Zum Inhalt springen

Marktsteinach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 17. April 2026 um 09:59 Uhr durch imported>TaxonBot (Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Marktsteinach
Gemeinde Schonungen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Marktsteinach 50° 4′ N, 10° 20′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 50° 4′ 0″ N, 10° 19′ 59″ O
 {{#coordinates:50,066666666667|10,333055555556|primary
dim=10000 globe= name=Marktsteinach region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 263 m ü. NHN
Fläche: 8,43 km²<ref name="Gemarkung"/>
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 97453
Vorwahl: 09727
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!

Marktsteinach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Schonungen im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt in Bayern.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Marktsteinach hat eine Fläche von 8,429 km². Sie ist in 2617 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3220,72 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Marktsteinach (090876). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 17. Januar 2026.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 17. Januar 2026.</ref>

Geografie

Marktsteinach liegt in der Schweinfurter Rhön etwa 9 km (Luftlinie) nordöstlich von Schweinfurt und 4 km nordöstlich von Schonungen. Das Pfarrdorf liegt in einem Talkessel der Steinach, die bei Schonungen in den Main mündet. An ihrem Verlauf befinden sich zwischen Schonungen und Marktsteinach mehrere Mühlen, die heute als Wohnhäuser dienen. Am Dorfausgang in Richtung Löffelsterz liegt der ca. 1 ha große Dorfsee.<ref name="sav"/> 2 km nördlich liegt die 403 m hohe Siebenkohlplatte.

Am Ostrand von Marktsteinach vereinen sich zunächst die beiden Quellbäche der Steinach Abersfelder Mühlbach und Wildbach und unweit danach mündet der Grundwiesenbach in die junge Steinach.

Geschichte

Datei:Burgruine Marktsteinach.JPG
Turmstumpf der Ruine der Marktsteinacher Burg
Datei:Kapelle Marktsteinach 2014 2.jpg
Kapelle
Datei:Kirche Marktsteinach 2014 Vorderseite.jpg
Pfarrkirche St. Bartholomäus
Datei:Marktsteinacher Hauptstraße 1 2014 1.jpg
Hauptstraße 1, kath. Pfarramt
Datei:Marktsteinacher Hauptstraße 3 2014 1.jpg
Hauptstraße 3

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 838, als Marktsteinach dem Kloster Fulda übereignet wurde. Das Dorf war der Sitz der Herren von Steinach, die im Talgrund die Burg Marktsteinach erbauten. Die „Veste Steynach“ befand sich im 13. Jahrhundert im Besitz der Grafen von Henneberg und ging dann, so wie das ganze Dorf, an den Bischof von Würzburg über. Während des Bauernkrieges im 16. Jahrhundert wurde die Veste Steynach zerstört und nie wieder aufgebaut. Der noch vorhandene Turmstumpf steht zwischen Wohnanwesen an der Hauptstraße. Die Ruine steht unter Denkmalschutz. Weiterhin war Marktsteinach der Sitz eines Zentgerichtes. Mehr als 400 Jahre alt ist die Pfarrei St. Bartholomäus. Im Jahr 1612 wurde im Auftrag von Julius Echter von Mespelbrunn der Kirchturm erhöht, zwei Jahre später das Langhaus umgebaut. Erstmals um 1500 erwähnt ist die Kapelle „Zu den elenden Heiligen“ außerhalb der Ortsgrenzen auf dem „Kolben“ genannten Berg. 1554 im Zweiten Markgrafenkrieg wurde die Kapelle zerstört, 1881 wurde wieder eine Wallfahrtskapelle errichtet, die 1900 um eine Lourdesgrotte und 1911 um einen Kreuzweg mit 14 Stationen erweitert wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Webseite der Pfarrei Marktsteinach, Abschnitt Kapelle am Kolben (Memento vom 29. September 2014 im Internet Archive), abgerufen am 14. September 2012.</ref>

1968 wurde der Grundstein zu einer neuen Kirche gelegt. Die Sakristei der alten Kirche wurde mit der Eingangshalle der neuen Kirche verbunden. 1969 wurde die neue Kirche geweiht.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.pg-marktsteinach.deWebseite der Pfarrei Marktsteinach, Abschnitt Die neue Kirche (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, abgerufen am 14. September 2012.</ref>

Am 1. Mai 1978 wurde Marktsteinach in die Gemeinde Schonungen eingegliedert.<ref> </ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Regelmäßige Veranstaltungen

Am dritten Wochenende im August wird die Kirchweih gefeiert. Der Kleintierzüchterverein veranstaltet jährlich das „Göckelesfest“ im Juni. Der Angelverein veranstaltet in Kooperation mit dem Sportverein jährlich ein Fischfest im Juli.

Pfarrkirche St. Bartholomäus

Die Pfarrkirche steht im Ortskern von Marktsteinach zwischen der ehemaligen Schule und dem angeschlossenen Kirchenneubau von 1968. Der Pfarrei Marktsteinach wurde bereits 1569 auf Geheiß von Bischof Friedrich von Wirsberg die Kirchengemeinde Löffelsterz als Filialkirche zugesprochen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Webseite der Pfarrei Marktsteinach, Abschnitt Die Priester der Pfarrei Marktsteinach (Memento vom 29. September 2014 im Internet Archive), abgerufen am 14. September 2012.</ref> Wie die Kirche zu diesem Zeitpunkt aussah, ist nicht bekannt. Gesichert ist, dass 1612 der Kirchturm aufgestockt wurde. Zwei Jahre später wurde das Langhaus umgebaut, dabei erhielt die Kirche den für den Stifter des Umbaus, Julius Echter von Mespelbrunn, typischen „Juliusstil“.

