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Xavier Koller

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Datei:1991 Academy Award Condor Films.jpg
Xavier Koller hält 1991 den Oscar in der Hand, Alfi Sinniger (links) und Peter-Christian Fueter (rechts) beides Produzenten, sowie Dustin Hoffman als Preisverleiher.

Xavier Koller (* 17. Juni 1944 in Ibach, Gemeinde Schwyz) ist ein Schweizer Filmregisseur und Drehbuchautor.

Leben

Xavier Koller absolvierte zunächst eine Lehre als Feinmechaniker. Er besuchte danach die Schauspielakademie Zürich und arbeitete dann einige Jahre als Schauspieler, u. a. am Jungen Theater Göttingen (Spielzeit 1967/68 in G. B. Shaw: O’Flaherty oder Ein Aufruf zum Wehrdienst, J. Ziem: Nachrichten aus der Provinz, R. de Obaldia: Pfeffer aus Cayenne).

1979 drehte er Das gefrorene Herz, eine Verfilmung von Meinrad Inglins Begräbnis eines Schirmflickers. 1985 folgte Der schwarze Tanner, der ebenfalls auf einer Erzählung von Inglin basiert. 1984 gründete Koller die Produktionsfirma Catpics AG. 1990 drehte Koller das Filmdrama Reise der Hoffnung über eine alevitische Familie, die in die Schweiz auswandern will. 1991 wurde der Film mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet.

Im Jahr 2000 verfilmte er Kurt Tucholskys Roman Schloß Gripsholm, wobei die Handlung mit biographischen Versatzstücken aus Tucholskys Leben erweitert wurde. In seinem Film Ring of Fire (OT: Cowboy Up) von 2001 sind Kiefer Sutherland, Daryl Hannah und Molly Ringwald in den Hauptrollen zu sehen. Eine wen iig, dr Dällebach Kari, ein Film über den Berner Coiffeurmeister und das Stadtoriginal Karl Tellenbach, feierte 2012 auf den Solothurner Filmtagen Premiere.<ref>Dällebach Kari Film – Die offizielle Webseite zum Film. Abgerufen am 1. Februar 2015.</ref>

2012 verfilmte Koller Die schwarzen Brüder, basierend auf dem Jugendroman von Lisa Tetzner und Kurt Held. Die historische Romanverfilmung mit Moritz Bleibtreu in der Hauptrolle wurde 2013 im Rahmen des 9. Zurich Film Festivals erstmals gezeigt.<ref>Die Schwarzen Brüder auf swissfilms.ch</ref> Im Anschluss arbeitete Koller an der Verfilmung der bekannten Schweizer Kindergeschichte Schellen-Ursli,<ref>Xavier Koller bringt den «Schellen-Ursli» auf die Leinwand, SRF, 1. Oktober 2015</ref> der Film kam im Oktober 2015 in die Kinos.<ref>Schellen Ursli der Film – eine Schweizer Geschichte. Abgerufen am 1. Februar 2015.</ref>

Koller lebte und arbeitete von 1991 bis 2021 im Grossraum Los Angeles, zuletzt in Santa Monica. 2021 zog er mit seiner Familie nach Camogli.<ref>Sherin Kneifl: Im Gespräch mit Xavier Koller. 1. Oktober 2021, abgerufen am 9. April 2024.</ref> Der Nachlass von Koller wird in der Cinémathèque suisse (Schweizer Filmarchiv) aufbewahrt.<ref>Nachlass Xavier Koller: Archivische Beschreibung. Abgerufen am 12. September 2018.</ref>

Filmografie

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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