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Habichsthal

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Habichsthal
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Habichsthal 50° 4′ N, 9° 24′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 50° 3′ 34″ N, 9° 24′ 10″ O
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Höhe: 314 m ü. NHN
Fläche: 3,87 km²<ref name="Gemarkung"/>
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 97833
Vorwahl: 06020
Lage von Habichsthal in Bayern
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Habichsthal ist ein Gemeindeteil des Marktes Frammersbach im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart in Bayern.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref>

Geographie

Gemarkung

Die Gemarkung Habichsthal hat eine Fläche von 3,873 km². Sie ist in 1489 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 2601,27 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Habichsthal (090521). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 31. Januar 2026.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 31. Januar 2026.</ref> Folgende Gemarkungen grenzen an die Gemarkung Habichsthal:<ref name="Gemarkung"/>

Wiesen
und
Wiesener Forst
(Gemeindefreies Gebiet)
Heinrichsthaler Forst Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Frammersbach
und
Frammersbacher Forst
(Gemeindefreies Gebiet)
Wiesthal

Lage

Das Kirchdorf liegt an der Kreisstraße MSP 21 zwischen Wiesthal und Frammersbach in einem Seitental des Aubachtals auf 314 m ü. NHN<ref>gemessen an der Kirche</ref> und hat etwa 380 Einwohner. Der topographisch höchste Punkt der Gemarkung befindet sich südwestlich des Ortes am Sandkopf mit 458 m ü. NHN, der niedrigste liegt am Aubach auf 266 m ü. NHN.<ref name="DE-BY_BV">BayernAtlas der Bayerischen Staatsregierung (Hinweise)</ref> In Habichsthal entspringt der Mühlgraben.

Geschichte und Wirtschaft

Habichsthal ist aus einer spätmittelalterlichen Glashüttengründung entstanden. Erstmals schriftlich erwähnt wurde der Ort in der Gründungsurkunde der Pfarrei Wiesthal von 1477 neben den Dörfern Breydenstein (Neuhütten), Heygerbruch (Heigenbrücken) und eben Wiesthal.

Da einer Pfarreigründung eine längere Entwicklung vorausgeht, ist es sehr wahrscheinlich, dass es sich bei den vier oben genannten Orten um die vier Kurmainzischen Spessartglashütten handelte, die bereits 1339 im Spessarter Försterweistum genannt wurden und von denen schon im Jahr 1432 Naturalien als Hüttenzins verlangt wurde, was auf Ackerbau und somit Siedlungstätigkeit hinweist. Die letzte private Glashütte auf Habichsthaler Gemarkung wurde um das Jahr 1720 auf Anordnung der Mainzer Kurfürsten aufgegeben.

Bis zu dieser Zeit war das Glasmacherhandwerk die Haupteinnahmequelle der Habichsthaler. Nach der Schließung der privaten Hütten musste sich die nun wachsende Bevölkerung allein durch die Landwirtschaft ernähren. Der karge Boden brachte wenig Ertrag und so herrschte Armut in dem abgelegenen Spessartdorf. Im Jahre 1801 fielen einem Großbrand 23 Wohnhäuser und 21 Scheunen zum Opfer, weit mehr als die Hälfte des Dorfes, was die Not noch verschlimmerte.

Besserung brachte erst um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert die Eröffnung der Bahnstation Wiesthal, wodurch das Pendeln nach Lohr, Aschaffenburg oder Frankfurt ermöglicht wurde.

In den 1970er und 1980er Jahren entwickelte sich Habichsthal zum Fremdenverkehrsort. Zuerst hauptsächlich Knappschaftsmitglieder aus dem Ruhrpott, später Menschen aus allen Teilen Deutschlands kamen und kommen zur Erholung in zahlreiche Gästehäuser und Privatpensionen mit weit mehr als 150 Betten, was den Ort bis heute prägt.

Im Jahr 1862 wurde das Bezirksamt Aschaffenburg gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet Habichsthal lag. Am 1. Januar 1880 kam Habichsthal jedoch anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter zum Bezirksamt Lohr am Main. Wie überall im Deutschen Reich wurde 1939 die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Habichsthal war nun eine der 26 Gemeinden im Landkreis Lohr am Main. Mit Auflösung des Landkreises Lohr kam Habichsthal 1972 in den neu gebildeten Landkreis Main-Spessart.

Am 1. Januar 1975 wurde Habichsthal in den Markt Frammersbach eingegliedert.<ref> </ref>

Sehenswürdigkeiten

Naturdenkmäler

Linde im Ort mit einem Brusthöhenumfang von 7,10 m (2016).<ref>Habichsthal im Verzeichnis Monumentaler Eichen.Vorlage:Abrufdatum</ref>

Weblinks

Commons: Habichsthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />