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Wolfgang Schenkel

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Wolfgang Schenkel (* 16. Oktober 1936 in Ludwigshafen am Rhein; † 19. März 2026<ref>Nachruf Prof. Dr. Wolfgang Schenkel. In: Universität Tübingen. Abgerufen am 30. März 2026.</ref><ref>In Memoriam Wolfgang Schenkel (1936–2026). In: Akademienvorhaben Strukturen und Transformationen des Wortschatzes der ägyptischen Sprache: Text- und Wissenskultur im Alten Ägypten. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, März 2026, abgerufen am 8. April 2026.</ref>) war ein deutscher Ägyptologe und Hochschullehrer.

Leben

Schenkel wurde 1961 bei Elmar Edel an der Universität Bonn promoviert. 1964/65 erhielt er das Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts. Es folgte ein DFG-Stipendium zur Erforschung der spätägyptischen Grammatik und eine Tätigkeit am Deutschen Rechenzentrum in Darmstadt, wo er sich der maschinellen Analyse altägyptischer Texte widmete. Anschließend arbeitete Schenkel im Sonderforschungsbereich (SFB) 13 „Religions- und Kulturgeschichte des Vorderen und Mittleren Orients“ an der Universität Göttingen. Dort habilitierte er sich 1974, Thema seiner Qualifikationsschrift war Die altägyptische Suffixkonjugation: Theorie der innerägyptischen Entstehung aus Nomina actionis.

Schekel war vom Wintersemester 1978/79 bis 2002 Professor für Ägyptologie an der Universität Tübingen und Direktor des dortigen Ägyptologischen Instituts.

Seit 1999 war er korrespondierendes Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften.

Schenkel zählt zu den Pionieren im Bereich der historischen Fachinformatik.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Frühmittelägyptische Studien. Bonn 1961 (Bonn, Universität, Dissertation vom 20. Dezember 1961).
  • Memphis, Herakleopolis, Theben. Die epigraphischen Zeugnisse der 7. – 11. Dynastie Ägyptens (= Ägyptologische Abhandlungen. Bd. 12). Harrassowitz, Wiesbaden 1965,
  • Die altägyptische Suffixkonjugation. Theorie der innerägyptischen Entstehung aus Nomina actionis (= Ägyptologische Abhandlungen. Bd. 32). Harrassowitz, Wiesbaden 1975, ISBN 3-447-01689-2 (Zugleich: Göttingen, Universität, Habilitations-Schrift, 1974).
  • Kultmythos und Märtyrerlegende. Zur Kontinuität des ägyptischen Denkens. Harrassowitz, Wiesbaden 1977, ISBN 3-447-01892-5.
  • Die Bewässerungsrevolution im alten Ägypten. Von Zabern, Mainz 1978, ISBN 3-8053-0358-0.
  • Das Stemma der altägyptischen Sonnenlitanei. Grundlegung der Textgeschichte nach der Methode der Textkritik (= Göttinger Orientforschungen. Reihe 4, Ägypten, Bd. 6). Harrassowitz, Wiesbaden 1978, ISBN 3-447-01964-6.
  • Zur Rekonstruktion der deverbalen Nominalbildung des Ägyptischen (= Göttinger Orientforschungen. Reihe 4, Ägypten, Bd. 13). Harrassowitz, Wiesbaden 1983, ISBN 3-447-02336-8.
  • Aus der Arbeit an einer Konkordanz zu den altägyptischen Sargtexten (= Göttinger Orientforschungen. Reihe 4, Ägypten, Bd. 12). Harrassowitz, Wiesbaden 1983, ISBN 3-447-02335-X.
  • (zusammen mit Klaus P. Kuhlmann): Das Grab des Ibi, Obergutsverwalters der Gottesgemahlin des Amun (Thebanisches Grab Nr. 36) (= Archäologische Veröffentlichungen, Bd. 15). Von Zabern, Mainz 1983, ISBN 3-8053-0044-1.
  • Einführung in die altägyptische Sprachwissenschaft. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Wiesbaden 1990, ISBN 3-534-03506-2 (Digitalisat).
  • Tübinger Einführung in die klassisch-ägyptische Sprache und Schrift. 7. Auflage. Schenkel, Tübingen 2012, ISBN 978-3-938529-05-8 (Digitalisat).

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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