Inken Gallner
Inken Gallner (* 27. Juli 1964<ref>Deutscher Richterbund (Hrsg.): Handbuch der Justiz 2010/2011. C.F. Müller, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-8114-3916-0.</ref> in Calw) ist eine deutsche Juristin. Seit Januar 2022 ist sie Präsidentin des Bundesarbeitsgerichts.<ref name=":0">Inken Gallner wird neue Präsidentin des Bundesarbeitsgerichts. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 25. Januar 2022, abgerufen am 25. Januar 2022.</ref>
Leben
Inken Gallner studierte in Konstanz und Tübingen Jura. 1991 legte sie die erste juristische Staatsprüfung ab.<ref name=":1" /> Neben ihrem anschließenden Rechtsreferendariat, welches sie im Januar mit der zweiten juristischen Staatsprüfung beendete, arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für bürgerliches Recht und deutsche Rechtsgeschichte an der Eberhard Karls Universität Tübingen.<ref name=":1" /> Sie begann ihre richterliche Tätigkeit im Februar 1994 am Arbeitsgericht Mannheim als Proberichterin.<ref>Handbuch der Justiz 1994, Inken Gallner, Verlag R.v.Decker’s G. Schenck, ISBN 3-7685-0494-8</ref> Im Anschluss daran arbeitete sie als planmäßige Richterin am Arbeitsgericht an den Arbeitsgerichten Stuttgart<ref>Handbuch der Justiz 1998, Inken Gallner, R.v.Decker’s Verlag, ISBN 3-7685-0498-0</ref> und Heilbronn. Während dieser Zeit war sie von 1998 bis 2000 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an das Bundesarbeitsgericht abgeordnet.<ref name=":1" /> Inken Gallner ist Absolventin des 14. Führungslehrgangs der Führungsakademie Baden-Württemberg (2001/2002).<ref name=":1">Lehrbeauftragte – Rechtswissenschaftliche Fakultät WWU Münster. Abgerufen am 10. Juni 2020.</ref> Danach war sie für das Staatsministerium Baden-Württemberg in Brüssel und Stuttgart. Von 2005 bis 2007 war Inken Gallner am Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg, Kammern Mannheim.<ref>Inken Gallner neue Präsidentin des Bundesarbeitsgerichts, Bundesarbeitsgericht</ref>
Mitte Mai 2007 erfolgte ihre Ernennung zur Richterin am Bundesarbeitsgericht.<ref>Pressemitteilung 33/07 des Bundesarbeitsgerichts (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot (PDF; 27 kB). Abgerufen am 25. September 2012.</ref> Bis Juni 2014 gehörte sie dem insbesondere für Tarifvertragsauslegung zuständigen Sechsten Senat an.<ref>Geschäftsverteilungsplan 2014 des Bundesarbeitsgerichts Abgerufen am 25. Juni 2014</ref> Zum 7. Februar 2013 wurde Gallner Pressesprecherin des Bundesarbeitsgerichts,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Abgerufen am 10. März 2013</ref> nachdem sie zuvor bereits mehrere Jahre als stellvertretende Pressesprecherin tätig war.<ref>Pressemitteilung Nr. 102/09 des Bundesarbeitsgerichts (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juli 2025. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot. Abgerufen am 17. September 2012</ref> Für ihre Arbeit in dieser Funktion wurde sie im Juli 2013 als beste Pressesprecherin mit dem „Kurzen Draht“ der Landespressekonferenz Thüringen<ref>Parlamentarischer Abend der Landespressekonferenz – Panorama – Deutschland Today. In: www.dtoday.de. Abgerufen am 19. Oktober 2016.</ref> ausgezeichnet.
Vom 1. Juli 2014 bis zum 30. Juni 2016<ref>Bundesarbeitsgericht. In: juris.bundesarbeitsgericht.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. Oktober 2017; abgerufen am 1. August 2016. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> war Gallner als Bundesrichterin beurlaubt<ref>Pressemitteilung Nr. 30/14 des Bundesarbeitsgerichts vom 30. Juni 2014 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juli 2025. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot Abgerufen am 3. August 2014</ref> und Ministerialdirektorin und Amtsleiterin im Justizministerium Baden-Württemberg und damit Stellvertreterin des Justizministers Rainer Stickelberger.<ref>Yvonne Renner: Elmar Steinbacher ist neuer Ministerialdirektor im Ministerium der Justiz und für Europa. In: www.jum.baden-wuerttemberg.de. 3. Juni 2016, abgerufen am 7. Juni 2016.</ref>
Seit 1. Juli 2016 gehörte Inken Gallner wieder dem Sechsten Senat des Bundesarbeitsgerichts an.<ref>Bundesarbeitsgericht. In: www.bundesarbeitsgericht.de. Abgerufen am 12. Juli 2016.</ref> Am 26. Oktober 2017 übernahm sie den Vorsitz des Zehnten Senats des Bundesarbeitsgerichts, nachdem sie der Bundespräsident zur Vorsitzenden Richterin am Bundesarbeitsgericht ernannt hat.<ref>Andreas Just: Bundesarbeitsgericht. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 31. Oktober 2017. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
Seit dem Wintersemester 2016/2017 hatte Gallner einen Lehrauftrag an der Universität Konstanz. Seit 2018 lehrte sie internationales und europäisches Arbeitsrecht am Lehrstuhl von Clemens Höpfner an der Universität Münster WWU.<ref>Lehrbeauftragte – Rechtswissenschaftliche Fakultät WWU Münster. Abgerufen am 13. Mai 2020.</ref> Seit dem Wintersemester 2022/2023 versieht Gallner einen Lehrauftrag für internationales und europäisches Arbeitsrecht am Lehrstuhl von Clemens Höpfner an der Universität zu Köln.<ref>Lehrbeauftragte. Abgerufen am 7. April 2023.</ref><ref>Wissenschaftliches Personal. Abgerufen am 7. April 2023.</ref>
Am 24. Januar 2022 wurde Gallner auf Vorschlag des Bundeskabinetts durch den Bundespräsidenten zur Präsidentin des Bundesarbeitsgerichts ernannt.<ref name=":0"/> Sie ist die Nachfolgerin von Ingrid Schmidt, die 2021 in den Ruhestand getreten ist.
Ehrenamt
Gallner wurde im November 2018 in den Stiftungsrat der Deutschen Stiftung Patientenschutz berufen.<ref>Organe der Deutschen Stiftung Patientenschutz</ref>
Literatur
- Literatur von und über Inken Gallner im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Weblinks
- Pressemitteilung über die Wahl neuer Bundesrichterinnen und -richter vom 30. März 2007. Abgerufen am 17. September 2012
- Der Betrieb, Frauenanteil bei Bundesrichtern steigt (Meldung). Abgerufen am 17. September 2012
Einzelnachweise
<references />
Hans Carl Nipperdey (1954–1963) | Gerhard Müller (1963–1980) | Otto Rudolf Kissel (1981–1994) | Thomas Dieterich (1994–1999) | Hellmut Wißmann (1999–2005) | Ingrid Schmidt (2005–2021) | Inken Gallner (seit 2022)
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gallner, Inken |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Juristin, Präsidentin des Bundesarbeitsgerichts |
| GEBURTSDATUM | 27. Juli 1964 |
| GEBURTSORT | Calw |
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