre in Hamburg und München.<ref>YouTube TV of the Lost Episode 156 - Eye to eye with PAT 4:27 Minuten ff. vom 5. August 2014, abgerufen am 3. September 2023</ref> Danach zog die Familie nach Dortmund-Kirchhörde um. Dort absolvierte der heutige Musiker die zweite bis sechste Klasse in der Rudolf-Steiner-Schule Dortmund<ref>YouTube TV of the Lost Episode 559 4:35 Minuten ff. vom 1. September 2023, abgerufen am 3. September 2023</ref>, bevor die Familie nach Hamburg zurückkehrte.

Ab dem Alter von fünf Jahren lernte Harms auf eigenen Wunsch Violoncello. Einem Musikmagazin beschrieb der Musiker die Initialzündung:

„Ende 1982, zur Weihnachtszeit, nicht lange vor meinem dritten Geburtstag, besuchten meine Eltern mit mir und meiner sechs Jahre älteren Schwester Nina das Weihnachtskonzert eines klassischen Streichquartetts im sogenannten Schafstall in Wörme nahe Hamburg. Ich saß dort auf dem Schoß meiner Mutter, [...] direkt vor dem Cellisten. Dieses Instrument machte einen so gewaltigen Eindruck auf mich, dass ich seitdem meine Eltern nervte, da ich unbedingt auch so ein Spielzeug haben wollte.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Chris Harms<ref>Sonic Seducer: Lord Of The Lost - Chronik Limitierte Auflage. Verlag Thomas Vogel Media e.K., Erstauflage 2016, ISBN 978-3-95897-267-4, S. 14.</ref>

Datei:Woerme Schafstall.jpg
Schafstall Wörme

In den folgenden Jahren nahm er mit diesem Instrument an Wettbewerben wie Jugend musiziert<ref>Christian Simon Krogmann. In: prisma. Abgerufen am 29. August 2023.</ref> teil und verdiente damit nach eigenen Aussagen sein erstes Geld mit der Musik:

„Ein kleiner Junge mit Cello, der für sein Alter ungewöhnlich weit auf dem Instrument war, hat in der Einkaufspassage zur Weihnachtszeit schon mal leicht 150 Mark in ein paar Stunden verdient.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Chris Harms<ref>Sonic Seducer: Lord Of The Lost - Chronik Limitierte Auflage. Verlag Thomas Vogel Media e.K., Erstauflage 2016, ISBN 978-3-95897-267-4, S. 14/15.</ref>

Von 1996 bis 1998 erhielt Harms Unterricht bei Wolfram Huschke, der ihm auf dem Cello andere Stile wie Jazz, Rock und Metal nahebrachte.<ref name="chronik">Sonic Seducer: Lord Of The Lost - Chronik Limitierte Auflage. Verlag Thomas Vogel Media e.K., Erstauflage 2016, ISBN 978-3-95897-267-4, S. 15.</ref> Von Huschke erwarb er nach eigenen Aussagen sein erstes E-Cello, das er später punktuell auch im Bandbetrieb einsetzte.<ref name="chronik" /> Parallel erlernte er autodidaktisch E-Gitarre und Bassgitarre. Sein Interesse an Musikinstrumenten endete damit nicht:

„In den Proberäumen damaliger Kurzzeitprojekte oder bei musikalischen Schulaufführungen mussten dann zudem jedes Schlagzeug und die Menschen [...] leiden, da ich auch dieses Instrument beherrschen wollte. All das hat dazu geführt, dass ich zwar etliche Zweitinstrumente mehr oder weniger beherrsche, aber nur auf dem Cello eine professionelle Ausbildung genossen habe. Von dieser Vielfalt zehre ich jedoch heute noch in meinem Job: jeden Tag! Wenn es sein muss, kann ich rudimentär alles, was in der Populärmusik instrumental wichtig ist, halbwegs umsetzen.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Chris Harms<ref name="chronik" />

Eine bis heute wichtige musikalische Inspirationsquelle fand Harms im Alter von elf bis zwölf Jahren, als ihm eine Mitschülerin das Album Joyride von Roxette schenkte. Bis heute bezeichnet sich Harms als großer Fan des Werks der Band. Auch seine heutige Vorliebe für Make-up und Nagellack als Teil seiner Bühnenerscheinung entwickelte er nach eigenen Angaben durch das Styling des Roxette-Songschreibers, Gitarristen und Co-Sängers Per Gessle.<ref>WELT Nachrichtensender: Chris Harms im Interview über Schlager, Homophobie und das neue Album “Judas” auf YouTube, 31. Juli 2021, Minute 3:00 ff, abgerufen am 1. Mai 2023</ref> Später kam als weiteres musikalisches Vorbild die US-amerikanische Sängerin Lady Gaga hinzu.<ref>metall.info: Lord Of The Lost covern Lady Gaga und kündigen EP an 2. April 2022, abgerufen am 1. Mai 2023</ref>

Seine ersten Songs schrieb Harms mit 15.<ref>Quelle?</ref> In diesem Alter sammelte er auch erste Banderfahrungen. Im Alter von 17 Jahren sang er in einer Schultheaterinszenierung der Dreigroschenoper den Part des Mackie Messer.<ref name="chronik" />

1999 gründete Harms seine erste Band Philiae. Dort stieg er 2004 aus. 2004 war er an der Gründung der Glamrock-Band The Pleasures beteiligt. In dieser Band arbeitete er als Gitarrist und Sänger und produzierte auch.<ref>thepleasures.de: Bio: GERMANYS MOST EXTRAVAGENT GLAM ROCK BAND est. 2004 ohne Datum, abgerufen am 1. Mai 2023</ref> Parallel produzierte er von 2004 bis 2005 das Soloprojekt Vagueness.<ref>Chris Harms. In: prisma. Abgerufen am 29. August 2023.</ref>

Ab 2002 studierte Harms Tontechnik am SAE Institute mit Abschluss 2004 und folgender mehrjähriger Dozententätigkeit. 2006 stieg Harms bei der Electro-Band Unterart als Sänger und Songwriter ein. 2007 war er als Live-Gitarrist bei Big Boy tätig. Ebenfalls 2007 startete er das Soloprojekt Lord, welches später zu Lord of the Lost wurde. Im Zuge seiner Arbeit als SAE-Dozent rekrutierte er für sein neues Bandprojekt Lord of the Lost das Gros seiner Mitmusiker aus den Reihen der SAE-Absolventen.<ref>SAE Institute: Kill it with Fire: Drum Recording Session am SAE Institute Hamburg 22. Mai 2015, abgerufen am 1. Mai 2023</ref>

Im Dezember 2012 gründete er mit Weggefährten das deutschsprachige Projekt Harms & Kapelle und das im Metalbereich anzusiedelnde Over The Jordan.<ref>reflectionsofdarkness.com</ref>

Datei:Unser Lied für Liverpool - Sendung-8048.jpg
Chris Harms am Abend des 3. März 2023 beim ESC-Vorentscheid

Parallel zu seinen Bandprojekten war Harms als Produzent in den 2013 ausgebrannten Hammer Studios<ref>Hammer Studios in Hamburg abgebrannt. In: Metal.de. 19. November 2023, abgerufen am 13. September 2024.</ref> tätig. In seinen Zwanzigerjahren komponierte er unter anderem Klingeltöne, die unter dem Markennamen Jamba vermarktet wurden, und komponiert nach eigener Aussage bis heute unter Pseudonym auch Partyschlager-Songs für andere Musiker.<ref>WELT Nachrichtensender: Chris Harms im Interview über Schlager, Homophobie und das neue Album “Judas” YouTube, 31. Juli 2021, Minute 6:45 ff, abgerufen am 1. Mai 2023</ref> Er wirkte als Studiomusiker und Tontechniker an Produktionen von Ciwan Haco und Nilüfer Akbal mit.<ref>Quelle?</ref> 2012 war er an der Produktion des ersten Unzucht-Albums beteiligt. In früheren Jahren gab er zeitweise auch Cellounterricht.<ref>Marco Schreuder, Alkis Vlassakakis: "Merci, Chérie" - Der Eurovision Podcast: 05.06 Glitter Heart - Mit Tvorchi & Lord of the Lost; ab ca. Min. 22:00. 22. März 2023, abgerufen am 27. August 2023.</ref>

Heute sind er und seine Band- und Geschäftspartner mit festen Räumen in den Chameleon Studios in Hamburg ansässig.<ref>Gounternehmen.de: CHAMELEON STUDIOS HAMBURG abgerufen am 1. Mai 2023</ref> Harms komponiert und produziert bis heute für andere Musiker und Bands unterschiedlicher Genres, in der Vergangenheit unter anderem für Joachim Witt<ref>joachimwitt.de: NEUES ALBUM RÜBEZAHL IN ZUSAMMENARBEIT MIT CHRIS HARMS 2018, abgerufen am 1. Mai 2023</ref> und Nino de Angelo<ref>WELT Nachrichtensender: Chris Harms im Interview über Schlager, Homophobie und das neue Album “Judas” 31. Juli 2021, Minute 8:25 ff, abgerufen am 1. Mai 2023</ref>. Für Witt zeichnete er als Produzent für die Alben Rübezahl (2018), Rübezahls Rückkehr (2020) und Rübezahls Reise (2022) verantwortlich, für de Angelos Album Gesegnet & verflucht war Harms an Komposition, Produktion sowie Instrumentation beteiligt. Seit 2019 arbeitet Harms zudem regelmäßig als Produzent mit dem früheren Deichkind-Bandmitglied Ferris MC<ref>rock-fanatics.de: Missglückte Asimetrie von Ferris MC CD Kritik 28. Oktober 2020, abgerufen am 1. Mai 2023</ref> und Swiss & Die Andern zusammen,<ref>Swiss & Die Andern und Broilers singen “Nicht für ein Land”. In: monstersandcritics.de. 19. April 2023, abgerufen am 12. September 2024.</ref> angefangen mit deren gemeinsamer EP Phoenix aus der Klapse (2019). Er produziert teilweise auch Musikvideos (Regiedebüt: Prison von Lord Of The Lost).