Das Langhaus stellt ist ein schlichter, rechteckiger Bau mit zwei Fensterachsen. Der quadratische Chorraum hat ein Kreuzgratgewölbe. Der Chorturm besitzt spitzbogige Öffnungen, die Fenster des Langhauses sind breit, dreiteilig und mit nachgotischem Maßwerk verziert. Am Südportal befindet sich das Wappen von Julius Echter, datiert auf das Jahr 1615. Ein Jahr jünger ist der aus Sandstein gefertigte achteckige Taufstein der Kirche.

Im Inneren befindet sich ein Hochaltar im Rokokostil, der vermutlich zwischen 1740 und 1750 entstanden ist. Das Altarblatt, der Tabernakel und die Statuen der Heiligen Kilian und Bonifatius stammen aus dem 19. Jahrhundert. Ebenfalls aus dem Rokoko stammen die beiden Seitenaltäre an der Ostwand. Die Gemälde beider Altäre stammen von Johann Peter Herrlein. Das linke Gemälde stellt die Himmelfahrt Mariens dar, das rechte zeigt das Martyrium des Bartholomäus, dem die Kirche geweiht ist. Die Orgel stammt von 1731 und ist ein Werk des Würzburger Orgelbaumeisters Johann Philipp Seuffert. Unter der Empore befindet sich ein auf 1720 datierter Rest des Chorgestühls der ehemaligen Benediktinerkirche in Obertheres. Auch die Kirchenbänke wurden aus Obertheres übernommen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Webseite der Pfarrei Marktsteinach, Abschnitt Die alte Kirche (Memento vom 10. August 2014 im Internet Archive), abgerufen am 14. September 2012.</ref>

Baudenkmäler

Südlich des Ortes befindet sich im Wald eine Kapelle mit Kreuzweg. Im Ort stehen mehrere denkmalgeschützte Fachwerkhäuser und Bildstöcke.

Wirtschaft und Infrastruktur

Neben einer Metzgerei ist mit einem Hustensaft und Kräuterbonbons herstellenden Familiengeschäft der „kleinste pharmazeutische Betrieb Deutschlands“ in Marktsteinach ansässig.<ref>Die Heimat nie vergessen, Artikel in der Mainpost vom 12. August 2012, abgerufen am 14. September 2012.</ref> Weitere Arbeitgeber sind ein mittelständisches, metallverarbeitendes Unternehmen und eine Baufirma.

Bildung

Im Gemeindeteil Marktsteinach existiert ein eingruppiger Kindergarten. Träger ist der örtliche Caritasverein. Die Grundschüler besuchen die Grundschule im Hauptort Schonungen, wo sich seit dem Schuljahr 2011/12 auch eine Realschule befindet. Die Schüler der Mittelschule müssen in Schonungen umsteigen und nach Gochsheim fahren. Die nächsten Gymnasien befinden sich in Schweinfurt.

Verkehr

Durch Marktsteinach verläuft die Staatsstraße 2266, die 7 km nordöstlich von Marktsteinach in die Bundesstraße 303 und 5 km südwestlich in die Bundesstraße 26 mündet. Mehrmals täglich fährt an den Werktagen ein Bus des OVF von Marktsteinach nach Schweinfurt. Nachts erfolgt der Transport über ein Anrufsammeltaxi. Über den Bahnhaltepunkt in Schonungen (etwa 4 km entfernt) besteht Anschluss an das deutsche Bahnnetz. Zwischen Marktsteinach und Schonungen gibt es einen Fahrradweg.

Sport und Freizeit

In Marktsteinach sind zwei Sportvereine ansässig. Der größere der beiden bietet neben Fußball auch Tischtennis, Korbball, Volleyball, Badminton und Gymnastik an. Der kleinere Sportverein konzentriert sich hauptsächlich auf die Fußballabteilung und eine Bogenabteilung. Es stehen zwei Fußballfelder, ein Beachvolleyballfeld und eine Turnhalle zur Verfügung.

Die Marktsteinacher Herren-Fußballmannschaft besteht aus Mitgliedern beider Sportvereine und spielt in der Kreisliga.<ref>Webseite des FC Bavaria, abgerufen am 14. September 2012.</ref> Seit 1972 gibt es einen Sportanglerverein in Marktsteinach.<ref name="sav">Website des Sportanglervereins, abgerufen am 14. September 2012.</ref> Südlich des Ortes befindet sich außerdem die 25.000 m² große Vereinsanlage der Familien-Sportgemeinschaft Schweinfurt, einem FKK-Sportclub.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />fsm-schweinfurt.de (Memento des Vorlage:IconExternal vom 18. November 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.fsm-schweinfurt.de, abgerufen am 14. September 2012.</ref>

Nahe der Kirche ist ein kleiner Kinderspielplatz angelegt.

Neben der Freiwilligen Feuerwehr gibt es einen Gartenbauverein, einen Kleintierzuchtverein und eine Jagdgenossenschaft.<ref>Verzeichnis der Vereine in der Gemeinde Schonungen auf schonungen.de, abgerufen am 14. September 2012.</ref>

Söhne und Töchter des Ortes

Weblinks

Commons: Marktsteinach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references responsive />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeindeteile der Gemeinde Schonungen