Gebr. Boehringer
| Boehringer Werkzeugmaschinen GmbH | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 1844 |
| Auflösung | 2008 |
| Sitz | Göppingen, Deutschland |
| Branche | Maschinenbau |
Gebr. Boehringer GmbH war eine Maschinenfabrik und Eisengießerei in Göppingen in Baden-Württemberg.
Geschichte
Johann Georg Boehringer, der vorher Fabrikaufseher bei der Wollspinnerei Baumann war, gründete um 1844 in der Karlstraße in Göppingen eine eigene Reparaturwerkstatt für Spinn- und Webmaschinen. 1855 brachte sein Bruder aus Amerika das Know-how mit, um die erste 3-PS-Dampfmaschine zu bauen. 1868 standen in Göppingen sechs Dampfmaschinen, 1890 zählte man im Oberamt davon 138 mit über 3.000 PS Leistung.<ref>http://www.goeppingen.de/servlet/PB/menu/1101592_l1/index.html</ref> Zum Ende des Jahrhunderts spezialisierte man sich auf Hobelmaschinen und Drehbänke, insbesondere Revolverdrehbänke für die aufkommende Automobilindustrie.
Erwin Sturm entwickelte in den 1920er-Jahren das hydrostatische Kompaktgetriebe, das von Gebrüder Boehringer als Boehringer-Sturm-Öl-Getriebe gebaut wurde.<ref>http://www.spitznas.de/produkte/hydrostatische-kompaktgetriebe/</ref> Dieser Unternehmensbereich wurde 1987 in die Tochterfirma Hydrokraft GmbH ausgegliedert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( des Vorlage:IconExternal vom 23. Januar 2017 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> 1928 gründete das Unternehmen mit drei weiteren Herstellern die Fabrikations- und Vertriebsgemeinschaft „Vereinigte Drehbankfabriken“ (VDF). In der direkten Nachkriegszeit stellte man zu großen Teilen rein zivile Produkte wie Strumpfwirkmaschinen, Dosenverschließmaschinen oder Kochherde her. Rolf Boehringer erwarb von Erhard & Söhne den Unimog, den sie von 1949 bis 1951 bauten.
1972 ging das Unternehmen eine Kooperation mit der Oerlikon-Bührle AG in Zürich ein, die 1973 eine Mehrheitsbeteiligung erwarb. 1981 wurde die Firma in Oerlikon-Boehringer GmbH geändert und Peter-Jürgen Kreher<ref>Peter Jürgen Kreher im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)</ref> Geschäftsführer. Ab 1987 gehörte Boehringer wie die Ex-Cell-O-Gruppe in Eislingen zur IWKA-Aktiengesellschaft und firmierte nun als Boehringer Werkzeugmaschinen GmbH.<ref>Areal der ehemaligen Firma Boehringer wird neu vermarktet, auf www.swp.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2025. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, abgerufen am 19. Mai 2019</ref> Das Unternehmen wurde 2006 von der US-Gruppe Maxcor Inc. gekauft und wurde schließlich in den MAG-IAS-Konzern eingebracht. Im Jahr 2013 kaufte die taiwanische Fair Friend Group (FFG) den Bereich Industrial Equipment von MAG.<ref>FFG kauft den Bereich Industrial Equipment von MAG. Abgerufen am 1. März 2019.</ref> Damit gingen Teile des Boehringer Produktportfolios (VDF Boehringer) an die Fair Friend Group über. Im Jahr 2015 übernahm FFG die MAG Gruppe vollständig.<ref>FFG übernimmt MAG-Gruppe. Abgerufen am 1. März 2019.</ref>
Siehe auch
Weblinks
- Archivbestand der Gebr. Boehringer GmbH (B 10) im Wirtschaftsarchiv Baden-Württemberg
- http://www.albert-gieseler.de/dampf_de/firmen0/firmadet797.shtml
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Navigationsleiste Deutsche Traktoren- und Schleppermarken ab 1945
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2025-03
- Wikipedia:Weblink offline IABot
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Botmarkierungen 2025-03
- Ehemaliges Unternehmen (Landkreis Göppingen)
- Produzierendes Unternehmen (Metall)
- Unimogs
- Werkzeugmaschinenhersteller
- Unternehmensgründung 1844
- Unternehmen (Göppingen)
- Gießerei
- Aufgelöst 2008
- Produzierendes Unternehmen (Landkreis Göppingen)