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Haru Urara

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Haru Urara
Datei:Haru Urara 20210518 2 crop.jpg
Rasse: Englisches Vollblut
Vater: Nippo Teio
Mutter: Heroine
Mutter-Vater: Lucky Sovereign
Geschlecht: Stute
Geburtsjahr: 1996
Sterbejahr: 9. September 2025<ref>Haru Urara ist tot: Warum Japans berühmtestes Verlierer-Pferd unsterblich bleibt, abgerufen am 29. September 2025</ref>
Land: Japan
Farbe: Braun
Züchter: Nobuta Bokujo
Besitzer: Nobuta Bokujo
Trainer: Dai Muneishi
Rekord: 113 Starts: 0 Siege, 12 Plätze
Gewinnsumme: 1.129.000 Yen
Infobox zuletzt modifiziert am: 7. Dezember 2007.

Haru Urara (jap. ハルウララ, dt. sanfter Frühling, auch Haruurara) war der Name eines weitgehend erfolglosen und zugleich äußerst beliebten japanischen Rennpferdes.

Werdegang

Die braune Stute Haru Urara wurde am 27. Februar 1996 auf Nobuta Bokujo,<ref name="jibis">Haru Urara, Tabulated Race Record auf www.jbis.jp</ref> Mitsuishi, Hokkaido, gefohlt. Sie stammte von Nippo Teio, einem Spitzenrennpferd, welches das Tenno Sho und das Yasuda Kinen gewonnen hatte.<ref>Nippo Tei, Tabulated Race Record auf www.jbis.jp</ref> Da sich kein Käufer für das schwache Fohlen fand, wurde es selbst trainiert und aufgezogen.

Bei ihrem Debüt am 17. November 1998 auf der Kōchi-Rennbahn belegte Haru Urara den fünften und letzten Platz. In den folgenden viereinhalb Jahren trat sie ein- oder zweimal pro Monat an, konnte aber keinen Sieg erringen. Die Stute gewann keines ihrer über 100 Rennen, wurde aber immerhin 12 Mal platziert und verdiente auf diese Weise 1.129.000 ¥ (fast 8.000 €).<ref name='jibis'/>

2003 sollte sie wegen des ausbleibenden Erfolgs zum Schlachter gebracht werden, doch ihr Trainer setzte sich für sie ein. Auch die Begeisterung und Anteilnahme unzähliger Menschen, die das Pferd inzwischen in ihr Herz geschlossen hatten, tat ihre Wirkung und Haru Urara blieb dieses Schicksal erspart. Die Zuschauer hatten den Eindruck, dass die Stute bei den Pferderennen immer ihr Bestes gab.<ref name='rhein'>Rennpferd trabt zum Film statt zum Schlachter, Rheinische Post, 1. August 2004</ref> Haru Urara wurde mit der Zeit ein Medienstar. Auf den verschiedensten Merchandising-Artikeln prangt ihr Abbild, es werden T-Shirts mit dem Text Never give up und aus ihrem Schweifhaar hergestellte Glücksbringer verkauft; auch in einem Werbespot für Kirin-Bier ist sie zu sehen. Wegen ihrer Popularität waren bei ihren Starts die Plätze der Rennbahn meist ausverkauft, was den zuvor hoch verschuldeten Pferderennen-Veranstalter in Kōchi vor dem Ruin bewahrte.<ref name='rhein'/> Haru-Urara-Wettscheine wurden als O-Mamori-Glücksbringer verwendet, insbesondere zum Schutz vor Verkehrsunfällen: Das Wort „ataranai“ (当たらない) kann im Japanischen sowohl „eine Wette verlieren“ als auch „vermeiden, angefahren zu werden“ bedeuten, so dass es hieß, dass ein Haru-Urara-Wettschein – ein garantierter Verlust – das Auto des Besitzers vor einem Unfall schützen könnte.<ref name=rogers>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Bei einem Rennen am 22. März 2004, dem Höhepunkt ihrer Popularität, drängten sich mehr als 13.000 Zuschauer auf der Rennbahn von Kōchi. 3.000 von ihnen warteten bereits vor Öffnung der Tore, so dass die Rennbahn 30 Minuten früher als geplant geöffnet werden musste. Einige standen bis zu fünf Stunden Schlange. Die Fans setzten insgesamt ¥ 121.751.200 auf einen Sieg von Haru Urara – eine beeindruckende Summe, insbesondere für ein Pferd, das in über 100 Rennen kein einziges Mal gewonnen hatte. Das Rennen endete mit einer Enttäuschung: Obwohl Haru Urara von Japans bestem Jockey Yutaka Take geritten wurde, verlor sie zum 106. Mal in Folge und landete auf Platz 10 von 11 gestarteten Pferden.<ref name="BBC">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL, BBC News, 22. April 2004. Abgerufen am 7. November 2009 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> 2004 ging Haru Urara in den Ruhestand.<ref name='ja'>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig 【復刻】負け組の星 ハルウララ千葉にいた|極ウマ・プレミアム.] In: nikkansports.com. Nikkan Sports, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 2. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

In dem Film Haru Urara von 2005, der über ihr Leben berichtet, übernahm Haru Urara die Hauptrolle.<ref>Vorlage:IMDb/1</ref> Seit 2013 stand Haru Urara auf der Martha Farm in Onjuku in der Präfektur Chiba.<ref name='ja'>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig 【復刻】負け組の星 ハルウララ千葉にいた|極ウマ・プレミアム.] In: nikkansports.com. Nikkan Sports, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 2. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> In dem Manga Uma Musume Pretty Derby: Haru Urara, Do Your Best! und Starting Gate! von 2016 war sie die Titelheldin. Ebenfalls 2016 erschien die Dokumentation The Shining Star of Losers Everywhere.<ref>Vorlage:IMDb/1</ref>

Siehe auch

Commons: Haru Urara – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Eddie the Eagle, britischer Skispringer, erfolgloser Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 1988.
  • Kanaguri Shisō, japanischer Marathonläufer, erfolgloser Teilnehmer der Olympischen Spiele 1912.

Einzelnachweise

<references />