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Hans Both

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Datei:Hans Both.jpg
Selbstbildnis Hans Both

Hans Both (* 16. April 1935 in Lautern; † 3. August 2023<ref>Nachruf Hans Both. Abschied nehmen, 19. August 2023</ref> in Calbe (Saale)<ref>Thomas Lißner: Calbenser Maler Hans Both stirbt im Alter von 88 Jahren. Volksstimme, 4. August 2023</ref>) war ein deutscher Ingenieur und volkstümlicher Künstler (Maler, Grafiker und Kunsthandwerker).

Leben

Datei:Schönebecker Markt.jpg
Farb-Steindruck: Markt in Schönebeck/Elbe

Nach der Aussiedlung aus Ostpreußen kam Both 1948 nach Calbe (Saale). Er war als Landarbeiter tätig, holte die Schule nach, begann ein Fachschulstudium der Feinmechanik und wurde Arbeiter im VEB Traktorenwerk Schönebeck (Elbe). Nach dem Studium zum Ingenieur für Landmaschinenbau arbeitete er als Konstrukteur im Traktorenwerk Schönebeck.

1965 trat Both in den Zeichenzirkel des Traktorenwerkes ein. Solche Zirkel für künstlerisch tätige oder schreibende Arbeiter wurden im Rahmen des Bitterfelder Weges in vielen großen DDR-Betrieben eingerichtet. Both besuchte die Spezialschule für Bildende Kunst an der 1959 gegründeten Magdeburger Kulturakademie und wurde Mitglied der Fördergruppe Malerei-Graphik-Plastik beim Bezirkskabinett für Kulturarbeit Magdeburg. 1975 übernahm er die Leitung des Zirkels für Bildnerisches Volksschaffen im Traktorenwerk.<ref name="Jahrbuch">Jahrbuch für Volkskunde und Kulturgeschichte 1985, S. 155 f.</ref> Einige regional bekannte Hobby-Künstler haben ihren Weg im Bothschen Kreis begonnen.<ref>Ausstellung ehrt Malerin Regina Müller Volksstimme vom 18. März 2011</ref>

1990 schloss sich Both dem Kulturverein Wittingen (Niedersachsen) an, nahm regelmäßig an den internationalen Künstlersymposien der Werkstattwochen teil<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Werkstattwochen (Memento vom 25. August 2012 im Internet Archive) Website des Kulturvereins Wittingen</ref> und pflegt seitdem einen intensiven Erfahrungsaustausch mit ausländischen Künstlern. Auch die Impressionen seiner Reisen, die er zum Teil gemeinsam mit Künstler-Kollegen unternahm<ref name="Kleeblatt">Werke vom „vierblättrigen Kleeblatt“, Mitteldeutsche Zeitung vom 6. August 1996</ref>, fanden Eingang in sein Œuvre. Both kann auf eine Vielzahl von Ausstellungen und Beteiligungen in Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen, aber auch Linz, Antwerpen und Marseille zurückblicken. Er ist im vom Bildungsministerium geförderten Bildatlas Kunst in der DDR verzeichnet, eines seiner Werke befindet sich im Kunstarchiv in Beeskow.<ref>Hans Both Eintrag im Bildatlas Kunst in der DDR</ref> Seine künstlerische Vorliebe gehört dem Lithografieren.

Hans Both lebte in Calbe (Saale) und war mit der Lehrerin Ulrike Both verheiratet.

Hans Both starb Anfang August 2023 im Alter von 88 Jahren.

Ehrungen

Vorlage:Hinweisbaustein Bei den Arbeiterfestspielen der DDR wurde der Arbeiterkünstler vom Ministerium für Kultur mehrfach mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

Both wurde 2005 als „Chronist der Stadt mit Bleistift und Skizzenblock“ mit dem Wilhelm-Loewe-Preis der Stadt Calbe (Saale) ausgezeichnet.<ref>Hans Both erhielt Loewe-Preis Calbenser Blatt Februar 2005</ref> Im Januar 2013 wurde er mit einer Eintragung in das Ehrenbuch der Stadt geehrt.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.calbenser-journal.deNeujahrsempfang: Klaus Weila und der Künstler Hans Both erhalten Ehrungen (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive ) Calbenser Journal, 23. Januar 2013</ref> Er erhielt die Auszeichnung für sein Lebenswerk, da er in Calbe und Umgebung das Kulturleben schon seit fast 40 Jahren bereichert.<ref>Mit Lithografien oder mit dem Spaten: Geehrte setzen sich auf ihrem Gebiet für schönes Calbe ein Volksstimme, 21. Januar 2013</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />2013 – Neujahrsempfang der Stadt Calbe/Saale (Memento vom 27. Januar 2013 im Internet Archive) Online-Magazin Salzland Journal, 24. Januar 2013</ref>

Ausstellungen

Beteiligungen

Einzelausstellungen

Literatur

  • Jahrbuch für Volkskunde und Kulturgeschichte 1985, Zentralinstitut für Geschichte der AdW der DDR, Wissenschaftsbereich Kulturgeschichte/Volkskunde, Akademie-Verlag, 1985, S. 155 f.

Einzelnachweise

<references />

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