2017 unterstützten Harms und der heutige Lord-of-the-Lost-Bandkollege Pi die Band KMFDM als Live-Gitarristen auf deren UK- und US-Tour. 2020 veröffentlichte er zusammen mit dem damaligen Oomph!-Sänger Dero Goi unter dem Projekt-Namen Die Kreatur das Album Panoptikum, das Platz 8 der deutschen Albumcharts erreichte.<ref>chartsurfer.de: Die Kreatur in den Albumcharts Mai/Juni 2020, abgerufen am 1. Mai 2023</ref>

Im März 2023 wurde er mit Lord of the Lost und dem Titel Blood & Glitter als Vertreter für Deutschland zum Eurovision Song Contest gewählt.<ref>Rockband Lord of the Lost gewinnt deutschen ESC-Vorentscheid. In: Spiegel online. 4. März 2023, abgerufen am 4. März 2023.</ref> Der Titel und auch die musikalischen und optischen Anleihen des gleichnamigen Albums, das am 6. Januar 2023 auf Platz eins in den deutschen Albumcharts einstieg<ref>Deutsche Albumcharts: LORD OF THE LOST BLOOD & GLITTER ALBUM Offizielle Charts, abgerufen am 1. Mai 2023</ref>, ist Harms zufolge eine Verneigung vor dem Werk des britischen Fotografen Mick Rock, der insbesondere durch seine Bilder von Pop-Ikonen der 1970er-Jahre Berühmtheit erlangt hat.<ref>ESC kompakt: Lord of the Lost | Chris Harms Interview | Unser Lied für Liverpool | Blood & Glitter | Vorentscheid 7. Februar 2023, ab 1 Std. 3 Min., abgerufen am 1. Mai 2023</ref> Der Titel belegte den letzten Platz.<ref>Deutschlands ESC-Act 2023: Lord Of The Lost werden Letzte. NDR, abgerufen am 15. Mai 2023.</ref>

Schon ein Jahr zuvor wirkte Harms als Cellist beim Deutschland-Vorentscheid zum ESC mit. Er spielte damals für den Kandidaten Eros Atomus bei dessen Auftritt live und auch in dessen offiziellen Video Cello.<ref>Metalsplitter: ESC OHNE METAL. In: laut.de. 2022, abgerufen am 13. September 2024.</ref> Der Song des jungen Musikers, der beim Vorentscheid Platz 5 errang, wurde ebenfalls in den Chameleon Studios produziert, in denen Harms tätig ist.<ref>Panne vor Auftritt: ESC-Kandidat bleibt im Aufzug stecken. In: Hamburger Abendblatt. 23. Februar 2022, abgerufen am 12. September 2024.</ref><ref>Eros Atomus: eros atomus - alive (official music video) 10. Februar 2022, abgerufen am 1. Mai 2023</ref>

Im Februar 2025 veröffentlichte Harms ein Solo-Album im Electro-Synth-Pop-Stil mit dem Titel 1980.<ref>Christoph Kutzer: Review ARTIST: Chris Harms TITEL: 1980. In: Sonic Seducer. 7. Februar 2025, abgerufen am 7. Februar 2025.</ref>

Harms ist mit einer Tätowiererin verheiratet und hat einen Sohn. Er lebt im Hamburger Stadtteil St. Pauli.<ref name=":0" />

Weiteres

  • 2010 übernahm Harms die Hauptrolle im Musikvideo Kissing in the Kremlin des 1998 verunglückten Musikers Falco. Zudem modelte er 2010 für das Hamburger Label Pyrate Styles. Daraufhin sponserte das Label die Mäntel für das Booklet des 2011 erschienenen Lord-of-the-Lost-Albums Antagony.

Diskografie

Studioalben

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  • 2025: 1980

Singles

  • 2022: In Einsamkeit (Witt feat. Chris Harms)
  • 2024: I Love You
  • 2025: Madonna Of The Night (feat. Sven Friedrich)
  • 2025: She Called Me Diaval
  • 2025: The Grey Machines (feat. VNV Nation)
  • 2025: Lunamor

Weitere Veröffentlichungen

Mit Philiae

Mit The Pleasures

  • 2005: Cuming Out (EP)
  • 2006: Greatest Hits (Album)
  • 2007: Some Like It Rock (Single)
  • 2008: Oh Yeah (Doppel-Album)
  • 2009: Oh Yeah Revolution (Album)

Mit Vagueness

Mit UnterART

  • 2006: Noise & Grace (Album)
  • 2008: Memento (Album)

Mit Harms & Kapelle

  • 2014: Meilenstein

Mit Lord of the Lost


Mit Die Kreatur Lua-Fehler in package.lua, Zeile 80: module 'Module:Musikcharts/countries' not found

Gastauftritte

Weblinks

Commons: Chris Harms – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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