Neusser Stadtwald
| Neusser Stadtwald
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| Lage: | Nordrhein-Westfalen, Deutschland | ||||||
| Fläche: | 23,6 ha | ||||||
| Länge: | 1,9 km | ||||||
| Gründung: | 13. Oktober 1971 | ||||||
Der Neusser Stadtwald ist ein Waldgebiet inmitten des Stadtgebietes von Neuss. Er befindet sich zum größten Teil im Stadionviertel und umfasst eine Fläche von 23,6 ha.
Geographische Lage
Der Neusser Stadtwald ist etwa 2,1 km lang und hat eine Fläche von 23,6 ha.<ref name="rkn">Amt für Entwicklungs- und Landschaftsplanung: Landschaftsplan. (PDF, 2.323 KB) Rhein-Kreis Neuss, S. 72–73, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. April 2013; abgerufen am 7. September 2012. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Er ist seit 1971 als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen und erstreckt sich über die Stadtteile Stadionviertel, Morgensternsheide und Neusser Furth. Der Nordkanal verläuft durch den gesamten Stadtwald. Im Wald gibt es mehrere Seen und Teiche, darunter die Erholungsanlage Jröne Meerke.<ref name="jrönemeerke">Hanna Koch: Die Gänse vom Jröne Meerke. Neuss-Grevenbroicher Zeitung, 13. Mai 2011, abgerufen am 7. September 2012.</ref>
Im Stadtwald befinden sich außerdem das in den Jahren 1911–1914 errichtete Wasserwerk Broichhof und die Bezirkssportanlage des Polizeisportvereins.<ref>Trinkwasserversorgung: Das Wasserwerk Broichhof. Stadtwerke Neuss, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. Oktober 2014; abgerufen am 7. September 2012. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
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Flora und Fauna
Es handelt sich um einen Laubmischwald mit einer vielfältigen Baumartenzusammensetzung, in dem 28 Arten gezählt werden.<ref name="waldimwandel">Christoph Kleinau: Wald im Wandel. Neuss-Grevenbroicher Zeitung, 9. Juli 2007, abgerufen am 7. September 2012.</ref> Die wichtigsten Baumarten des Auwaldes sind die Erlen, Eschen und Ulmen, wobei die etwa 90-jährigen Eschen den ältesten Bestand darstellen.<ref>Forstwirtschaftsplan 2011. (DOC, 12 KB) Ausschuss für Umwelt und Grünflächen, 16. September 2010, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 7. September 2012. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Darüber hinaus gibt es Vorkommen von Rot- und Sumpfeichen, Eiben, Douglaskiefern sowie Rosskastanien und Robinien. Im Jahr 2007 fanden im Rahmen des 1989 über eine Laufzeit von 20 Jahren beschlossenen Forstwirtschaftsplans Neupflanzungen von Ahorn-Bäumen, da der Orkan Kyrill sichtbare Schäden verursachte.<ref name="waldimwandel" /><ref>Klaus Schumilas: Keine Chance gegen „Kyrill“. Neuss-Grevenbroicher Zeitung, 22. Februar 2007, abgerufen am 7. September 2012.</ref> Der Wald verfügt zudem über eine stark ausgeprägte Krautschicht, die sich größtenteils aus Buschwindröschen, Scharbockskraut, Sternmieren, Wiesen-Schaumkraut, Wald-Erdbeeren und dem Bittersüßen Nachtschatten zusammensetzt.<ref name="rkn" />
Der Stadtwald ist das Brutgebiet vieler Vögel wie Turmfalken, Waldkäuze, Fasane, Waldschnepfen, Elstern sowie verschiedene Arten von Spechten und Meisen. Ferner bietet der Wald einen Lebensraum für Blindschleichen, Grasfrösche und Kreuzkröten.<ref name="rkn" /> Am Jröne Meerke leben etwa 80 Gänse.<ref name="jrönemeerke" /> Des Weiteren hat sich am Jröne Meerke eine bedeutsame Erdkrötenpopulation entwickelt.<ref>Thomas Kirchner: Friedliche Hornissen haben großes Imageproblem. Neuss-Grevenbroicher Zeitung, 28. August 2000, abgerufen am 7. September 2012.</ref> Um die Amphibien zu schützen, wurden in Zusammenarbeit mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz und dem NRW Straßenbau „umfangreiche Amphibienleitsysteme mit Rinnen, Tunneln, Leitsteinen und Laichgewässern“ angelegt.<ref>Amphibienschutzanlage und Ersatzlaichgewässer. Umweltamt der Stadt Neuss, abgerufen am 7. September 2012.</ref><ref>Robert Schilken: Alles bereit für die Krötenwanderung. 29. Februar 2012, abgerufen am 7. September 2012.</ref> Im Rahmen der im Jahr 2010 durchgeführten systematischen Erfassung planungsrelevanter Tierarten wurden acht Fledermausarten – darunter der Kleine Abendsegler, die Braunflügel- und Wasserfledermaus – erfasst.<ref>Dagmar Vogt-Sädler: Biotop- und Artenschutz in Neuss. (PDF, 3.329 KB) Umweltamt der Stadt Neuss, 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. Juni 2016; abgerufen am 7. September 2012. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Literatur
- Sigrid Schröder, Georg Waldmann: Wälder, Wege, Wasser: die Artenvielfalt der Nordkanalniederung. Galunder, Nümbrecht-Elsenroth 2005, ISBN 3-89909-054-3.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />